Das Projekt „Stabil U25“ richtet sich an junge Menschen unter 25 Jahren mit überwiegend Migrations- oder Flüchtlingshintergrund und VAB-Klassen zur Vorbereitung auf einen Hauptschulabschluss. Betreut werden auch junge Menschen, die ohne Ausbildung und teilweise von einem fehlenden schulischen Abschluss gefährdet sind. „Dabei steht die individuelle und soziale Stabilisierung durch Verbesserung der Ausbildungschancen im Vordergrund“, heißt es in einer Mitteilung der Agentur für Arbeit.

Ziel ist das Aufdecken der in ihnen schlummernden Potenziale und die Integration der Jugendlichen in die Arbeitswelt in eine zu ihnen passende Ausbildung. Die jungen Menschen werden durch das Jobcenter Schwarzwald-Baar-Kreis und die Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen als Co-Finanzierer dem Projekt zugeführt. Der europäische Sozialfond (ESF) unterstützt das Projekt ebenfalls als Co-Finanzierer zu 50 Prozent.

Das Projekt läuft über den Zeitraum von zwei Jahren und startete Anfang 2019. Im ersten Jahr kamen insgesamt 82 Schüler in Betreuung, wovon bis September diesen Jahres 15 die Maßnahme beendet haben. Von diesen 15 Schülern sind sechs bereits in Arbeit und Ausbildung vermittelt und der Großteil der anderen ist platziert worden beispielsweise in weiterführende Schulen oder auch in Anschlussmaßnahmen, sodass sie nicht in die Arbeitslosigkeit mündeten.

Einige sind in ihr Heimatland zurückgekehrt oder werden anderweitig individuell betreut. Momentan sind von den insgesamt 82 Schülern noch 59 in Betreuung durch den regionalen Bildungsträger biema im Verbund. Diese sind überwiegend schulisch eingebunden und werden unter intensivem Fallmanagement beruflich orientiert. Desweiteren sind bereits sieben Schüler in Ausbildung und einer Einstiegsqualifizierung integriert und werden durch biema stabilisiert. Dies bedeutet eine bedarfsgerechte Betreuung für Schüler sowie für den Betrieb. Biema fungiert als Ansprechpartner und Schnittstelle bei Fragen, Herausforderungen oder auch organisationstechnischen Themen.

Die Zusammenarbeit zwischen allen beteiligten Parteien verläuft sehr gut, da auf einen schnellen und effizienten Austausch geachtet wird, der im Bedarfsfalle ein rasches Handeln gewährleistet. Neben biema, der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter sind auch die verschiedenen Schulen mit ihren Sozialarbeitern und neuerdings den AV Dual Begleitern mit an Bord. Alle ziehen bei diesem Projekt an einem Strang und geben ihr Bestes, den Jugendlichen einen guten Start in das Berufsleben zu ermöglichen.  Das Projekt zeigt, dass Integration gelingen kann und das „Netzwerk Arbeit“ hierfür eines der wichtigsten Instrumente ist.