Fotos: TechnologyMountains/Patrick Seeger

Pro­duk­te und Anwen­dun­gen wer­den klei­ner, schlau­er, kom­mu­ni­ka­ti­ver – im pri­va­ten wie im indus­tri­el­len Umfeld. Dass bei­de Berei­che immer mehr zusam­men­wach­sen, war eine Erkennt­nis des 10. Inno­va­ti­on Forum für Smar­te Tech­no­lo­gi­en und Sys­te­me in Donau­eschin­gen. Dar­über berich­ten die  Ver­an­stal­ter Tech­no­lo­gy­Moun­tains , Indus­trie- und Han­dels­kam­mer Schwarz­wald-Baar-Heu­berg und Hahn-Schickard-Gesell­schaft für ange­wand­te For­schung in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Sie konn­ten in den Donau­hal­len rund 200 Besu­cher aus dem In- und Aus­land begrü­ßen, die sich bei mehr als 20 Fach­vor­trä­gen, bei der forums­be­glei­ten­den Aus­stel­lung und in per­sön­li­chen Gesprä­chen mit der digi­ta­len Welt von mor­gen aus­ein­an­der­setz­ten.

Beim Eröff­nungs­talk gefragt, wohin die­se Ent­wick­lung sich genau bewe­ge, gab Pro­fes­sor Alfons Dehé, Insti­tuts­lei­ter bei Hahn-Schickard in Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen, eine ehr­lich offe­ne Ant­wort: „Ich wäre froh, wenn ich das sagen könn­te.“ Erkennt­nis­se und Ent­wick­lun­gen lösen sich in atem­be­rau­ben­dem Tem­po ab, sodass das „Wohin“ eine vage Vor­stel­lung bleibt.

Anders hin­ge­gen das „Wie“. Das „Inter­net der Din­ge“ hat sich als Weg­be­rei­ter her­aus­kris­tal­li­siert. Zwar hake es hier und da noch, sag­te Alfons Dehé, aber es gebe genug Ide­en, Pro­duk­te dank „ein­ge­bau­ter Intel­li­genz“ noch schlau­er zu machen. Inno­va­tio­nen sei­en jedoch kein Selbst­zweck, ergänz­te Tech­no­lo­gy­Moun­tains-Vor­stands­vor­sit­zen­der Dr. Harald Stall­forth. Letzt­lich gehe es um die Umset­zung auf dem Markt. Um neue Geschäfts­fel­der.

Was die­se Wert­schöp­fungs­po­ten­zia­le angeht, kann die pro­du­zie­ren­de Indus­trie eini­ges aus den Gewohn­hei­ten pri­va­ter Ver­brau­cher ler­nen: Dr. Rolf Birk­ho­fer von der Endress+Hauser Pro­cess Solu­ti­ons AG sprach in einem der Eröff­nungs­vor­trä­ge über „Con­su­me­ri­za­ti­on“. Anders for­mu­liert: von Kun­den ler­nen.

Für jeden Smart­pho­ne-Nut­zer sei es heut­zu­ta­ge selbst­ver­ständ­lich, Anwen­dun­gen mobil star­ten zu kön­nen, Infor­ma­tio­nen in Echt­zeit abzu­ru­fen und ein optisch anspre­chen­des Gerät in Hän­den zu hal­ten. Bedeu­tet: Was frü­her ein ana­lo­ger, schlicht gestal­te­ter Durch­fluss­mes­ser war, ist heu­te per App ansteu­er­bar, mit Design-Aus­zeich­nun­gen prä­miert und so gestal­tet, dass sich das Dis­play je nach Ein­bau­la­ge dreht. Also ganz im Sin­ne der Genera­ti­on Y, so Rolf Birk­ho­fer, die mit die­ser Tech­no­lo­gie groß gewor­den sei. Und die Genera­ti­on Z ste­he schon in den Start­lö­chern: „Was die­se ein­mal von der Indus­trie ver­lan­gen wird, kann ich mir noch gar nicht vor­stel­len.“

Viel­leicht wer­den es die bieg­sa­men, nahe­zu trans­pa­ren­ten Foli­en sein, auf die sich bereits Tas­ta­tu­ren, Heiz­ele­men­te und Leuch­ten dru­cken las­sen. Oder Mikro­sys­te­me, die, wie eine Tablet­te ein­ge­nom­men, Vital­da­ten aus dem mensch­li­chen Kör­per fun­ken wer­den. Klar wur­de jeden­falls: Sen­so­ren agie­ren immer mehr als selbst­stän­di­ge und mit­tei­lungs­freu­di­ge Indi­vi­du­en. Nicht sel­ten reden sie noch anein­an­der vor­bei.

Bei der Maschi­nen­kom­mu­ni­ka­ti­on herr­sche der­zeit ein baby­lo­ni­sches Spra­chen­ge­wirr, mach­te Pro­fes­sor Axel Siko­ra von Hahn-Schickard deut­lich. Daher bestehe eine wesent­li­che Auf­ga­be dar­in, ein­heit­li­che Pro­to­kol­le bezie­hungs­wei­se pas­sen­de Über­set­zer zu fin­den, um die Daten rich­tig ver­ste­hen und inter­pre­tie­ren zu kön­nen. Über­tra­gen auf die Gesell­schaft und Indus­trie und Gän­ze: Das Inno­va­ti­on Forum nahm für die Teil­neh­mer eben die­se Rol­le eines „Über­set­zers“ ein, Trends zu erken­nen, die zugrun­de­lie­gen­den Tech­no­lo­gi­en zu ver­ste­hen und für sich zu nut­zen. Auch wenn letzt­lich noch unklar ist, wohin die Rei­se genau gehen wird.

 

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