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Am Mon­tag und Diens­tag zeig­te Arte RE eine Repor­ta­ge mit dem Titel „Wege aus dem Stau – Stra­ßen­ver­kehr neu gedacht”. Auch das ZDF sen­de­te am Sams­tag den Film, in dem gezeigt wird, dass immer mehr Autos und Lkws auf Deutsch­lands Stra­ßen rol­len und Staus und Abga­se zu unse­rem All­tag gehö­ren.

In der Sen­dung wur­den aber auch Lösungs­an­sät­ze gezeigt, wie man etwa durch kos­ten­lo­sen Nah­ver­kehr, Bün­de­lung von Lkw-Leer­fahr­ten oder För­de­rung des Rad­fah­rens den Ver­kehr auf den Stra­ßen redu­zie­ren kann. Auch Teil­as­pek­te des betrieb­li­chen Mobi­li­täts­kon­zep­tes des Ten­nen­bron­ner Schreib­ge­rä­te­her­stel­lers Schnei­der haben die Fern­seh­leu­te beleuch­tet und den  kos­ten­lo­sen Betriebs­bus und die Fahr­rad­kam­pa­gne der Fir­ma prä­sen­tiert. Dar­über schreibt die Lei­te­rin der Pres­se- und Öffent­lich­keits­ar­beit der Fir­ma, Mar­ti­na Schnei­der:

Für Schnei­der als EMAS-zer­ti­fi­zier­tes Unter­neh­men, ist es schon seit vie­len Jah­ren ein Anlie­gen in allen Berei­chen Emis­sio­nen ein­zu­spa­ren. Ein wich­ti­ger Bereich ist die Mobi­li­tät, das heißt der Fuhr­park und die Mit­ar­bei­ter­fahr­ten. Die­se Berei­che beein­flus­sen die Pro­duk­ti­on zwar nicht direkt, erwei­sen jedoch gro­ße Poten­tia­le um Emis­sio­nen ein­zu­spa­ren. Folg­lich begann das Unter­neh­men schon vor vie­len Jah­ren die­se Berei­che zu über­den­ken. Eine effi­zi­en­te Umwelt- und sozi­al­ver­träg­li­che Mobi­li­tät anzu­re­gen und zu för­dern, das heißt eine grü­ne­re Fahr­zeug­flot­te zu schaf­fen und auch den all­täg­li­chen Berufs­ver­kehr zu ver­rin­gern, ist bei Schnei­der daher ein hoch ange­setz­tes Ziel.

Das Unter­neh­men selbst liegt mit­ten im Grü­nen: Außer­halb des Ortes und kaum fuß­läu­fig zu errei­chen. Da es in der länd­li­chen Umge­bung der Fir­ma so gut wie kei­nen öffent­li­chen Nah­ver­kehr gibt, fiel die Opti­on einer För­de­rung des Öffent­li­chen per­so­nen­nah­ver­kehras (ÖPNV) für Schnei­der lei­der aus. Um meh­re­re Mit­ar­bei­ter auf weni­ge Fahr­zeu­ge zu bün­deln ent­schied man sich daher bei Schnei­der für einen vom Unter­neh­men bezahl­ten Bus. Die­sen gibt es nun schon seit den 80er Jah­ren. Er fährt vier­mal am Tag zu den Haupt­ar­beits­zei­ten. Der 55 Sitz­plät­ze zäh­len­de Bus ist im Win­ter sehr gut belegt, erspart den Mit­ar­bei­tern das läs­ti­ge Eis­krat­zen und bie­tet eine siche­re und kos­ten­lo­se Fahrt zur Arbeit und auch wie­der zurück.

Im Som­mer bie­tet sich im pit­to­res­ken Schwarz­wald das Rad als schöns­te und nach­hal­tigs­te Alter­na­ti­ve für den Arbeits­weg an, des­halb kon­kur­rie­ren die zwei Mobi­li­täts­kon­zep­te, und der Bus fährt im Som­mer nicht so gut besetzt. 2012 star­te­te Schnei­der daher erst­ma­lig die Initia­ti­ve zur För­de­rung des Rad­ver­kehrs mit einem eige­nen E-Bike-Ver­leih für  zwölf inter­es­sier­te Mit­ar­bei­ter. Die Mit­ar­bei­ter beka­men das E-Bike kos­ten­los zur Ver­fü­gung gestellt, muss­ten sich jedoch ver­pflich­ten anstatt mit dem Auto an min­des­tens 80 Tagen im Jahr mit dem Fahr­rad zur Arbeit zu fah­ren. Was mit zwölf Rädern anfing und ledig­lich 20 wer­den soll­ten, stieß auf gro­ße Begeis­te­rung sei­tens der Mit­ar­bei­ter.

Im ers­ten Jahr waren es zwölf Räder, im Fol­ge­jahr ver­dop­pel­te sich die Zahl und 2015 besa­ßen bereits 54 Mit­ar­bei­ter des Unter­neh­mens eines der fir­men­ei­ge­nen E-Bikes. Da der Auf­wand der Instandhaltung/Versicherung etc. der Räder sehr hoch war, ent­schied man sich Ende 2015 auf ein Fahr­rad­lea­sing-Modell umzu­stei­gen. Seit 2016 kön­nen die Mit­ar­bei­ter nun ihr ganz per­sön­li­ches Rad/ E-Bike kos­ten­güns­tig über die Fir­ma lea­sen.

Durch den Umstieg auf das neue Modell hat nun jeder Mit­ar­bei­ter die Mög­lich­keit ein Fahr­rad zu lea­sen, ohne sich auf 80 Tage im Jahr zu ver­pflich­ten. Außer­dem neu: Seit dem Umstieg auf das Lea­sing Modell kön­nen die Schnei­der-Mit­ar­bei­ter nun auch Räder für Ihre Ehe­part­ner/-innen über die Fir­ma lea­sen. Nur wenn der Ehe­part­ner eben­falls ein Rad hat wer­den auch pri­vat mehr Fahr­rad­ki­lo­me­ter zurück­ge­legt und das Fahr­rad dem Auto vorgezogen.Bei regel­mä­ßi­ger Nut­zung unter­stützt Schnei­der zusätz­lich die Lea­sing­ra­te. Von den 194 geleas­ten Rädern fah­ren 98 Per­so­nen an mehr als 60 Tagen mit dem Rad zur Arbeit. Dafür wer­den sie von der Fir­ma belohnt. Schnei­der bezu­schusst die monat­li­che Lea­sing­ra­te mit 35 Euro.

Außer­dem bezahlt die Fir­ma die jähr­li­che War­tung und Ver­si­che­rung der Räder. Sie lobt auch Jahr für Jahr diver­se Wett­be­wer­be aus, zum Bei­spiel über die Anzahl der Fahr­ten zur Arbeit oder die in die­sem Kon­text zurück­ge­leg­ten Gesamt­ki­lo­me­ter. Als Haupt­preis wird die Lea­sing­ra­te der drei bes­ten Fah­rer die­ser bei­den Kate­go­ri­en sogar kom­plett von der Fir­ma über­nom­men. Die­se Wett­be­wer­be, sowie jähr­li­che gemein­sa­me Fahr­rad­aus­flü­ge, sor­gen ganz neben­bei für gute Stim­mung und Moti­va­ti­on unter den Rad­fah­rern und för­dern das Wir-Gefühl im Betrieb.

Ins­ge­samt kos­tet die Fahr­rad­kam­pa­gne die Fir­ma etwa 80.000 Euro im Jahr. Aber immer­hin – manch einer kann durch das Fahr­rad­lea­sing sogar auf einen Zweit­wa­gen ver­zich­ten. Die Zah­len sind all­ge­mein beacht­lich: In den letz­ten bei­den Jah­ren wur­den bei Schnei­der stol­ze 13.340 Fahr­ten zur Arbeit auf dem Fahr­rad zurück­ge­legt, was mit einer Stre­cke von 138.000 Kilo­me­tern ein­her­geht. Rück­bli­ckend wur­den seit Ein­füh­rung des „Job­Rads“ im Jahr 2012 somit über 400.000 Auto­ki­lo­me­ter ein­ge­spart, wodurch Schnei­der auch wei­ter­hin erfolg­reich Schritt für Schritt den Emis­si­ons­aus­stoß ver­rin­gert und einen wich­ti­gen Bei­trag zu einer nach­hal­ti­gen Zukunft lie­fert.

Neben der Fahr­rad­kam­pa­gne und dem Werks­bus stellt Schnei­der außer­dem schritt­wei­se den eige­nen Fuhr­park auf rein elek­trisch betrie­be­ne Fahr­zeu­ge und Hybrid-Fahr­zeu­ge um. Bestehen­de Ver­brenn­erfahr­zeu­ge wer­den ver­kauft. Die Mit­ar­bei­ter der Fir­ma wur­den in gro­ßem Stil zur Nut­zung von Elek­tro­fahr­zeu­gen und Hybrid­fahr­zeu­gen geschult und ermun­tert.

Für wei­ter ent­fernt lie­gen­de Rei­se­zie­le ist es für Schnei­der-Mit­ar­bei­ter, sofern dies mög­lich ist, wei­ter­hin obli­ga­to­risch mit dem Zug zu fah­ren. In die­ser Hin­sicht ist man bei Schnei­der kon­se­quent. Viel­rei­sen­de besit­zen eine Busi­ness Bahn­card, mit wel­cher man im Fern­ver­kehr mit 100 Pro­zent Öko­strom und somit kom­plett emis­si­ons­frei fährt. Fast 200.000 Kilo­me­ter legen die Mit­ar­bei­ter der Fir­ma im Jahr mit dem Öko­strom der Bahn zurück.”

Info: In den Media­the­ken ist der Bei­trag auch noch für län­ge­re Zeit zu sehen: https://www.zdf.de/gesellschaft/plan-b; https://www.arte.tv/de/videos/RC-013956/arte-re/.