IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos-Boyd. Foto: pm

Ange­sichts eines mög­li­chen „Han­dels­krie­ges“ zwi­schen den USA und Euro­pa hat die die Prä­si­den­tin der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg, Bir­git Haken­jos-Boyd, die Bedeu­tung der USA als Han­dels­part­ner für die Regi­on her­vor­ge­ho­ben. Wei­ter heißt es in der IHK-Pres­se­mit­tei­lung:

Nord­ame­ri­ka mit den USA sind neben den Län­dern der Euro­päi­schen Uni­on die wich­tigs­ten Absatz­märk­te für unse­re Unter­neh­men“, so Haken­jos-Boyd. In der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg gibt es 21 Töch­ter von USA-Unter­neh­men. In die USA expor­tie­ren 429 Unter­neh­men, 82 Unter­neh­men sind in den USA mit einer Ver­tre­tung, 97 mit einer Nie­der­las­sung und 58 mit einer Pro­duk­ti­on in den USA enga­giert. Nach vor­läu­fi­gen Anga­ben des Sta­tis­ti­schen Lan­des­am­tes kom­men 22 Pro­zent der deut­schen Expor­te in die Ver­ei­nig­ten Staa­ten aus Baden-Würt­tem­berg.

Ein Han­dels­krieg hilft nie­man­den und hin­ter­lässt nur Ver­lie­rer“, sagt Bir­git Haken­jos-Boyd. Die IHK-Prä­si­den­tin spricht sich dafür aus, ein umfas­sen­des Han­dels­ab­kom­men mit den USA anzu­stre­ben. „Ich set­ze auch auf unse­re regio­na­len Abge­ord­ne­ten und ihr Enga­ge­ment, dass eine Aus­ein­an­der­set­zung mit den USA ver­mie­den wer­den kann. Unab­hän­gig von der Per­son Trump darf es kei­ne Hän­ge­par­tie zwi­schen Euro­pa und den USA geben.“

Dass Donald Trump die Ent­schei­dung nun um einen Monat ver­scho­ben habe, sol­le die EU auch nut­zen, um sich zu soli­da­ri­sie­ren und ihre Hal­tung zuguns­ten der Ein­hal­tung des inter­na­tio­na­len Rechts zu bekräf­ti­gen. „Unse­re regio­na­le, export­ge­präg­te Wirt­schaft ist auf welt­weit offe­ne Märk­te ange­wie­sen“, so die IHK-Prä­si­den­tin.