Treffen des IHK-Handelsausschuss mit den Vertretern der Finanzverwaltung. Vordere Reihe von links: Thomas Weisser Vorsitzender IHK-Handelsausschuss, Haus der 1000 Uhren, Triberg), IHK-Handelsreferentin Lena Häsler, Frank Moser (Viktor Hafner Herrenbekleidung, Schramberg), Petra Hermann (Klavierhaus Hermann, Trossingen), Werner Seitz (Ministerialrat, Finanzministerium, Stuttgart), Martina Desoy (Amtsrätin, Finanzministerium, Stuttgart). Hintere Reihe von links: Thorsten Englert (Oberfinanzdirektion, Karlsruhe), Thomas Kienzle (Erwin Henke, Tuttlingen) und Tanja Broghammer (Broghammer Men & Women, Villingen-Schwenningen) Bild: IHK

Bei einem Tref­fen des Han­dels­aus­schus­ses der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg mit Ver­tre­tern des Lan­des­fi­nanz­mi­nis­te­ri­ums in Stutt­gart stan­den laut IHK-Pres­se­mit­tei­lung die The­men Betriebs­prü­fun­gen und Kas­sen­nach­schau im Mit­tel­punkt.

Die­se zwei The­men tref­fen das Geschäfts­mo­dell jedes Händ­lers. Sie sind von hoher Rele­vanz. Gera­de bei den kom­men­den Regeln zur Kas­sen­nach­schau muss zeit­nah Pla­nungs­si­cher­heit herr­schen”, unter­mau­ert Tho­mas Weis­ser, Geschäfts­füh­rer des Tri­ber­ger Haus der 1000 Uhren und Vor­sit­zen­der des IHK-Han­dels­aus­schus­ses das Ergeb­nis des Aus­tau­sches mit Minis­te­ri­al­rat Wer­ner Seitz und Thors­ten Eng­lert, Refe­rats­lei­ter für Steu­er­prü­fun­gen der Ober­fi­nanz­di­rek­ti­on Karls­ru­he. „Die Stim­me der Händ­ler ist in der Lan­des­po­li­tik spür­bar. Das ist gut so, das wird so blei­ben”, so Tho­mas Weis­ser.

Nach dem der­zei­ti­gen Stand tritt die Neu­re­ge­lung für die Kas­sen­nach­schau zum nächs­ten Jahr in Kraft, so die bei­den Beam­ten. Für die Händ­ler sei eine Über­gangs­zeit für die Umstel­lung auf eine zer­ti­fi­zier­te Kas­sen­lö­sung von drei Jah­ren vor­ge­se­hen. Das wür­de gera­de klei­nen Betrie­ben die Mög­lich­keit und die Zeit geben, sich über den rich­ti­gen Anbie­ter zu infor­mie­ren. Aktio­nis­mus oder eine vor­ei­li­ge Umstel­lung auf eine neue Soft­ware sei des­halb nicht ange­bracht. Denn die neu­en Richt­li­ni­en bestimm­ten die Auf­zeich­nungs­pflicht.

Tho­mas Weis­ser betont im Han­dels­aus­schuss zudem, dass die Ent­wick­lung zur mehr Digi­ta­li­sie­rung anhal­ten wer­de. „Jeder Händ­ler muss gene­rell die Pro­zess­au­to­ma­ti­on im Blick haben, nicht nur bei der Kas­se. Der Han­del wan­delt sich und wer die­sen Wan­del nicht ernst nimmt, wird frü­her vom Markt ver­schwin­den als er denkt – egal, ob online oder sta­tio­när.”

Es sei nicht not­wen­dig, dass jeder Händ­ler einen Online-Shop betreibt. Es gehe um das bewuss­te Defi­nie­ren der eige­nen Geschäfts­pro­zes­se und Geschäfts­mo­del­le und der lau­fen­den Anpas­sung auf die Bedürf­nis­se des Kun­den. Ziel der Aus­schuss­ar­beit sei es in den kom­men­den Mona­ten des­halb, nicht nur Auf­merk­sam­keit zu schaf­fen, son­dern auch digi­ta­le Trends des Han­dels in die Regi­on zu holen.