Die Schwei­zer Grup­pe hat die ers­ten neun Mona­te des Geschäfts­jah­res 2018 mit einem Umsatz­wachs­tum von 5,3 Pro­zent auf 96,7 Mil­lio­nen Euro (2017:91,8 Mil­lio­nen Euro) abge­schlos­sen. Daas teilt das Unter­neh­men am 9. Novem­ber mit.

Wei­ter berich­tet der Lei­ter­plat­ten­her­stel­ler Schwei­zer: Das EBITDA (Ergeb­nis vor Zin­sen, Steu­ern und Abschrei­bun­gen) stieg in die­sem Zeit­raum um 55 Pro­zent auf 9,3 Mil­lio­nen Euro (2017: 6,0 Mil­lio­nen Euro) und ent­spricht einer EBITDA Quo­te von 9,7 Pro­zent.

Mit einem Umsatz­wachs­tum um 9,7 Pro­zent auf 32,8 Mil­lio­nen Euro (2017: 29,9 Mil­lio­nen Euro) war das drit­te Quar­tal das umsatz­stärk­te Quar­tal, wobei die Stei­ge­rung durch die Nach­fra­ge von Auto­mo­bil­kun­den ins­be­son­de­re für Lösun­gen in der Leis­tungs­elek­tro­nik getra­gen wur­de. Damit ist es Schwei­zer gelun­gen, durch die kla­re Posi­tio­nie­rung auf die The­men CO2-Reduk­ti­on und Sen­so­rik von dem all­ge­mei­nen Nega­tiv­trend in der Auto­mo­bil­in­dus­trie abzu­kop­peln. Folg­lich stieg der Umsatz mit Auto­mo­bil­kun­den im drit­ten Quar­tal um 15,2 Pro­zent auf 23,5 Mil­lio­nen Euro, das ent­spricht einem Anteil von fast 72 Pro­zent am Gesamt­um­satz.

Die ande­ren Kun­den­grup­pen aus den Berei­chen Indus­trie­elek­tro­nik, Con­su­mer Elec­tro­nics und Com­mu­ni­ca­ti­ons waren kaum ver­än­dert und mach­ten im Berichts­quar­tal 28,4 Pro­zent der Umsät­ze aus. Der Umsatz­zu­wachs von 2,9 Mil­lio­nen Euro wur­de aus­schließ­lich in Euro­pa erzielt, ins­ge­samt rea­li­sier­te Schwei­zer 86 Pro­zent des Umsat­zes in Euro­pa, 8,2 Pro­zent in Asi­en und 5,8 Pro­zent in USA sowie den übri­gen Län­dern. In Vor­be­rei­tung auf den neu­en Pro­duk­ti­ons­stand­ort in Chi­na lau­fen inten­si­ve Maß­nah­men zur Erschlie­ßung des asia­ti­schen Mark­tes.

Die Umsät­ze über die stra­te­gi­schen Part­ner WUS Kunshan und Mei­ko Elec­tro­nics haben sich im drit­ten Quar­tal mehr als ver­dop­pelt und reprä­sen­tie­ren fast ein Vier­tel des Kon­zern­um­sat­zes. Dadurch redu­zier­te sich die Brut­to­mar­ge gegen­über dem Vor­jah­res­quar­tal um  eine Mil­lio­nen Euro auf 4,6 Mil­lio­nen Euro und ent­spricht jetzt 14,1 Pro­zent (2017: 18,8 Pro­zent). Ins­ge­samt wur­den jedoch die Ergeb­nis­zie­le erreicht und die Vor­jah­res­er­geb­nis­se über­trof­fen. Das EBITDA belief sich auf 2,7 Mil­lio­nen Euro (2017: 2,4 Mil­lio­nen Euro), was einer EBITDA Quo­te von 8,2 Pro­zent ent­spricht.

Das Betriebs­er­geb­nis (EBIT: Ergeb­nis vor Zin­sen und Steu­ern) hat sich im Quar­tals­ver­gleich zu 2017 auf 0,8 Mil­lio­nen Euro ver­dop­pelt. In den ers­ten drei Quar­ta­len 2018 belief sich das EBIT auf 3,6 Mil­lio­nen Euro (2017: 0,0 Mil­lio­nen Euro), wobei hier zu berück­sich­ti­gen ist, dass im Jahr 2017 nega­ti­ve Son­der­ef­fek­te in Höhe von 2,5 Mil­lio­nen Euro das Betriebs­er­geb­niss belas­te­ten.

Zum Ende des drit­ten Quar­tals betrug der Auf­trags­be­stand 169,1 Mil­lio­nen Euro (2017: 172 Mil­lio­nen Euro). Hier zeigt sich durch die der­zei­ti­ge Unsi­cher­heit in der Auto­mo­bil­bran­che eine Abküh­lung bei Neu­auf­trä­gen in den Mona­ten August und Sep­tem­ber.

Die Bau­ar­bei­ten zur Errich­tung der neu­en Pro­duk­ti­ons­stät­te in Chi­na haben im August die­ses Jah­res ter­min­ge­recht begon­nen. Die Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tät in Jin­tan wird im Rah­men von drei Inves­ti­ti­ti­ons­pha­sen, die jeweils der heu­ti­gen Kapa­zi­tät des Werks in Schram­berg ent­spre­chen, auf­ge­baut. Der Pro­duk­ti­ons­start ist für Anfang 2020 geplant.

Ausblick

Rück­läu­fi­ge Ver­kaufs­zah­len im Auto­mo­bil­markt, die unter ande­rem durch Kapa­zi­täts­eng­päs­se bei den Abgas­prüf­ver­fah­ren, durch bestehen­de und poten­zi­el­le Han­dels­kon­flik­te zwi­schen den füh­ren­den Wirt­schafts­re­gio­nen sowie die Unsi­cher­hei­ten bezüg­lich dro­hen­der Die­sel-Fahr­ver­bo­te ver­ur­sacht wer­den, belas­ten der­zeit ins­be­son­de­re in der deut­schen Auto­mo­bil­in­dus­trie das Stim­mungs­bild.

Neben der Abküh­lung bei den Neu­auf­trä­gen sehen wir auch einen Trend der Kun­den zur Ver­schie­bung von Lie­fer­plä­nen vom vier­ten Quar­tal 2018 ins Jahr 2019. Auf Basis der aktu­el­len Erwar­tun­gen über die Geschäfts­ent­wick­lung im vier­ten Quar­tal redu­zier­te der Vor­stand der Schwei­zer Elec­tro­nic AG die Umsatz­er­war­tung für das Geschäfts­jahr 2018 auf rund 124 Mil­lio­nen Euro, was einem Wachs­tum von zwei bis drei Pro­zent ent­spricht (bis­he­ri­ge Pro­gno­se plus sechs bis acht Pro­zent).