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Mittwoch, 23. September 2020

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Schweizer Electronic AG: Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 

Auftragseingang etwas über dem Vorjahresquartal / Umsatz belief sich im ersten Quartal auf 27,4 Millionen Euro / Sondereffekte und schwache Auslastung belasten Profitabilität

„Die Coronavirus-Pandemie, deutlich eingetrübte Prognosen der weltweiten Automobilmärkte und Produktionsstopps bei den führenden Automobilherstellern wirkten sich in den ersten drei Monaten 2020 erwartungsgemäß auch auf die Leiterplatten-Absätze von Schweizer aus“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Der Auftragsbestand summierte sich zum Ende des ersten Quartals 2020 auf 121 Millionen Euro (31.12.2019: 126,7 Millionen Euro). Trotz Stornierungen oder Verschiebungen von Bestellungen von Kunden aus dem Automobilesektor habe der kumulierte Auftragseingang bei 22,3 Millionen Euro und somit leicht über dem ersten Quartal 2019 (22,1 Millionen Euro) gelegen.

Die Schweizer Gruppe erzielte im ersten Quartal 2020 einen Umsatz von 27,4 Millionen Euro (Q1 2019: 29,1 Millionen Euro), was einem Umsatzrückgang von 5,8 Prozent entspreche.  Trotz eines Umsatzrückgangs in Höhe von 8,5 Prozent zum Vorjahresquartal blieb die Kundengruppe Automotive mit einem Umsatzanteil in Höhe von etwa 70 Prozent (Q1 2019: 72 Prozent) die wichtigste Kundengruppe; gefolgt von Industriekunden mit stabil 22 Prozent und sonstigen Kunden mit 8 Prozent (Q1 2019: etwa sechs 6 Prozent).

Verluste wegen Investitionen

Im ersten Quartal 2020sei ein Bruttoergebnis von plus 2,0 Millionen Euro (Q1 2019: +3,3 Millionen Euro), beziehungsweise eine Bruttomarge von 7,3 Prozent (Q1 2019: 11,3 Prozent) erreicht worden, schreibt der Sulgener Leiterplatttenhersteller. „Im Vergleich zum Vorjahr sind erstmalig die Kosten der Produktion des neu errichteten Produktionswerks in China in den Umsatzkosten enthalten. Diesen Kosten stehen aber, entsprechend des geplanten Hochlaufs der Vertriebsaktivtäten, noch keine nennenswerten Umsätze gegenüber.“

Ferner seien im ersten Quartal 2020 Vorlaufkosten für den Aufbau von Vorräten zur Sicherung der Lieferfähigkeit aufgrund der im April 2020 beginnenden Kurzarbeit enthalten. Um den Einfluss aus rückläufigem Geschäftsvolumen und dem sinkenden Margenertrag entgegenzuwirken, seien bereits im letzten Geschäftsjahr zahlreiche Einsparmaßnahmen begonnen und umgesetzt worden.

Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) betrug minus 1,6 Millionen Euro (Q1 2019: -0,1 Millionen Euro), was einer EBITDA Quote von -5,7 Prozent (Q1 2019: -0,4 Prozent) entspricht. Das Quartalsergebnis sei mit Kosten in Höhe von insgesamt -1,1 Millionen Euro für Sonderaufwendungen aus Restrukturierung und aus einem Forderungsausfall belastet worden.

Prognose / Ausblick

Das Management hält laut Pressemitteilung an der am 21. April 2020 veröffentlichten Prognose für das aktuelle Geschäftsjahr und der Abbildung in zwei Szenarien fest. „Hierin wird die Jahresumsatzprognose im eher optimistischen Szenario bei zwischen minus 10 und 15 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019 gesehen, beim eher pessimistischen Szenario bei zwischen minus 20 und 25 Prozent“.

Obwohl der Umsatz im ersten Quartal mit minus 5,8 Prozent besser als die Jahreserwartungen war, werde ein äußerst schwaches zweites Quartal erwartet. Die Umsatzentwicklung des ersten Halbjahrs 2020 erwarten wir eher am unteren Ende der Prognoseszenarien. „Ob und wie stark eine Erholung der Umsätze im zweiten Halbjahr einsetzen wird, ist mit großen Unsicherheiten verbunden“ heißt es weiter.

Das EBITDA wird im eher optimistischen Szenario bei zwischen minus 2 und 6 Prozent und im eher pessimistischen Szenario bei minus 4 bis 8 Prozent erwartet. Die EBITDA Quote im ersten Quartal war durch Sondereffekte belastet, die in den Folgequartalen nicht mehr erwarten werden. Positiv auf die Kostensituation wird sich die verstärkte Inanspruchnahme der Kurzarbeit auswirken, die jedoch den drastischen Umsatzrückgang nicht vollständig kompensieren können wird.

Der Liquiditätsbestand war zum Ende des ersten Quartals sehr solide. Aufgrund der Umsatzrückgänge und damit einhergehenden geringeren Forderungsbestände wird jedoch mit einem spürbaren Rückgang der Liquidität in den nächsten Monaten gerechnet. Das Management hat eine Reihe von Maßnahmen initiiert und teilweise bereits erfolgreich umgesetzt, die dazu beitragen sollen, die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens mit entsprechendem Spielraum jederzeit aufrecht zu erhalten.

In einer Videokonferenz haben die Vorstände Nicolas Fabian Schweizer und Marc Bunz Interessierten Rede und Antwort gestanden.  Wir berichten hier darüber.

 

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