RREGION (pm) – Für alle Unter­neh­men, die nicht unter die Defi­ni­ti­on für klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men (KMU) der Euro­päi­schen Uni­on fal­len, wird die Ver­pflich­tung zur regel­mä­ßi­gen Durch­füh­rung von Ener­gie­au­dits ein­ge­führt. Dar­auf weist die IHK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg in einer Pres­se­mit­tei­lung hin.

Dabei reicht es schon, eine der Bedin­gun­gen nicht ein­zu­hal­ten und schon muss ein sol­ches Ener­gie­au­dit durch­ge­führt wer­den. „Allein in Deutsch­land wird die­se Ände­rung nach einer Abschät­zung meh­re­re zehn­tau­send Unter­neh­men betref­fen“, sagt IHK-Ener­gie­re­fe­rent Mar­cel Tro­gisch. Die Ver­pflich­tung sei dabei nicht an eine Bran­chen­zu­ge­hö­rig­keit oder Rechts­form gekop­pelt, son­dern erge­be sich aus­schließ­lich aus der Über­schrei­tung der KMU-Schwel­len­wer­te.

So soll den Unter­neh­men ein Instru­ment an die Hand zu geben wer­den, ihren Ener­gie­ver­brauch zu ana­ly­sie­ren und bewuss­te Ent­schei­dun­gen über die Umset­zung von Effi­zi­enz­maß­nah­men zu tref­fen. Alter­na­tiv könn­ten Unter­neh­men auch ein Ener­gie­ma­nage­ment­sys­tem nach DIN EN ISO 50001 oder ein Umwelt­ma­nage­ment­sys­tem nach EMAS ein­füh­ren. In die­sen Fäl­len bleibt bis zur voll­stän­di­gen Umset­zung der Sys­te­me Zeit bis zum 1. Janu­ar 2017.

Da die Zeit drängt, soll­te jedes Unter­neh­men zunächst klä­ren, ob es in den Anwen­dungs­be­reich der neu­en Rege­lung fällt. Beson­ders die Fra­ge der Ver­flech­tung mit ande­ren Unter­neh­men muss geprüft wer­den. Im nächs­ten Schritt ist zu klä­ren, wie das Unter­neh­men der Ver­pflich­tung sinn­vol­ler­wei­se nach­kom­men soll­te. Auf­grund der hohen Anzahl betrof­fe­ner Unter­neh­men ist auch mit einer hohen Aus­las­tung bei den qua­li­fi­zier­ten Bera­tern zu rech­nen“ so Mar­cel Tro­gisch.

Die Bun­des­re­gie­rung kommt mit der Ände­rung des Geset­zes über Ener­gie­dienst­leis­tun­gen und ande­re Ener­gie­ef­fi­zi­enz­maß­nah­men den Ver­pflich­tun­gen aus der EU-Ener­gie­ef­fi­zi­enz-Richt­li­nie nach. Erst­ma­lig wird die neue Ver­pflich­tung bis zum 5. Dezem­ber die­ses Jah­res zu erfül­len sein, und das Audit muss dabei den Anfor­de­run­gen der ent­spre­chen­den DIN-Norm genü­gen, die eine Bestand­auf­nah­me aller ein­ge­setz­ten Ener­gie­trä­ger und Ener­gie­ver­brau­cher inklu­si­ve Vor-Ort-Bege­hun­gen an allen Stand­or­ten ent­hält. Es kann sowohl von exter­nen Bera­tern oder Dienst­leis­tern als auch von unter­neh­mens­ei­ge­nem Per­so­nal durch­ge­führt wer­den.

Nähe­re Infor­ma­tio­nen erteilt bei der IHK Mar­cel Tro­gisch, Tele­fon: 07721 922–170, Fax: 07721 922‑9170 bzw. per E-Mail: trogisch@vs.ihk.de.