Schweizer” meldet weiter positive operative Geschäftsentwicklung

Umsatzwachstum um 5,4 Prozent in den ersten neun Monaten / Zwei Klagen belasten das Ergebnis

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Schweizer Electronic auf dem Sulgen. Foto: him

SCHRAMBERG (pm/him) – Die „Schweizer”-Gruppe hat die ers­ten neun Mona­te des Geschäfts­jah­res 2017 mit einem Umsatz­wachs­tum von 5,4 Pro­zent auf 91,8 Mil­lio­nen Euro (2016: 87,1 Mil­lio­nen Euro) abge­schlos­sen, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung des Unter­neh­mens.

Dabei stieg das Pro­duk­ti­ons­vo­lu­men des Lei­ter­plat­ten­her­stel­lers am Stamm­sitz in Schram­berg erneut über­pro­por­tio­nal. Die posi­ti­ve ope­ra­ti­ve Ent­wick­lung des ers­ten Halb­jah­res 2017 setz­te sich damit auch im drit­ten Quar­tal fort.

Der Quar­tals­um­satz belief sich auf 29,9 Mil­lio­nen Euro (2016: 29,1 Mil­lio­nen Euro), wobei sich der Umsatz­an­teil der Auto­mo­bil­kun­den auf 68,2 Pro­zent (2016: 76,6 Pro­zent) redu­zier­te, wäh­rend der Anteil der Indus­trie­elek­tro­nik­kun­den auf 24,4 Pro­zent anstieg (2016: 16,5 Pro­zent). Der Auf­trags­ein­gang wuchs im drit­ten Quar­tal 2017 um 33,5 Pro­zent auf 41,4 Mil­lio­nen Euro (2016: 31,0 Mil­lio­nen Euro). Dabei stieg die Nach­fra­ge von Kun­den der Indus­trie­elek­tro­nik beson­ders und ver­dop­pel­te sich auf 10,4 Mil­lio­nen Euro.

Auch „Schwei­zers” größ­te Kun­den­grup­pe, die Auto­mo­bil­in­dus­trie – leg­te deut­lich zu, hier erhöh­te sich der Auf­trags­ein­gang um 13 Pro­zent auf 28,6 Mil­lio­nen Euro.

Ergebnis rückläufig

Das Kon­zern-EBIT­DA (Ergeb­nis vor Zin­sen, Steu­ern und Abschrei­bun­gen) redu­zier­te sich im drit­ten Quar­tal 2017 auf 2,4 Mil­lio­nen Euro (2016: 2,9 Mil­lio­nen Euro) und ent­spricht einer EBITDA Quo­te von 8,1 Pro­zent (2016: 10,0 Pro­zent). Dies ist haupt­säch­lich auf höhe­re sons­ti­ge betrieb­li­che Auf­wen­dun­gen von ins­ge­samt 1,8 Mil­lio­nen Euro (2016: 0,1 Mil­lio­nen Euro) zurück­zu­füh­ren, ins­be­son­de­re auf die Zufüh­rung zu Rück­stel­lun­gen in Höhe von 1,5 Mil­lio­nen Euro zur Risi­ko­vor­sor­ge, die im Zusam­men­hang mit den bei­den anhän­gi­gen Kla­gen gegen „Schwei­zer” steht.

Zwei unter Umständen teure Prozesse stehen noch aus

Bei den Rück­stel­lun­gen für Pro­zess­kos­ten hand­le es sich „um Rück­stel­lun­gen für Pro­zes­se im Zusam­men­hang mit einem Min­der­heits­ak­tio­när sowie im Zusam­men­hang mit dem Aus­schei­den von Dr. Maren Schwei­zer”, erklär­te im August Chris­ti­na Bla­ke, die Spre­che­rin von Schwei­zer, auf Nach­fra­ge der NRWZ. Im Geschäfts­be­richt 2016 heißt es dazu, nach dem Bilanz­stich­tag sei eine Kla­ge gegen eine der aus­län­di­schen Toch­ter­ge­sell­schaf­ten ein­ge­reicht wor­den. Fer­ner bestehe „das Risi­ko eines Rechts­streits im Zusam­men­hang mit der beschrie­be­nen per­so­nel­len Ver­än­de­rung vom 1. Febru­ar 2017”. Damit ist die Ent­las­sung der dama­li­gen Vor­stands­vor­sit­zen­den gemeint.

Klagt gegen ihren frü­he­ren Arbeit­ge­ber: Dr. Maren Schwei­zer. Foto: pm

Der Erfolg einer oder bei­der Kla­gen wür­de einen wesent­li­chen Ein­fluss auf die Vermögens‑, Finanz- und Ver­mö­gens­la­ge der betref­fen­den Gesell­schaft haben”, heißt es wei­ter im Geschäfts­be­richt. Es bestün­den aber nach Ansicht des Vor­stands „nur gerin­ge Erfolgs­aus­sich­ten auf einen Erfolg der Kla­gen”.

Optimistischer Ausblick

In der Pres­se­mit­tei­lung heißt es wei­ter, wür­den alle Son­der­ef­fek­te her­aus­ge­rech­net, ergä­be sich ein EBITDA vor Son­der­ef­fek­ten von 4,1 Mil­lio­nen Euro, was einer EBITDA Mar­ge von 13,8 Pro­zent (2016: zehn Pro­zent) ent­spre­che. Das Kon­zern-Ergeb­nis vor Zin­sen und Steu­ern (EBIT) beträgt 0,4 Mil­lio­nen Euro nach Son­der­ef­fek­ten bezie­hungs­wei­se 2,1 Mil­lio­nen Euro vor Son­der­ef­fek­ten (2016: 0,9 Mil­lio­nen Euro) und ent­spricht einer EBIT Mar­ge von 1,5 Pro­zent (2016: 3,2 Pro­zent) für das drit­te Quar­tal.

Die Dyna­mik der Dis­kus­si­on über alter­na­ti­ve Antriebs­tech­no­lo­gi­en, ins­be­son­de­re der E‑Mobilität hat in den letz­ten Mona­ten erneut zuge­nom­men. Dies ist eine posi­ti­ve Ent­wick­lung für uns, da die Fokus­sie­rung auf E‑Mobilität und auto­no­mes Fah­ren stei­gen­des Inter­es­se der Kun­den nach unse­ren Leis­tungs­elek­tro­nik­lei­ter­plat­ten weckt. Auf Basis der Ergeb­nis- und Bilanz­kenn­zah­len des drit­ten Quar­tals, auch unter Berück­sich­ti­gung der Son­der­ef­fek­te, bestä­ti­gen wir unse­re Pro­gno­se und erwar­ten für das gesam­te Geschäfts­jahr 2017 eine EBITDA Quo­te von sie­ben bis acht Pro­zent, wobei wir damit rech­nen, dass das unte­re Ende der Vor­her­sa­ge­s­pan­ne erreicht wird“, so Marc Bunz, Chief Finan­ci­al Offi­cer der Schwei­zer Elec­tro­nic AG abschlie­ßend.

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