Neues Marktstammdatenregister beschäftigt Stromerzeuger in der Region

IHK-Beratungs- und Veranstaltungsangebot stößt auf große Resonanz

Ende Januar ist das sogenannte Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gestartet. Mit dem Start sind in diesem neuen Onlineregister sämtliche aktiven und ans Netz angeschlossenen Stromerzeugungsanlagen verpflichtend zu registrieren.

Laut einer pressemitteilung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg sind in der Praxis zum Beispiel Betreiber von Photovoltaikanlagen, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (KWK), ortsfester Stromspeicher, Wasserkraft- und Windenergieanlagen oder Biomasseanlagen betroffen. Und wie die IHK weiter mitteilt, spielt es dabei auch keine Rolle, ob die Anlagen zum Beispiel eine Förderung nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) erhalten oder nicht. Darüber hinaus können außerdem die Betreiber von Notstromaggregaten in der Pflicht sein, wenn deren Anlagen bestimmte Voraussetzungen besitzen.

„Kaum eine Regelung im Energiebereich hat so viele unserer Mitgliedsunternehmen in den letzten Wochen beschäftigt, wie die zum Marktstammdatenregister. Zwar ist abhängig vom Inbetriebnahmedatum der Anlage für die meisten Betreiber noch ausreichend Zeit, ihre Anlagen ordnungsgemäß zu registrieren. Aber seit dem Start des Registers haben sich bereits mehr als 500 Anlagenbetreiber hilfesuchend an uns gewandt oder unsere Informationsveranstaltungen dazu besucht. Denn leider besteht auch eine Registrierungspflicht, wenn die Anlage bereits in der Vergangenheit in einem anderen Register gemeldet wurde“, so IHK-Energiereferent Marcel Trogisch.

„Und da es keine Mindestgröße bei den Anlagen gibt, sollten die Betreiber solcher Stromerzeugungsanlagen in den nächsten Wochen und Monaten nochmals prüfen, ob sie ihre Anlage bereits im Marktstammdatenregister gemeldet haben oder es sich eventuell noch um eines der älteren Register handelt. Denn im schlimmsten Fall riskiert der Betreiber am Ende seine Förderung oder vielleicht sogar ein Bußgeld“, fasst Trogisch abschließend zusammen. Auch bietet der Energiereferent an, dass sich Betreiber bei Fragen zu dieser neuen Regelung gerne an die IHK wenden können.

Info: Das Marktstammdatenregister
Bisher werden die Daten von Anlagen und die der Marktakteure in unterschiedlichen Registern erfasst. Diese Register wurden in der Regel auch nicht untereinander abgestimmt. Das hatte zur Folge, dass sich in der Vergangenheit viele Akteure mehrfach registrieren und ihre Daten an verschiedenen Stellen aktuell halten mussten. Daher hat der Gesetzgeber damit begonnen, ein zentrales Register einzuführen. Verantwortlich für die Einrichtung und den Betrieb ist die Bundesnetzagentur.

Das Ergebnis ist das sogenannte Marktstammdatenregister, welches am 31. Januar 2019 online gegangen ist. Es erfasst künftig Daten zu sämtlichen Erzeugungsanlagen. Dazu zählen unter anderem alle neuen Anlagen und alle bestehenden Anlagen, Anlagen zur Erzeugung von erneuerbarer und konventioneller Energie sowie Anlagen zur Erzeugung von Strom und Gas. Neben der Registrierung müssen die Daten natürlich auch aktuell gehalten werden. Zu erreichen ist das Marktstammdatenregister über die Internetadresse www.marktstammdatenregister.de.

 

-->

Mehr auf NRWZ.de