Start der Kampagne „Einigkeit.Recht.Freiheit.”

Die Schwarzwald AG für Demokratie und Marktwirtschaft in Europa

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Die Unterstützer der Kampagne. Foto: pm

Der regio­na­le Wirt­schafts­ver­band wvib, 20 Unter­neh­mer und wei­te­re Unter­stüt­zer haben am Diens­tag den Start­schuss für die Kam­pa­gne „Einigkeit.Recht.Freiheit.“ gege­ben. In einem Jahr ent­schei­den­der poli­ti­scher Wei­chen­stel­lun­gen rufen die Initia­to­ren dazu auf, sich für Demo­kra­tie, Rechts­staat und sozia­le Markt­wirt­schaft ein­zu­set­zen, heißt es in einer Pres­se­mit­tei­lung des wivb.

Welt­weit und auch in Deutsch­land sei­en in den ver­gan­ge­nen Mona­ten Kräf­te ent­stan­den, die die gesell­schaft­li­chen Grund­pfei­ler – Demo­kra­tie, Rechts­staat und Markt­wirt­schaft – erschüt­tern wol­len. So heißt es wei­ter in der Mit­tei­lung des Wirt­schafts­ver­bands Indus­tri­el­ler Unter­neh­men Baden e.V. (wvib). Des­sen Gre­mi­en hät­ten des­halb unter der Füh­rung von Prä­si­dent Klaus End­ress beschlos­sen, sich im Wahl­jahr 2017 erst­mals gemein­sam und öffent­lich zu posi­tio­nie­ren. Die Kam­pa­gne zei­ge, für wel­che poli­ti­schen Grund­wer­te Unter­neh­mer, Mit­ar­bei­ter und Bür­ger in der Schwarz­wald AG ste­hen und soll wei­te­re Unter­stüt­zer mobi­li­sie­ren.

Die Unter­stüt­zer kom­men aus der gan­zen Regi­on, inzwi­schen kann man sich online eben­falls öffent­lich als Unter­stüt­zer ein­tra­gen. In der Lis­te tau­chen auch die Namen von Unter­neh­mern aus der Regi­on auf, etwa Bet­ti­na Schuler-Kar­goll aus Deiß­lin­gen, Klaus Michel­fel­der aus Fluorn‐Winzeln und Nicolas‐Fabian Schwei­zer aus Schram­berg.

Demo­kra­tie, Rechts­staat und sozia­le Markt­wirt­schaft sind hart erkämpf­te Errun­gen­schaf­ten, die wir ver­tei­di­gen und immer wie­der neu bele­ben müs­sen“, wird End­ress in der Mit­tei­lung zitiert. Euro­pa sei – trotz man­cher Feh­ler – ein welt­weit ein­ma­li­ger Raum des Frie­dens, der Tole­ranz und des Wohl­stands, heißt es wei­ter. Popu­lis­ten lie­fer­ten nur Feind­bil­der, kei­ne Lösun­gen. „Wir alle spü­ren, dass wir eine wehr­haf­te Demo­kra­tie und ein star­kes Euro­pa mehr denn je brau­chen. Dafür ste­hen wir als Unter­neh­mer und mit unse­rer Kam­pa­gne ‚Einigkeit.Recht.Freiheit.‘ ”, so End­ress.

Im Rah­men einer Pres­se­kon­fe­renz haben die Initia­to­ren die Moti­va­ti­on und das Mani­fest der Kam­pa­gne vor­ge­stellt. Unter­stüt­zer kön­nen sich auf der Web­site www.einigkeitrechtfreiheit.de über die unter­schied­li­chen Mög­lich­kei­ten des Mit­ma­chens infor­mie­ren und ihr Enga­ge­ment für Demo­kra­tie, Rechts­staat und sozia­le Markt­wirt­schaft öffent­lich machen. Fly­er und Pla­ka­te zur Kam­pa­gne kön­nen über die Web­site bestellt wer­den.

Das Manifest im Originaltext

Einigkeit

Demo­kra­tie, Rechts­staat und sozia­le Markt­wirt­schaft sind hart umkämpf­te Errun­gen­schaf­ten, die auch in Deutsch­land und Euro­pa immer wie­der neu belebt und ver­tei­digt wer­den müs­sen. Wir alle sind auf­ge­ru­fen, unse­ren Teil dazu bei­zu­tra­gen. Wir sind stolz auf unse­re christ­ lichen Wur­zeln und demokra­ tischen Wer­te. Wir sind stolz auf unse­re Hei­mat. Aber wir schau­en nicht her­ab auf an­ dere Län­der, Kul­tu­ren und Reli­gio­nen. Wir wol­len kei­ne Mau­ern, wir wol­len Brü­cken bau­en. Unse­re star­ke eige­ne Iden­ti­tät hat es uns immer erlaubt, auch die­je­ni­gen in unser Land und unse­re Wer­te­welt zu inte­grie­ren, die dies wol­len und kön­nen.

Recht

Die Demo­kra­tie ist die bes­te Staats­form, die wir ken­nen. Die Markt­wirt­schaft ist die bes­te Ord­nung zur Erzeu­gung von Wohl­stand für alle. Bei­de Ord­nun­gen set­zen auf den pro­duk­ti­ven Bei­trag jedes ein­zel­nen Men­schen. Bei­de schlie­ßen nicht aus, son­dern ermög­li­chen Teil­ha­be. Jeder kann etwas leis­ten, wenn er rich­tig ge­ för­dert und gefor­dert wird. Wir sind stolz auf unse­re star­ ke Wirt­schaft, unse­ren brei­ ten Mit­tel­stand, unse­re sozia­ le Markt­wirt­schaft. Las­sen wir uns nicht beir­ren: Es geht uns bes­ser als je zuvor, aber wir ste­hen auch vor gro­ßen Auf­ga­ben. Wir set­zen auf Leis­tungs­prin­zip und sozia­len Aus­gleich. Wir wol­len einen Staat, der Miss­brauch ent­schlos­sen bekämpft, wo immer nötig. Wir wol­len einen Staat, der das Recht ent­schlos­sen durch­setzt.

Freiheit

Die glo­ba­le Markt­wirt­schaft ist ein gestalt­ba­res wirt­schaft­li­ches Zusam­men­wach­sen einer klei­ner wer­den­den Welt. Der Rück­fall in Pro­tek­tio­nis­mus und Abschot­tung scha­det uns poli­tisch, wirt­schaft­lich und als Gesell­schaf­ten. Natio­na­lis­mus ist ein Irr­weg. Jeder ein­zel­ne wür­de Rech­te und Frei­hei­ten verlie­ ren. Auch wenn wir Reformbe­ darf haben: Ein Euro­pa der of­ fenen Gren­zen ist die ein­zi­ge Zukunft, für die sich zu arbei­ten lohnt. Wir brau­chen neue ge­ mein­sa­me Zie­le und erneu­er­te Visio­nen. Wir brau­chen kei­ne neu­en Feind­bil­der und bil­li­ge Paro­len. Weder im Aus­land noch im Inland. Wir wol­len hart um die Sache strei­ten, aber nie Men­schen bekämp­fen. Wir set­zen auf die Ver­nunft in der Mit­te der Gesell­schaft. Wir set­zen auf Einig­keit. Und auf Recht. Und vor allem auf Frei­heit. Für Euro­pa.