Villingendorf: Packmat bietet individuellen Kundenlösungen

IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez auf Firmenbesuch

VILLINGENDORF (pm) – Die Packmat Maschinenbau in Villingendorf ist als ein führendes Unternehmen in der Verpackung von Schüttgütern hervorragend aufgestellt. Davon konnte sich jetzt Thomas Albiez, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg, während eines Arbeitsbesuches überzeugen, wie die IHK in einer Pressemitteilung schreibt: „Verpackungen werden in allen Branchen benötigt, das stellt ein attraktives Marktsegment dar, das bisweilen übersehen wird.“

Geschäftsführer Andreas Huber informierte über die besondere Positionierung des Traditionsunternehmens, das im vergangenen Jahr das 50-jährige Jubiläum gefeiert hatte: „Wir bieten Kunden eine Lösung für deren individuelle Verpackungsanforderungen und damit mehr als ein Standardprodukt.“ Packmat hat sich auf das Zählen, Wiegen und Verpacken von Schüttgüter spezialisiert und adressiert damit eine Vielzahl von Branchen: Automotive/Metall, Möbelindustrie sowie die Medizintechnik bilden derzeit den Schwerpunkt.

Packmat profitiert von seinem Wissen, Verpackungslösungen in ausgefeilte Logistikprozesse zu integrieren und so besonderen Mehrwert zu schaffen. Ein typischer Anwendungsfall findet sich zum Beispiel in einer Küchenfabrik, deren Ausstoß bei bis zu 2000 Einheiten täglich liegt. Für jede einzelne, individuelle Küche taktet die Packmat-Maschine das passende Set an Schrauben, Dübeln, Regalclips, Scharnieren und weiteren Kleinteilen in etikettierten Beuteln ein.

„Bis zu je 44 Zählmaschinen, Waagen und Zuführungen sind dabei im Einsatz“, berichtete Huber. Neben der mechanischen Qualität rückt die Online-Anbindung der Verpackungsmaschinen und damit die Software-Programmierung zunehmend in den Fokus. Wenn man so will, setzt Packmat damit bereits viele Funktionen aus dem Bereich Industrie 4.0 um. Wer schon mal ein Möbelstück selbst aufgebaut hat, dürfte mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit gewissermaßen Packmat-Kunde sein, denn auch die Schrauben und Holzdübel werden oft mittels Maschinen aus Villingendorf konfektioniert.

Im vergangenen Jahr verbuchte das Unternehmen ein Umsatzwachstum in zweistelligen Bereich, und auch für das laufende Jahr zeigte sich Huber optimistisch. Derzeit werden für den Auftraggeber Daimler Packmaschinen gefertigt. Insgesamt sei die Auftragslage gut. Aktuell expandiert Packmat in der Schweiz mit dem Bau eines Servicecenters in Chur. Dort ist auch die Eigentümerfamilie Schierle beheimatet. Thomas Albiez verwies auf die Hilfestellungen der IHK im Außenhandel, die vom Unternehmen auch bereits genutzt werden. Im Erfahrungskreis (ERFA) Außenhandel der IHK stehen zudem Experten aus der Region zur weiteren Vertiefung hilfreich zu Seite.

Als jüngsten Unternehmenszweig hat Packmat die Lohnverpackung erschlossen. Kleine Kunststoff-Klötzchen zum Bau von Figuren, werden für einen Großverlag in Tüten verpackt, die später als zusätzlicher Kaufanreiz auf die Hefte geklebt werden. Zehn Millionen Beutel befüllt Packmat pro Jahr – natürlich mit eigens entwickelten Maschinen.

Keine Entwarnung konnte Huber bei der Frage der Fachkräftegewinnung geben, nur mit Mühe und persönlichen Kontakten habe man zuletzt freie Stellen adäquat besetzen können. Packmat wird die Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter, unter anderem an der IHK Akademie, ausbauen: „Damit haben wir gute Erfahrungen gemacht“, lobte Huber das Angebot.

 

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