Schutzschild für sensible Daten

IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg gibt Leitfaden „Industrie 4.0 – aber sicher!“ heraus

REGION (pm) – Wer zu Hause eine WLAN-Verbindung einrichtet, sollte wissen: Sicherheit hat oberste Priorität – auch wenn sich nur wenige Geräte auf kleinem Raum „unterhalten“. Wie viel mehr Sorgfalt müssen daher Unternehmer walten lassen, die komplette Produktionsanlagen vernetzen. Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg gibt laut Pressemitteilung mit einer neuen Broschüre wertvolle Handreichungen für den Einstieg.

Das „Internet der Dinge“ hat längst den Alltag erreicht. Nicht nur Laptops, PCs und Mobiltelefone, auch Fernseher, Haushaltsgeräte, Thermostate oder Zahnbürsten sind „smart“ geworden, stimmen in den digitalen Chor ein und funken ihre Informationen ins Netz. Dass solche Daten durch Unbefugte abgegriffen werden können, ist hinlänglich bekannt. Ebenso die Sorglosigkeit der Mitmenschen im Umgang damit. „Für einige scheint es unerheblich zu sein, ob ein Fremder um das Mindesthaltbarkeitsdatum der Vollmilch im heimischen Kühlschrank weiß oder nicht“, sagt Meinrad Kempf, Technologietransfermanager bei der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg. „Wenn es aber um sensible Bereiche geht, besonders von Firmen, können die Folgen fatal sein.“

Das Schlagwort „Industrie 4.0“ umfasst die immer engere Verknüpfung von Planung, Produktion und Kommunikation innerhalb von Wertschöpfungsketten. Neu ist, dass nicht nur Mitarbeiter mobil verbunden sind, sondern auch Geräte innerhalb und außerhalb der eigenen Geschäftsräume. Die Risiken liegen auf der Hand: Immer mehr Schnittstellen entstehen – und damit auch potenzielle Schwachstellen. Die Gefahr von Sabotage, Spionage und Qualitätsproblemen zählen zu den Kehrseiten der „schönen neuen Welt“.

Wie kann sich ein Unternehmen dagegen wappnen? Die Broschüre „Industrie 4.0 – aber sicher!“ gibt einen Überblick über die wesentlichen Handlungsfelder. „Der pragmatische Grundgedanke: Die größten Risiken sind oft mit angemessenem Aufwand zu bewältigen. Einige der vorgeschlagenen Maßnahmen sollten an sich schon zum Portfolio einer funktionierenden IT-Abteilung gehören“, so Meinrad Kempf.

Beispielweise müssten Entwicklungsprozesse so abgesichert sein, dass Hacker sich nicht schon frühzeitig einschleichen können. Später dann, bei fortschreitender Vernetzung, dürften Maschinen niemals direkt im Internet stehen. Damit ist gemeint, dass sie von außen nicht ansprechbar beziehungsweise sichtbar sind. Genauso zähle der Schutz durch regelmäßige Software-Updates zum Pflichtenheft – heute wie in Zukunft, zu Hause wie im Unternehmen.

Weitere Informationen und Download der Broschüre unter https://www.schwarzwald-baar-heuberg.ihk.de/I40bzw. bei IHK-Technologietransfermanager Meinrad Kempf, Telefon: 07721 922-194 bzw. E-Mail: kempf@vs.ihk.de.

 

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