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Dienstag, 25. Februar 2020

Themen Kassennachschau und Betriebsprüfungen

IHK-Handelsausschuss im Austausch mit Finanzverwaltung

Bei einem Treffen des Handelsausschusses der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg mit Vertretern des Landesfinanzministeriums in Stuttgart standen laut IHK-Pressemitteilung die Themen Betriebsprüfungen und Kassennachschau im Mittelpunkt.

„Diese zwei Themen treffen das Geschäftsmodell jedes Händlers. Sie sind von hoher Relevanz. Gerade bei den kommenden Regeln zur Kassennachschau muss zeitnah Planungssicherheit herrschen“, untermauert Thomas Weisser, Geschäftsführer des Triberger Haus der 1000 Uhren und Vorsitzender des IHK-Handelsausschusses das Ergebnis des Austausches mit Ministerialrat Werner Seitz und Thorsten Englert, Referatsleiter für Steuerprüfungen der Oberfinanzdirektion Karlsruhe. „Die Stimme der Händler ist in der Landespolitik spürbar. Das ist gut so, das wird so bleiben“, so Thomas Weisser.

Nach dem derzeitigen Stand tritt die Neuregelung für die Kassennachschau zum nächsten Jahr in Kraft, so die beiden Beamten. Für die Händler sei eine Übergangszeit für die Umstellung auf eine zertifizierte Kassenlösung von drei Jahren vorgesehen. Das würde gerade kleinen Betrieben die Möglichkeit und die Zeit geben, sich über den richtigen Anbieter zu informieren. Aktionismus oder eine voreilige Umstellung auf eine neue Software sei deshalb nicht angebracht. Denn die neuen Richtlinien bestimmten die Aufzeichnungspflicht.

Thomas Weisser betont im Handelsausschuss zudem, dass die Entwicklung zur mehr Digitalisierung anhalten werde. „Jeder Händler muss generell die Prozessautomation im Blick haben, nicht nur bei der Kasse. Der Handel wandelt sich und wer diesen Wandel nicht ernst nimmt, wird früher vom Markt verschwinden als er denkt – egal, ob online oder stationär.“

Es sei nicht notwendig, dass jeder Händler einen Online-Shop betreibt. Es gehe um das bewusste Definieren der eigenen Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle und der laufenden Anpassung auf die Bedürfnisse des Kunden. Ziel der Ausschussarbeit sei es in den kommenden Monaten deshalb, nicht nur Aufmerksamkeit zu schaffen, sondern auch digitale Trends des Handels in die Region zu holen.

 

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