SCHRAMBERG  – Die Schwei­zer Grup­pe erziel­te im ers­ten Quar­tal 2019 einen Umsatz von 29,1 Mil­lio­nen Euro (2018: 31,8 Mil­lio­nen Euro), was einem Umsatz­rück­gang von 8,5 Pro­zent ent­spricht. Das berich­tet der Sul­ge­ner Lei­ter­plat­ten­her­stel­ler in einer Pres­se­mit­tei­lung.

Der Rück­gang der Nach­fra­ge nach Pro­duk­ten aus Schram­berg in Kom­bi­na­ti­on mit einer Erhö­hung der Umsät­ze über unse­re Part­ner in Asi­en hat­te eine spür­bar nega­ti­ve Aus­wir­kung auf die ope­ra­ti­ven Ergeb­nis­mar­gen“, heißt es da. Durch die­se Effek­te in Ver­bin­dung mit dem Umsatz­rück­gang redu­zier­te sich die Brut­to­mar­ge auf 3,3 Mil­lio­nen Euro (2018: 5,4 Mil­lio­nen Euro), dies ent­spricht einer Quo­te von 11,3 Pro­zent.

Das Kon­zern-EBIT­DA (Ergeb­nis vor Zin­sen, Steu­ern und Abschrei­bun­gen) sank auf -0,1 Mil­lio­nen Euro (2018: 3,5 Mil­lio­nen Euro) und ent­spricht einer EBITDA Quo­te von -0,4 Pro­zent (2018: 10,9 Pro­zent). Das EBIT (Ergeb­nis vor Zin­sen und Steu­ern) sank auf -1,7 Mil­lio­nen Euro (2018: 1,6 Mil­lio­nen Euro), was einer EBIT-Quo­te von -5,9 Pro­zent (2018: 4,9 Pro­zent) ent­spricht.

Kos­ten­er­hö­hun­gen, die ins­be­son­de­re aus Anlauf­ver­lus­ten in dem neu­en Pro­duk­ti­ons­werk in Chi­na sowie aus Wech­sel­kurs­ver­lus­ten der Betei­li­gung an der Schwei­zer Elec­tro­nic (Jiangsu) Co., Ltd., Chi­na, resul­tier­ten, tru­gen zu die­ser nega­ti­ven Ent­wick­lung bei. Der Umsatz­rück­gang im ers­ten Quar­tal ver­teil­te sich auf alle Kun­den­grup­pen, die Kun­den­struk­tur blieb damit recht kon­stant.

Auto­mo­bil­kun­den reprä­sen­tier­ten 72 Pro­zent des Umsat­zes (2018: 70 Pro­zent), Indus­trie­kun­den waren mit 22 Pro­zent und die sons­ti­gen Kun­den mit 6 Pro­zent nahe­zu sta­bil. Trotz des Umsatz­rück­gangs blie­ben die Auf­trags­be­stän­de im Vor­jah­res­ver­gleich kon­stant.

Per Ende März betru­gen die offe­nen Auf­trä­ge 164,2 Mil­lio­nen Euro (2018: 165,4 Mil­lio­nen Euro). Dabei ent­wi­ckel­ten sich die Auf­trags­be­stän­de für die Auto­mo­bil­kun­den erfreu­lich posi­tiv. Die­se betru­gen 147,5 Mil­lio­nen Euro, ein Plus von 8,6 Pro­zent im Ver­gleich zum ers­ten Quar­tal 2018.

Hin­ge­gen waren die offe­nen Auf­trä­ge an Indus­trie­kun­den und den sons­ti­gen Kun­den deut­lich rück­läu­fig. Vom Auf­trags­be­stand Ende März ste­hen rund 84 Mil­lio­nen Euro noch zur Aus­lie­fe­rung im Jahr 2019 an. Um den Ent­wick­lun­gen zu begeg­nen, hat der Vor­stand bereits zu Beginn des Jah­res ein Pro­gramm zur Kos­ten­op­ti­mie­rung ein­ge­lei­tet.

Schwei­zer setz­te im Berichts­zeit­raum 24,3 Mil­lio­nen Euro in Euro­pa, 3,2 Mil­lio­nen Euro in Asi­en und 1,6 Mil­lio­nen Euro in Ame­ri­ka und dem Rest der Welt um. Wäh­rend die Umsät­ze in Euro­pa und Ame­ri­ka spür­bar zurück­gin­gen, stieg der Umsatz in Asi­en um 23 Pro­zent. Eine wesent­li­che Ver­schie­bung ergab sich in der Struk­tur der Umsät­ze auch bezüg­lich des Pro­duk­ti­ons­stand­orts.

Die Umsät­ze, die wir über unse­re stra­te­gi­schen Part­ner WUS Chi­na und Mei­ko Viet­nam und Chi­na rea­li­sier­ten, belie­fen sich auf 8,3 Mil­lio­nen Euro. Dies war mehr als eine Ver­dop­pe­lung gegen­über dem Vor­jahr. Hier zei­gen sich die Erfol­ge von Pro­duk­ti­ons­hoch­läu­fen für Auto­mo­bil­kun­den im Hoch­fre­quenz- und Stan­dard­be­reich.

Das neue High­tech-Pro­duk­ti­ons­werk in Jin­tan / Chi­na befin­det sich der­zeit im Auf­bau und hat noch nicht zum Kon­zern­um­satz bei­getra­gen. Start der Pro­duk­ti­on und der Umsatz­ge­ne­rie­rung ist für das ers­te Quar­tal 2020 vor­ge­se­hen. Die Bau­ar­bei­ten lau­fen weit­ge­hend plan­mä­ßig, sodass aus der­zei­ti­ger Sicht die­ses Ziel erreicht wer­den kann. Die asia­ti­schen und euro­päi­schen Ver­triebs­teams sind bereits aktiv an der Kun­den­ak­qui­si­ti­on, um einen rei­bungs­lo­sen Pro­duk­ti­ons­start Anfang 2020 zu gewähr­leis­ten.

Die Bilanz­kenn­zif­fern und der ope­ra­ti­ve Cash­flow blei­ben auf soli­dem Niveau. Durch den Quar­tals­ver­lust redu­zier­te sich das Eigen­ka­pi­tal auf 61,7 Mil­lio­nen Euro (31.12.2018: 63,0 Mil­lio­nen Euro), die Eigen­ka­pi­tal­quo­te betrug 44,6 Pro­zent (31.12.2018: 46,6 Pro­zent). Der ope­ra­ti­ve Cash­flow belief sich im ers­ten Quar­tal auf -0,8 Mil­lio­nen Euro. Der Net­to­ver­schul­dungs­grad bleibt wei­ter­hin nega­tiv bei -3,2 Pro­zent.

Durchbruch bei der Embedding Technologie und Prognose für 2019

Eines von unse­ren zen­tra­len Zukunfts­pro­duk­ten ist die Embed­ding Tech­no­lo­gie“ schreibt das Unter­neh­men wei­ter. Durch das Ein­bet­ten von Leis­tungs­halb­lei­tern in die Lei­ter­plat­te wer­den dem Kun­den signi­fi­kan­te Vor­tei­le im Bereich von 48-Volt Bord­net­zen zur Reduk­ti­on von CO2- Aus­sto­ßes ermög­licht. In Zusam­men­ar­beit mit Infi­ne­on konn­te Schwei­zer ein enorm wich­ti­ges Leit­pro­jekt mit dem Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer Con­ti­nen­tal gewin­nen. Der Start der Mas­sen­pro­duk­ti­on ist für das Jahr 2021 geplant und erfolgt sowohl im Werk in Schram­berg als auch im neu­en chi­ne­si­schen Werk von Schwei­zer.

Wir erwar­ten auf Basis der der­zei­ti­gen gesamt­wirt­schaft­li­chen Pro­gno­sen ein schwa­ches ers­tes Halb­jahr und eine leich­te Erho­lung im zwei­ten Halb­jahr. Durch inter­ne Opti­mie­rungs­maß­nah­men ver­fol­gen wir wei­ter­hin das Ziel, trotz der der­zei­tig gerin­ge­ren Aus­las­tung den ange­streb­ten Umsatz von 125 Mil­lio­nen Euro mit einer Vari­anz von -/+ 5 Pro­zent bei einer EBIT­DA-Mar­ge von 4 bis 6 Pro­zent im aktu­el­len Geschäfts­jahr zu errei­chen.