Karl Rombach, MdL (CDU) traf sich mit Südwestmetall-Geschäftsführer Ralph Wurster (rechts). Foto: pm

REGION (pm) – Der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Karl Rom­bach traf sich zu einem (wirtschafts-)politischen Gespräch mit den Metall­ar­beit­ge­bern der Regi­on Schwarz­wald-Hegau. Das Tref­fen dien­te einem Mei­nungs­aus­tausch über poli­ti­sche Wei­chen­stel­lun­gen und not­wen­di­ge Rah­men­be­din­gun­gen für die Wirt­schaft, heißt es in einer Mit­tei­lung des Ver­bands.

Ralph Wurs­ter, Geschäfts­füh­rer der Süd­west­me­tall-Bezirks­grup­pe Schwarz­wald-Hegau kri­ti­sier­te Initia­ti­ven und Geset­ze der Gro­ßen Koali­ti­on als auch der baden-würt­tem­ber­gi­schen Lan­des­re­gie­rung, die der inter­na­tio­na­len Wett­be­werbs­fä­hig­keit scha­de­ten: „Ob Min­dest­lohn, das Bil­dungs­zeit­ge­setz oder die geplan­te Regu­lie­rung von Zeit­ar­beit und Werk­ver­trä­gen: Der Gesetz­ge­ber legt den Unter­neh­men immer neue Stei­ne in den Weg und nimmt ihnen Fle­xi­bi­li­tät.“

Auch wenn der Min­dest­lohn in Höhe von 8,50 Euro in der Metall- und Elek­tro­in­dus­trie kein The­ma sei, so füh­re das Gesetz zu unnö­tig hohem Ver­wal­tungs­auf­wand wegen der Auf­zeich­nungs­pflich­ten und damit auch zu höhe­ren Kos­ten bei den Unter­neh­men. Zusätz­lich bestehe gro­ße Rechts­un­si­cher­heit, wie der Min­dest­lohn bei Prak­ti­ka zu hand­ha­ben sei.

Die geplan­te Regu­lie­rung von Zeit­ar­beit und Werk­ver­trä­gen wür­de die drin­gend not­wen­di­ge Fle­xi­bi­li­tät der Unter­neh­men wei­ter ein­schrän­ken. „Dies darf nicht sein“, da waren sich Wurs­ter und Rom­bach einig. Die bestehen­den gesetz­li­chen Rege­lun­gen reich­ten völ­lig aus, um „schwar­ze Scha­fe“ zu bestra­fen. „Außer­dem bestehen beim The­ma Zeit­ar­beit bereits tarif­li­che Rege­lun­gen. Die Ein­mi­schung der Poli­tik hebelt sol­che Rege­lun­gen aber kom­plett aus“, sag­te Wurs­ter.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt des Gesprächs waren bil­dungs­po­li­ti­sche The­men im Land. Einig­keit bestand beim Ver­bleib des G8-Gym­na­si­ums. Bei­de Gesprächs­part­ner spra­chen sich für eine zwei­te Säu­le im Schul­sys­tem neben dem Gym­na­si­um aus. Die­se müs­se sowohl den mitt­le­ren Abschluss als auch den Haupt­schul­ab­schluss anbie­ten und den Anschluss an gym­na­sia­le Stan­dards sicher­stel­len.

Die nun­mehr in Kraft getre­te­ne Bil­dungs­frei­stel­lung sei „über­flüs­sig und teu­er“, kri­ti­sier­te Wurs­ter und warb für den von den Arbeit­ge­bern unter­brei­te­ten Gegen­vor­schlag, den ‚Pakt für dau­er­haf­te Voll­be­schäf­ti­gung‘. Die­ser sehe ziel- und pass­ge­naue För­der­maß­nah­men zur Arbeits­markt­in­te­gra­ti­on und Qua­li­fi­zie­rung von Per­so­nen vor, die es beson­ders schwer auf dem Arbeits­markt hät­ten. Das sei der rich­ti­ge Weg, um mög­lichst vie­le Men­schen in Voll­be­schäf­ti­gung zu brin­gen. Der Bil­dungs­ur­laub dage­gen hel­fe nicht, Arbeits­lo­sig­keit zu ver­mei­den.

Info: Der Arbeit­ge­ber­ver­band Süd­west­me­tall mit Sitz in Stutt­gart ver­tritt die tarif-, sozi­al- und bil­dungs­po­li­ti­schen Inter­es­sen von mehr als 1000 Mit­glieds­be­trie­ben der baden-würt­tem­ber­gi­schen Metall- und Elek­tro­in­dus­trie mit rund 490.000 Beschäf­tig­ten. Die Bezirks­grup­pe Schwarz­wald-Hegau ist eine von 13 Bezirks­grup­pen von Süd­west­me­tall in Baden-Würt­tem­berg und betreut rund 90 Betrie­be mit über 33.000 Beschäf­tig­ten in den Land­krei­sen Schwarz­wald-Baar, Rott­weil, Tutt­lin­gen, Kon­stanz und Walds­hut.