Schweizer-Zentrale auf dem Sulgen. Foto: him

SCHRAMBERG (pm/him) – Die Schwei­zer Grup­pe hat das ers­te Halb­jahr 2017 mit einem
Umsatz­wachs­tum von 6,8 Pro­zent auf 61,9 Mil­lio­nen Euro (2016: 58 Mil­lio­nen Euro) abge­schlos­sen. Das berich­tet der Sul­ge­ner Lei­ter­plat­ten­her­stel­ler in einer Pres­se­mit­tei­lung. Wegen „Son­der­ef­fek­ten” und einer Steu­er­rück­stel­lung betra­ge das Peri­od­en­er­geb­nis aber minus 1,1 Mil­lio­nen Euro heißt es wei­ter.

Beson­ders her­vor­zu­he­ben sei der Anstieg des Pro­duk­ti­ons­vo­lu­mens am Stamm­sitz in Schram­berg auf 57 Mil­lio­nen Euro. Dank der Inves­ti­tio­nen des Vor­jah­res stieg der Umsatz hier um 9,2 Pro­zent. Wäh­rend der Gesamt­um­satz in fast allen Markt­re­gio­nen anstieg, erreich­te die Regi­on Asi­en mit einem Wachs­tum von 50 Pro­zent die höchs­te Wachs­tums­ra­te.

Der Auf­trags­ein­gang belief sich auf 64 Mil­lio­nen Euro, so dass der Auf­trags­be­stand sich auf 160,5 Mil­lio­nen Euro erhöh­te, wovon 63,2 Mil­lio­nen Euro noch für die Aus­lie­fe­rung in 2017 ein­ge­plant sind. Im Ver­gleich zum Vor­jahr erhöh­te sich die Auf­trags­dy­na­mik der Kun­den aus dem Indus­trie­be­reich: Der Auf­trags­be­stand die­ser Kun­den­grup­pe beträgt nun 29,3 Mil­lio­nen Euro, das ist eine Stei­ge­rung von mehr als 80 Pro­zent. Nach wie vor reprä­sen­tiert der Auto­mo­tive­be­reich jedoch die größ­te Kun­den­grup­pe.

Das Kon­zern-EBIT­DA (Ergeb­nis vor Abschrei­bun­gen, Zin­sen und Steu­ern) betrug im ers­ten Halb­jahr 3,6 Mil­lio­nen Euro (2016: 4,6 Mil­lio­nen Euro) und ent­spricht einer EBITDA Quo­te von 5,8 Pro­zent (2016: 7,9 Pro­zent). Das Kon­zern-Ergeb­nis vor Zin­sen und Steu­ern (EBIT) beträgt ‑0,4 Mil­lio­nen Euro (2016: 0,9 Mil­lio­nen Euro), was einer EBIT Mar­ge von ‑0,7 Pro­zent ent­spricht (2016: 1,5 Pro­zent).

Verlust durch Sondereffekte

Ver­sor­gungs­eng­päs­se bei ein­zel­nen Zulie­fer­ma­te­ria­li­en führ­ten im zwei­ten Quar­tal zu über­pro­por­tio­nal gro­ßen Preis­er­hö­hun­gen. Fer­ner wur­de ab April die zwei­pro­zen­ti­ge Lohn­er­hö­hung wirk­sam.

Dar­über hin­aus gab es Son­der­ef­fek­te in Höhe von 1,4 Mil­lio­nen Euro, die einen nega­ti­ven Ein­fluss auf das Ergeb­nis des zwei­ten Quar­tals hat­ten. Vor Son­der­auf­wen­dun­gen wür­de das ope­ra­ti­ve EBITDA fünf Mil­lio­nen Euro betra­gen, was einer EBITDA Quo­te von 8,1 Pro­zent ent­spricht. Das Peri­od­en­er­geb­nis wur­de zusätz­lich durch eine Steu­er­rück­stel­lung in Höhe von 0,6 Mil­lio­nen Euro belas­tet und betrug nach Steu­ern minus 1,1 Mil­lio­nen Euro (2016: 0,5 Mil­lio­nen Euro).

Eine Million für Prozesskosten

In einer adhoc-Mit­tei­lung, die die NRWZ schon ver­öf­fent­licht hat, erläu­ter­te das Unter­neh­men zu den Son­der­ef­fek­ten, man habe „vor­sorg­lich eine Rück­stel­lung von 1,0 Mio. EUR für Pro­zess­kos­ten gebil­det”. Auf Nach­fra­ge der NRWZ erläu­tert Pres­se­spre­che­rin Chris­ti­na Bla­ke: „Bei den Rück­stel­lun­gen für Pro­zess­kos­ten han­delt es sich um Rück­stel­lun­gen für Pro­zes­se im Zusam­men­hang mit einem Min­der­heits­ak­tio­när sowie im Zusam­men­hang mit dem Aus­schei­den von Dr. Maren Schwei­zer. Da es sich um lau­fen­de Ver­fah­ren han­delt, kön­nen wir zur­zeit nichts Nähe­res dazu sagen.”