Von rechts: Prof. Dr. Tim Hosenfeldt (Leiter im Bereich Innovation der Schaeffler AG), Thomas Albiez (Hauptgeschäftsführer IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg), Prof. Dr. Oliver Falck (Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien), Michael Theurer (stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion), Dr. Joachim Pfeiffer (Wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion) und Bernd Westphal (Sprecher der AG Wirtschaft und Energie der SPD-Bundestagsfraktion). Fotos: DIHK / Nils Hasenau
m Gespräch mit den wirt­schafts­po­li­ti­schen Spit­zen der Bun­des­tags­frak­tio­nen: Prof. Dr. Oli­ver Falck, Lei­ter des ifo Zen­trums für Indus­trie­öko­no­mik und neue Tech­no­lo­gi­en, IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Albiez und Prof. Dr. Tim Hosen­feldt, Lei­ter im Bereich Inno­va­ti­on der Scha­eff­ler AG (von links). Foto: DIHK / Nils Hasen­au

Wie kann Indus­trie­po­li­tik in Zei­ten des tech­no­lo­gi­schen Wan­dels in der Auto­mo­bil­wirt­schaft aus­se­hen? Die­se Fra­ge stand im Mit­tel­punkt der Podi­ums­dis­kus­si­on mit den wirt­schafts­po­li­ti­schen Spit­zen der Bun­des­tags­frak­tio­nen in Ber­lin. Tho­mas Albiez, Haupt­ge­schäfts­füh­rer der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg, rück­te – laut IHK-Pres­se­mit­tei­lung – die Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen für mit­tel­stän­di­sche Zulie­fe­rer­un­ter­neh­men in den Fokus.

Die par­tei­über­grei­fen­den Bekennt­nis­se zur Tech­no­lo­gie­of­fen­heit und zum Wett­be­werb ver­schie­dens­ter Antriebs­for­men kön­nen durch­aus eine Chan­ce für die klei­nen und mit­tel­stän­di­schen Zulie­fe­rer­un­ter­neh­men sein, gestärkt aus dem Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess in der Auto­mo­bil­wirt­schaft her­aus­zu­ge­hen“, so Albiez. Gleich­zei­tig gab er zu beden­ken, „dass die­se Ver­spre­chen aus dem neu­en Koali­ti­ons­ver­trag beim Groß­teil der mit­tel­stän­di­schen Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rer nicht ankom­men. Ins­be­son­de­re die klei­nen und mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men ste­hen vor gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen.“

Sie sei­en einer­seits extrem abhän­gig von den Her­stel­lern und ihren Sys­tem­lie­fe­ran­ten und könn­ten ande­rer­seits nur schwer abschät­zen, inwie­weit sich Inves­ti­tio­nen in neue Tech­no­lo­gi­en und Pro­duk­te in der Zukunft bezahlt machen wer­den. Ohne die Inno­va­ti­ons­kraft und das Know-how die­ser Zulie­fe­rer wer­de der Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess aber kaum gelin­gen kön­nen. „Daher wird sich die Poli­tik auch dar­an mes­sen las­sen müs­sen, in wel­chem Maße es gelingt, die Zulie­fe­rer in die­sen Trans­for­ma­ti­ons­pro­zess mit­ein­zu­bin­den, die Arbeits- und Aus­bil­dungs­plät­ze und damit das vor­han­de­ne Know-how zu sichern und letzt­lich die Wert­schöp­fung in Deutsch­land zu erhal­ten.“