Sandsteinwerk Roth: Hart an der Grenze

Der Bundestagsabgeordnete Volker Kauder auf Besuch

SCHRAMBERG – Dunningen oder Schramberg? Das war die Frage beim Besuch des CDU-Bundestagsabgeordneten Volker Kauder im Sandsteinbruch der Familie Roth an der Seedorfer Straße. Unmittelbar an der Gemarkungsgrenze liegt der Steinmetzbetrieb Roth – und zwar auf der Schramberger Seite. Deshalb waren neben den CDU-Ortsvorsitzenden aus Dunningen Dennis Mauch und Bernhard Niebel, der Schramberger Oberbürgermeister Thomas Herzog und Wirtschaftsförderer Manfred Jungbeck gekommen, um sich über das Sandsteinwerk informieren zu lassen.

Michael Roth (Mitte) zeigt den besuchern den Steinbruch. Fotos: him

Den Familienbetrieb mit einem Dutzend Mitarbeitern leitet Michael Roth. Er zeigte Kauder und den andren Gästen zunächst den Steinbruch. Vielen war das Ausmaß der Grube  unbekannt, auch OB Herzog war noch nie hier gewesen, wie er bekannte.

Im Steinbruch

An vielen historischen Gebäuden werde bei Restaurierungsarbeiten der Schramberger Sandstein wegen seiner hohen Qualität eingesetzt, berichtete Roth seinen Besuchern. Verwendet werde der Sandstein aber auch für Brunnentröge, Skulpturen oder Treppen.

Anschließend zeigte Roth in der Halle die Maschinen, mit denen aus den riesigen Sandsteinblöcken Quader, Platten und andere Formen gesägt oder gespalten werden. „Das ist immer noch eine sehr harte Arbeit“, erklärte er, trotz aller Maschinenunterstützung.

Ein Bild für die Presse. Kauder schlägt zu.

Vielleicht sei das auch eine Erklärung dafür, dass es im Steinmetzhandwerk am Nachwuchs und Fachkräften fehlt. Danach hatte der Wirtschaftsförderer der Stadt Schramberg, Manfred Jungbeck, gefragt. Sein Unternehmen stehe zwar noch „ganz gut da“, so Roth. Aber es werde schwieriger, Lehrlinge zu finden. Wohl auch, weil der Fachunterricht in Freiburg stattfinde. Deshalb baut Roth auf  den eigenen Nachwuchs: Ein Sohn arbeite bereits im Betrieb. Der andere sei in Freiburg beim Münster beschäftigt und komme wohl eines Tages auch in die Firma.

Harte Arbeit

Bei einem kleinen Imbiss lobte Kauder die Arbeit des Unternehmens und tauschten sich die Besucher über wirtschaftspolitische Themen aus, bevor der Abgeordnete zu seinem nächsten Termin auf der Sommertour weiter eilte.

 

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