IHK- Präsidentin Birgit Hakenjos-Boyd. Foto: pm

Die Voll­ver­samm­lung der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg hat in sei­ner Kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung am 11. April  Bir­git Haken­jos-Boyd mit über­wäl­ti­gen­der Mehr­heit zur neu­en Prä­si­den­tin gewählt. Das berich­tet die IHK in einer Pre­se­mit­tei­lung.

Sie löst Die­ter Teu­fel ab, der nach 20 Jah­ren in die­sem Amt nicht mehr für die Voll­ver­samm­lung und als Prä­si­dent kan­di­diert hat­te. Nach mehr als 150 Jah­ren ist damit erst­mals eine Frau an der Spit­ze der Kam­mer.

Bir­git Haken­jos-Boyd ist Geschäfts­füh­re­rin  der Fir­ma Hakos Prä­zi­si­ons­werk­zeu­ge Haken­jos in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen. Als Vize­prä­si­den­ten wur­den in das Prä­si­di­um eben­falls mit über­wäl­ti­gen­der Mehr­heit gewählt aus dem Land­kreis Tutt­lin­gen Tho­mas Butsch, Geschäfts­füh­rer von HEBU­me­di­cal in  Tutt­lin­gen und Dr. Harald Mar­quardt, Geschäfts­füh­rer von Mar­quardt in Rie­t­heim-Weil­heim. Den Land­kreis Rott­weil ver­tre­ten Achim Schee­rer, Geschäfts­füh­rer von Schee­rer Logis­tik in Aich­hal­den und Bet­ti­na Schuler-Kar­goll, Geschäfts­füh­re­rin von Schuler Roh­stoff aus Deiß­lin­gen. Für den Schwarz­wald-Baar-Kreis im IHK-Prä­si­di­um sind Dr. Hans-Rüdi­ger Schewe, Prä­si­dent der Fürst­lich Fürs­ten­ber­gi­sche Gesamt­ver­wal­tung imn Donau­eschin­gen und Dr. Stef­fen Würth, Geschäfts­füh­ren­der Gesell­schaf­ter von Straub-Ver­pa­ckun­gen in Bräun­lin­gen.

Von der Pike auf gelernt

Bir­git Haken­jos-Boyd wur­de 1965 in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen gebo­ren, sie ist ver­hei­ra­tet und hat einen 19-jäh­ri­gen Sohn. Nach der Fach­hoch­schul­rei­fe mach­te Bir­git Haken­jos-Boyd eine Aus­bil­dung zur Fein­werk­me­cha­ni­ke­rin an der Staat­li­chen Fein­tech­nik­schu­le, danach folg­te eine Aus­bil­dung zur Indus­trie­kauf­frau. 1996 erhielt sie ein Sti­pen­di­um für Seni­or Manage­ment Trai­ning in Tokyo/Japan. Sie ist seit 1985 im elter­li­chen Unter­neh­men Hakos Prä­zi­si­ons­werk­zeu­ge Haken­jos in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen beschäf­tigt. Dort durch­lief sie die Sta­tio­nen Pro­duk­ti­on, Arbeits­vor­be­rei­tung und Ver­wal­tung. 2002 über­nahm sie die Geschäfts­füh­rung von Hakos Prä­zi­si­ons­werk­zeu­ge.

Info:
Das Unter­neh­men wur­de 1910 durch Andre­as Haken­jos gegrün­det. Hakos fer­tigt Ein­zel­tei­le im µ- Bereich, Spritz­gieß­werk­zeug-Kom­po­nen­ten, Nor­ma­li­en und Son­der­ge­win­de­werk­zeu­ge. Das Unter­neh­men beschäf­tigt 65 Mit­ar­bei­ter inklu­si­ve zehn Aus­zu­bil­den­de. Im Jahr 2017 setz­te Hakos 6,8 Mil­lio­nen Euro um, der Export­an­teil liegt bei zwei Pro­zent.