Ein Rundgang durch die Produktionsanlagen des 65-Mitarbeiter-Unternehmens rundete den Antrittsbesuch ab: IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez, IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos-Boyd, Thorsten Frei MdB und Landrat Sven Hinterseh (von links). Foto:pm

Weni­ge Tage nach ihrer Wahl zur neu­en IHK-Prä­si­den­tin gra­tu­lier­ten der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Thors­ten Frei und Land­rat Sven Hin­ter­seh Bir­git Haken­jos-Boyd, der geschäfts­füh­ren­den Gesell­schaf­te­rin beim Prä­zi­si­ons­werk­zeu­ge-Her­stel­ler Hakos, bei einem Unter­neh­mens­be­such in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen zur ihrer Wahl. Über den Besuch berich­tet die IHK in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Bei­de wünsch­ten eine wei­ter­hin gute Zusam­men­ar­beit, um die Regi­on wirt­schaft­lich bes­tens posi­tio­nie­ren zu kön­nen. Für Bir­git Haken­jos-Boyd sind des­halb die The­men Fach­kräf­te, Unter­neh­mens­si­che­rung und Stand­ort­för­de­rung zen­tra­le The­men ihrer Prä­si­dent­schaft. „Wir wün­schen uns eine Poli­tik, wel­che die Belan­ge der Unter­neh­men stär­ker im Fokus hat und die Wirt­schafts­kraft der Regi­on för­dert.“

In Baden-Würt­tem­berg feh­len bis 2030 über 250.000 Fach­kräf­te, allei­ne davon zwei Drit­tel im beruf­li­chen Bereich, so Bir­git Haken­jos-Boyd. „Beruf­li­che und aka­de­mi­sche Bil­dungs­we­ge müs­sen des­halb gleich­ge­stellt wer­den. 30 Pro­zent Stu­di­en­ab­bre­cher sind ein kla­rer Hand­lungs­auf­trag für mehr Berufs­ori­en­tie­rung.“ Um die­se Lage zu ent­schär­fen, müs­sen wir eine Image-Repa­ra­tur für Indus­trie, Han­dels, Dienst­leis­tungs- und Hand­werks­be­ru­fe vor­neh­men, for­der­te IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Albiez. „In der Ver­gan­gen­heit haben wir die jun­gen Leu­te zu sehr ermun­tert, zu stu­die­ren. Das müs­sen wir im Sin­ne unse­rer Zukunfts­fä­hig­keit kor­ri­gie­ren.“

Für die rund 300 Grün­der jähr­lich in der Regi­on wünscht sich die IHK-Prä­si­den­tin weni­ger büro­kra­ti­schen Zwang: „Da müs­sen wir mehr aus­mis­ten und bün­deln.“ Und nicht zuletzt müs­se der indus­trie­star­ke Stand­ort Schwarz­wald-Baar-Heu­berg in Sachen Infra­struk­tur wei­ter gestärkt wer­den. Die­se Regi­on sei über­aus leis­tungs­fä­hig und ein exzel­len­ter Stand­ort für Inno­va­ti­on und Tech­no­lo­gie.

„Wir wol­len gemein­sam arbei­ten, damit am Ende für die Regi­on etwas Gutes her­aus­kommt“, sag­te Thors­ten Frei, „Beim der­zeit herr­schen­den Fach­ar­bei­ter­man­gel kön­nen wir es uns nicht leis­ten, wie in der Ver­gan­gen­heit bei der ‚Ren­te mit 63‘ Hun­der­tau­sen­de aus dem Arbeits­markt zu ver­ab­schie­den“, mein­te der CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te. Frei sieht in der Per­son Bir­git Haken­jos-Boyd die rich­ti­ge Wahl: „Unse­re Stär­ken sind Unter­neh­men wie Ihres. Und Sie ste­hen für die Wirt­schaft, die wir hier haben.“

Land­rat Sven Hin­ter­seh beton­te die gute Zusam­men­ar­beit mit der IHK über lan­ge Jah­re vor allem im Bereich der beruf­li­chen Bil­dung. Und auch bei dem Lücken­schluss B 523 bestehe ein enger Aus­tausch. Gemein­sam wer­den sich die Betei­lig­ten beim Regie­rungs­prä­si­di­um für den Lücken­schluss ein­set­zen. „Wir müs­sen uns mehr anstren­gen als etwa die Uni­ver­si­täts­städ­te – eben beim Ver­kehr, in der Infra­struk­tur oder beim Woh­nungs­bau. Nur durch eine gute Zusam­men­ar­beit kön­nen wir nach­hal­tig vor­wärts kom­men.“