Start Wirt­schaft Schwä­che­pha­se der regio­na­len Wirt­schaft hält an

Schwächephase der regionalen Wirtschaft hält an

IHK-Wirt­schafts­la­ge­be­richt Bericht zur Wirt­schafts­la­ge im Herbst

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Die Stim­mung bei den Unter­neh­men aus der Regi­on hat sich wei­ter ver­schlech­tert. Bei der aktu­el­len Kon­junk­tur­be­fra­gung der Indus­­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg geben laut einer IHK-Pres­­se­­mit­­tei­­lung zwar noch 48 Pro­zent eine befrie­di­gen­de Geschäfts­la­ge an. Gleich­zei­tig ist der Anteil der Fir­men mit schlecht lau­fen­den Geschäf­ten von sie­ben Pro­zent im Früh­som­mer auf nun­mehr 17 Pro­zent ange­stie­gen. Nur noch ein gutes Drit­tel ver­mel­det eine gute wirt­schaft­li­che Situa­ti­on, wäh­rend es bei der letz­ten Befra­gung noch knapp die Hälf­te war.

Von der Schwä­che­pha­se beson­ders betrof­fen sind auch die Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer aus der Regi­on. „In den letz­ten Mona­ten hat sich die wirt­schaft­li­che Lage ins­be­son­de­re für die Auto­mo­bil­her­stel­ler und ihre Zulie­fe­rer wei­ter ver­schlech­tert“, so Dr. Harald Mar­quardt, Vor­sit­zen­der der Geschäfts­füh­rung der Mar­quardt Grup­pe aus Rie­t­heim-Weil­heim und IHK-Vize­­prä­­si­­dent. „Poli­ti­sche Unge­wiss­hei­ten wie der Bre­x­it oder han­dels­po­li­ti­sche Kon­flik­te wie die zwi­schen den USA und Chi­na erschwe­ren zuneh­mend das Geschäft. Gleich­zei­tig müs­sen enor­me Inves­ti­tio­nen getä­tigt wer­den, um die Mobi­li­täts­wen­de erfolg­reich zu gestal­ten. Es bedarf des­halb einer gemein­sa­men Kraft­an­stren­gung aller Akteu­re, um grö­ße­ren Scha­den abzu­wen­den, Beschäf­ti­gung in unse­rer Regi­on zu sichern und unse­re Unter­neh­men inter­na­tio­nal wett­be­werbs­fä­hig zu hal­ten.“

Die Ein­trü­bung des Kon­junk­tur­kli­mas schlägt auch auf die Erträ­ge durch. Die Erwar­tun­gen für die kom­men­den zwölf Mona­te fal­len schlech­ter aus als noch im Früh­som­mer. „Eine Wen­de zum Bes­se­ren ist kurz­fris­tig nicht in Sicht“, ist IHK-Prä­­si­­den­­tin Bir­git Haken­jos-Boyd über­zeugt. „Neben den unge­lös­ten poli­ti­schen Kon­flik­ten wie dem poten­zi­el­len „No-Deal-Bre­x­it“ und den gewach­se­nen Unsi­cher­hei­ten in zen­tra­len Regio­nen der Ölver­sor­gung, hat sich auch die Welt­kon­junk­tur abge­kühlt. Dies beein­träch­tigt die Export­aus­sich­ten unse­rer regio­na­len Wirt­schaft und auch die Nach­fra­ge nach hei­mi­schen Pro­duk­ten und Dienst­leis­tun­gen geht zurück.“ 38 Pro­zent der befrag­ten Fir­men rech­nen laut IHK-Umfra­ge mit gerin­ge­ren Aus­fuh­ren. Ein Licht­blick sei, dass Ein­zel­han­del und Tou­ris­mus vom bis dato ver­läss­li­chen Bin­nen­kon­sum pro­fi­tie­ren und wei­ter­hin auf sta­bi­le Geschäf­te bli­cken.

Ins­ge­samt rück­läu­fig ist die Inves­ti­ti­ons­be­reit­schaft der Unter­neh­men. 36 Pro­zent wer­den in der nahen Zukunft ihre Inves­ti­tio­nen zurück­fah­ren. Die unsi­che­ren Geschäfts­aus­sich­ten belas­ten auch die Per­so­nal­pla­nun­gen der Unter­neh­men, die im Ver­gleich zum Früh­som­mer noch vor­sich­ti­ger gewor­den sind. Der Anteil der Fir­men, der davon aus­geht, den Per­so­nal­stand künf­tig zu erhö­hen ist auf elf Pro­zent zurück­ge­gan­gen. Das größ­te Geschäfts­ri­si­ko bleibt aus Sicht der Betrie­be jedoch wei­ter­hin der Fach­kräf­te­man­gel. Umso wich­ti­ger wird es aus Sicht von Bir­git Haken­jos-Boyd sein, dass jetzt auf wei­te­re Belas­tun­gen der Wirt­schaft ver­zich­tet wird.


Info
Erst­ma­lig ver­an­stal­tet die IHK in die­sem Herbst ein Kon­junk­tur­ge­spräch. Refe­rent Dr. Hel­mut Becker gibt als renom­mier­ter Exper­te der Auto­mo­bil­wirt­schaft und Indus­trie­po­li­tik einen Ein­blick in die zukünf­ti­ge Ent­wick­lung des Wirt­schafts­stand­orts Deutsch­land. Die Ver­an­stal­tun­gen fin­det am 26. Novem­ber um 19 Uhr in der Alten Hof­bi­blio­thek Donau­eschin­gen statt. Alle wei­te­ren Infor­ma­tio­nen und die Anmel­de­mög­lich­keit unter www.veranstaltungen-ihk-sbh.de/konjunkturgespraeche.

 

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