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Mittwoch, 11. Dezember 2019
Start Wirt­schaft ”Natio­na­le Indus­trie­stra­te­gie 2030”: mehr Mit­tel­stand, mehr Infra­struk­tur

”Nationale Industriestrategie 2030”: mehr Mittelstand, mehr Infrastruktur

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”Es ist gut, dass die Bun­des­re­gie­rung einen Impuls zum Wirt­schafts­stand­ort Deutsch­land gibt”, so das ers­te Fazit von Bir­git Haken­jos-Boyd, Prä­si­den­tin der IHK Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg. Anlass ist die jüngs­te Prä­sen­ta­ti­on der ”Natio­na­len Indus­trie­stra­te­gie 2030”. Die regio­na­le Wirt­schaft ermu­ti­ge die Bun­des­po­li­tik jetzt zu wei­te­ren Schrit­ten in zwei Hand­lungs­fel­dern, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung der IHK.

Haken­jos-Boyd: ”Die Stra­te­gie braucht mehr Mit­tel­stand. Unser Land darf nach der Finanz­kri­se 2008 nicht erneut in die Fal­le des ”too big to fail” gehen. 98 Pro­zent aller deut­schen Unter­neh­men beschäf­ti­gen weni­ger als 50 Mit­ar­bei­ter.” Hier wer­de die Inno­va­ti­ons­kraft des Wirt­schafts­stand­orts Deutsch­lands geschmie­det, hier pas­sie­re Aus­bil­dung, dort wür­den die Steu­ern des Bun­des­haus­halts erwirt­schaf­tet.

Das zwei­te Hand­lungs­feld für die Bun­des­po­li­tik sei die Zukunfts­fä­hig­keit der Infra­struk­tur: ”Stra­ßen, Schie­nen, Breit­band, Mobil­funk: hier hat der Bund eine Zustän­dig­keit und einen kla­ren Hand­lungs­auf­trag, hier muss er gleich­wer­ti­ge Rah­men­be­din­gun­gen für Unter­neh­men und Bür­ger zu schaf­fen.”

Die Dis­kus­si­on um ”natio­na­le Cham­pi­ons” hält Haken­jos-Boyd in die­sem Kon­text für ver­fehlt: ”Unse­re regio­na­len Mit­tel­ständ­ler sind im Welt­ge­fü­ge viel­leicht nicht die größ­ten Zahn­rä­der – aber sie sind an vie­len Stel­len die ent­schei­den­den. Vie­le Unter­neh­men sind schon heu­te wei­ter als die Poli­tik glaubt.” Die poli­ti­sche Suche nach natio­na­len Schwer­ge­wich­ten len­ke von den eigent­li­chen Haus­auf­ga­ben des Bun­des ab. Haken­jos-Boyd: ”Die­se hei­ßen: Mit­tel­stands­för­de­rung und Infra­struk­tur.”

 

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