Schweizer bestätigt Umsatzwachstum von 3,7 Prozent für 2018

Umsatz stieg auf 125,3 Millionen Euro / EBITDA verbesserte sich um 9,5 Prozent auf 9,2 Millionen Euro / Auftragsbestand summierte sich auf 171,2 Millionen Euro

Die Schweizer Gruppe hat das Geschäftsjahr 2018 mit einem Umsatzwachstum von 3,7 Prozent auf 125,3 Millionen Euro (2017: 120,9 Millionen Euro) abgeschlossen. Das endgültige Konzern-EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) betrug 9,2 Millionen Euro (2017: 8,4 Millionen Euro), was einer EBITDA Quote von 7,3 Prozent (2017: 7,0 Prozent) entspricht. Die schreibt Schweizer Electronic in einer Pressemitteilung.

Das Konzern-EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) betrug 1,6 Millionen Euro (2017: 0,3 Millionen Euro) und entspricht einer Quote von 1,3 Prozent (2017: 0,3 Prozent). Angesichts der umfangrei-chen Investitionen in das neue Technologiewerk in China werden Aufsichtsrat und Vorstand auf der kommenden Hauptversammlung am 28. Juni 2019 eine Aussetzung der Dividendenzahlung vorschlagen, um die daraus frei werdenden Mittel in unsere Wachstumsinvestition in China einzubringen.

Das Bruttoergebnis belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 18,6 Millionen Euro (2017: 19,0 Millionen Euro). Folglich reduzierte sich die Bruttomarge auf 14,8 Prozent. Wesentliche Gründe für den Rückgang waren der stark steigende Anteil der Handelswaren um 117 Prozent auf 24,5 Millionen Euro bei einem gleichzeitigen Rückgang der Eigenproduktion um 8 Prozent auf 100,8 Millionen Euro. Bei der Eigenproduktion belastete insbesondere eine schwächere Auslastung die Profitabilität im vierten Quartal. Die Auftragsbestände summierten sich zum Ende des Berichtsjahres auf 171,2 Millionen Euro (2017: 181,5 Millionen Euro). Von diesem Auftragsbestand stehen rund 108 Millionen Euro für die Auslieferung im Jahr 2019 an.

Schweizers Umsatz mit Kunden aus der Automobilbranche erreichte mit einem Wachstum von 4,9 Prozent auf 87,9 Millionen Euro in 2018 einen Höchstwert, der von einer hohen Dynamik im ersten Halbjahr getragen war, bevor sich ab dem Spätsommer 2018 die Stimmung im Automobilsektor merklich eintrübte. Einen wesentlichen Anteil daran hatten die Einführung des neuen Abgasprüfverfahrens WLTP im September 2018 sowie die scharfen Umsatzrückgänge bei Dieselfahrzeugen aufgrund der Konkretisierung von Dieselfahrverboten in manchen Innenstädten und der überraschende Rückgang der Verkaufszahlen im weltweit größten Automobilmarkt China. Erfreulich verlief das Geschäft mit den Kunden der Industrieelektronik. Detektion, Sensorik und Anlagensteuerungen sind typische Anwendungsgebiete dieser Kundengruppe. Der Umsatz belief sich in diesem Segment auf 30,5 Millionen Euro, was einem Anstieg von 8,2 Prozent im Vergleich zu 2017 entspricht.

Somit repräsentierten die Industriekunden 24,3 Prozent des Konzernumsatzes. Der Exportanteil stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr von 40,2 Prozent auf 44,3 Prozent, wobei Deutschland mit Abstand wichtigste Absatzregion blieb. Trotz eines leichten Rückgangs betrug der Umsatz in Deutschland 69,8 Millionen Euro (2017: 72,3 Millionen Euro), was einem Anteil von 55,7 Prozent am Konzernumsatz entspricht. Der Rückgang in Deutschland wurde durch den Anstieg in Europa um 7,2 Millionen Euro auf 35,6 Millionen Euro überkompensiert, insgesamt stieg der Umsatzanteil aus Europa inklusive Deutschland auf 84,1 Prozent. In der Region Asien war der Umsatz mit 9,4 Millionen Euro und in Amerika mit 10,1 Millionen Euro nahezu konstant.

Auch im vergangenen Jahr setzte sich der Trend hin zu technologisch anspruchsvollen Leiterplatten aus den Bereichen Leistungselektronik und Systemkostenreduktion fort. Die Umsätze aus diesem Technologiesegment stiegen um 19 Prozent, während sich die Volumen aus dem Standardbereich um knapp 18 Prozent verringerten. Der hohe Anstieg des Produktionsvolumen bei Schweizers Partnern WUS in China und Meiko inVietnam um 117 Prozent ist auf wichtige Projektanläufe im Bereich der Hochfrequenzleiterplatten bei WUS sowie der Standardleiterplatten bei Meiko zurückzuführen. Insgesamt machen die Umsätze mit den beiden Partnern 20 Prozent des Gesamtumsatzes der SCHWEIZER Gruppe aus. Das Eigenkapital erhöhte sich zum Bilanzstichtag leicht auf Euro 63,0 Millionen (31. Dezember 2017: 62,3 Millionen Euro). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 46,6 Prozent (31. Dezember 2017: 54,9 Prozent). Der Nettoverschuldungsgrad betrug -7,2 Prozent (2017: -6,5 Prozent).

Ausblick für 2019

Aufgrund der signifikanten gesamtwirtschaftlichen, branchenspezifischen und politischen Unsicherheiten rechne Schweizer mit einer Umsatzentwicklung, die sich in einer Spanne von -5 bis +5 Prozent im Vergleich zu 2018 bewegt. Das entspricht einer Umsatzspanne von rund 120 bis 130 Millionen Euro. Während wir Umsatzsteigerungen durch Produktanläufe für Automobilkunden bei unseren strategischen Partnern Meiko in Vietnam und WUS in China erwarten, gehen wir von einer schwächeren Entwicklung für Produkte aus Schramberg aus, die alle Kundengruppen betreffen kann. Aus dem neuen Werk in Jintan, China werden im Jahr 2019 noch keine Umsatzbeiträge erwartet, der Produktionsbeginn ist für Anfang 2020 vorgesehen. Die zu erwartenden Anlaufverluste durch Aufbau und Inbetriebnahme des neuen chinesischen Produktionswerks werden das Ergebnis in 2019 belasten. Daher gehen wir von einer EBITDA Quote von vier bis sechs Prozent im Jahr 2019 aus, was einem EBITDA von zwischen fünf und sieben Millionen Euro entspricht. Ohne den negativen Ergebnisbeitrag aus dem Ramp-Up des Werkes in China liegt die Erwartung für die EBITDA Quote bei zwischen sieben und neun Prozent.

Der vollständige Jahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr 2018 steht unter
http://www.schweizer.ag/de/investorrelations/finanzberichte.html zur Verfügung.

 

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