Wirtschaftsförderer Manfred Jungbeck (links) und OB Thomas Herzog (rechts) gratulierten Carla und Gunther Winterer zum zehnjährigen Geschäftsjubiläum. Foto: him

SCHRAMBERG (him) – Seit zehn Jahren betreiben die Winterers das Naturo-Reformhaus an der Oberndorfer Straße. Aus diesem Anlass haben Oberbürgermeister Thomas Herzog und Wirtschaftsförderer Manfred Jungbeck Carla und Gunther Winterer in ihrem traditionsreichen Geschäft besucht.

„Für uns war Schramberg ein Glücksfall“, versichert Carla Winterer. Die beiden hatten viele Jahre in Schonach ein Reformhaus geführt. Sie waren dann nach Schramberg gekommen, um von der Familie Nagel das hiesige Reformhaus zu übernehmen. Sie hätten damals gute Kunden übernehmen können, versuchen aber auch ein jüngeres Publikum anzusprechen.

Klassisches Sortiment

Wirtschaftsförderer Jungbeck wollte wissen, ob sie das Sortiment stark verändert hätten. Reformhäuser hätten ein klassisches Angebot, so Gunther Winterer: “Dieses besteht ja schon seit 90 Jahren.“ Früher sei vegetarisch essen vielen wichtig gewesen, heute vegan. Seine Frau ergänzte, dass sie viele Produkte, die heute als große Neuheiten angepriesen würden, schon in ihrer Jugend verkauft habe. „Heute heißt‘s halt ‚Superfood‘…“

Die acht Monate Bauzeit an der Oberndorfer Straße hätten ihnen  sehr zu schaffen gemacht. Winterer schätzt, dass der Umsatz um etwa ein Viertel zurückgegangen ist. „Das Weihnachtsgeschäft ist komplett ausgefallen.“ Für die Bauarbeiter sind sie aber voll des Lobs: „Die waren richtig klasse.“

Leben in der Stadt

Damit Leben in der Stadt sei, sei wichtig, dass es viele gute Geschäfte gebe, findet Carla Winterer. OB Herzog pflichtet ihr bei. Dafür, dass das so bleibt, seien die Kunden verantwortlich. „Es funktioniert nur, wenn wir alle mitmachen.“

Im Gespräch erfuhren die Winterers noch, dass es seit einigen Jahren schon Briefmarken im Rathaus in der Bürger- und Tourist-Info gibt. „Das haben wir angefangen, als die Post den Briefmarkenautomaten beim Rathaus abgebaut hat.“ Das Angebot werde erstaunlich gut angenommen.

Carla Winterer nannte die Parkplatzsituation in der Stadt und in der Nähe ihres Geschäftes sehr gut. Beim Halten im eingeschränkten  Halteverbot direkt vor ihrem Geschäft wies Herzog auf die offizielle Regel hin, dass eigentlich nur das Be- und Entladen erlaubt sei.

Mit einer Orchidee –„lokal eingekauft“, wie Herzog betonte – gratulierte Herzog zum zehnjährigen Bestehen und dankte den Winterers für ihre Arbeit.