Hoch, runter und quer: "Multi" in einer Visalisierung des Herstellers. Grafik: Thyssenkrupp

Der sogenannte MULTI-Aufzug, der im Testturm in Rottweil zur Serienreife gebracht werden soll, soll die Art und Weise revolutionieren, wie Menschen sich in Gebäuden bewegen, und neue Perspektiven für Architekten, Planer und Betreiber von Gebäuden erschließen. Nun ist die Entwicklung von Thyssen-Krupp von der Jury des Deutschen Innovationspreises für einen der Awards nominiert worden.

In der Kategorie Großunternehmen gehört Thyssen-Krupp Elevator drei Anwärtern, die sich berechtigte Hoffnungen auf den Preis machen dürfen. Er wird am 13. April in München verliehen.

Der Deutsche Innovationspreis wurde in Kooperation mit der Zeitschrift Wirtschafts-Woche mit den Unternehmen Accenture und EnBW ins Leben gerufen und prämiert seit 2010 gemeinsam mit Daimler herausragende, zukunftsweisende Innovationen deutscher Unternehmen, die mit ihrer Idee Märkte verändern können. Verliehen wird der Award in den Kategorien „Großunternehmen“, „mittelständische Unternehmen“ und „Startups“.

Mit dem MULTI-Aufzugsystem hat Thyssen-KruppElevator nach eigenen Angabven den Aufzug der Zukunft in die Gegenwart geholt. Seine Fähigkeiten und Kapazitäten seien  beträchtlich, teilt das Unternehmen mit: Mit dem Einsatz von Linearmotoren können mehrere Kabinen gleichzeitig in einem Schacht betrieben werden – und sich sowohl vertikal als auch horizontal bewegen. Dank einer Reduzierung der für das seillose System benötigten Grundfläche stündn bis zu 25 Prozent mehr Raum für andere Anwendungen im Gebäude zur Verfügung – und nach oben gebe es so gut wie keine Limits für die Beförderung, was  bei den immer höheren Gebäuden in den Metropolen der Welt von Bedeutung sei.

„Wir brauchen in der Aufzugsindustrie Innovation und gelegentlich sogar die Revolution“, sagt Andreas Schierenbeck, CEO von Thyssen-Krupp Elevator. „Dazu gehört es, seine eigenen Überzeugungen bisweilen in Frage stellen zu lassen und unbedingtes Vertrauen zu haben, dass die Innovation gelingt.“

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In drei Jahren hat Thyssen-Krupp Elevator den MULTI im neuen Testturm im schwäbischen Rottweil von der Forschung in die Entwicklung geholt. Dazu greifen die Ingenieure nach Angaben des Unternehmens auch auf die Transrapid-Technologie zurück. Das System läute nicht nur das Ende der 160-Jährigen Dominanz des seilbasierten Aufzugs ein, sondern definiere die Möglichkeiten eines Aufzugssystems völlig neu, so der Hersteller weiter. Ob Aufwärts- oder Seitwärts-Transport: Die Passagiere profitierten von kürzeren Wartezeiten und einem erhöhten Komfort, die Betreiber von mehr Flexibilität. Dies seien wichtige Merkmale eines urbanen Mobilitätskonzepts für morgen.

Im vergangenen Jahr hat sich das Unternehmen mit MULTI einige Auszeichnungen sichern können: So gewann die Innovation Gold bei den Edison Awards, wurde mit dem German Design Award prämiert und zudem vom TIME Magazine zu einer der „Top 25 Inventions of 2017“ gekürt.