Von Schramberg in die Welt

Reisebüro Bühler einer der großen Player bundesweit

Oberbürgermeister Thomas Herzog, Hans-Peter, Stefanie und Markus Finke sowie Schrambergs Wirtschaftsförderer Manfred Jungbeck im Reisebüro Bühler. Foto: him

SCHRAMBERG –  Aus ganz klei­nen Anfän­gen zu einem der gro­ßen in der Bun­des­re­pu­blik her­an­ge­wach­sen. Das Rei­se­bü­ro Büh­ler mit sei­ner Zen­tra­le in Schram­berg. Aus Anlass des 50-jähr­ti­gen Betriebs­ju­bi­lä­ums hat Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog die Zen­tra­len zwi­schen Haupt­stra­ße und Markt­stra­ße besucht.

Das war wohl der bis­her kür­zes­te Weg zu einem Fir­men-Besuch“, scherz­te Her­zog, der zusam­men mit Wirt­schafts­för­de­rer Man­fred Jung­beck die weni­gen Schrit­te vom Rat­haus her­über gekom­men war. Mit den drei Geschäfts­füh­rern Ste­fa­nie Fin­ke, Hans-Peter Fin­ke und Mar­kus Fin­ke unter­hielt er sich über die Geschich­te des Unter­neh­mens, Trends bei Indi­vi­du­al­rei­sen und den gro­ßen Geschäfts­be­reich Fir­men.

Gegrün­det wur­de das Rei­se­bü­ro Büh­ler Ende Janu­ar 1969. 1970 war Hans-Peter Fin­ke nach Schram­berg gekom­men und hat die Fir­ma 1973 über­nom­men. „Heu­te haben wir 32 Büros in Baden-Würt­tem­berg, Hes­sen und Nie­der­sach­sen“, so der Seni­or­chef. Die meis­ten Rei­se­bü­ros in Deutsch­land sei­en klei­ne Betrie­be. Eine Fir­ma ihrer Grö­ße mit 230 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern sei eher die Aus­nah­me: „In unse­rer Grö­ßen­ord­nung gibt es viel­leicht noch fünf bis zehn bun­des­weit.“

Das ers­te Büro, das man hin­zu kauf­te, sei 1972 ein Rei­se­bü­ro in Tri­berg gewe­sen. Seit­her habe man ent­we­der neue Büros eröff­net oder Büros über­nom­men: „Sie brau­chen dabei gute Mit­ar­bei­ter, das ist die Basis für die Expan­si­on“, erläu­tert Hans-Peter Fin­ke. Von Beginn an war die Zen­tra­le in Schram­berg. Hier sind die Ver­wal­tung, der Fir­men­dienst und das Mar­ke­ting ange­sie­delt.

Kunden kommen zurück

Die Inter­net-Kon­kur­renz macht den Rei­se­fach­leu­ten nicht all­zu sehr zu schaf­fen. Ste­fa­nie Fin­ke beob­ach­tet, dass auch jün­ge­re Leu­te zuneh­mend  ins Rei­se­bü­ro zurück­kom­men: „Die Prei­se sind iden­tisch, bei uns bekom­men sie die pro­fes­sio­nel­le Bera­tung.“ Bei Flug­aus­fäl­len wegen Streiks, Natur­ka­ta­stro­phen oder weil eine Flug­ge­sell­schaft Plei­te geht, küm­mern sich die Rei­se­bü­ros dar­um, dass ihre Kun­den auf ande­re Gesell­schaf­ten umge­bucht wer­den oder alter­na­ti­ve Rei­se­mög­lich­kei­ten bekom­men. Über die Luft­han­sa City Cen­ter sei­en sie welt­weit mit etwa 650 Agen­tu­ren ver­netzt.

Immer wich­ti­ger wird das Fir­men­ge­schäft: „60 Pro­zent des Umsat­zes machen wir mit Fir­men“, berich­tet  Mar­kus Fin­ke, der für die­sen Bereich ver­ant­wort­lich ist. In sechs eige­nen Büros küm­mern sich die Mit­ar­bei­ter um Firmenkunden.“Das reicht von 16 Mil­lio­nen Euro Jah­res­um­satz bei einem gro­ßen Kon­zern bis zu ein paar tau­send Euro“, ergänzt Fin­ke Seni­or.

Wirt­schafts­för­de­rer Man­fred Jung­beck inter­es­sier­te, wie die Büh­lers bei Kri­sen ihre Kun­den errei­chen. Eige­ne Infor­ma­ti­ons­diens­te berich­te­ten den Rei­se­ex­per­ten von Rei­se­hin­der­nis­sen, so Ste­fa­nie Fin­ke. Irgend­wo auf der Welt pas­sie­re eigent­lich immer etwas: „Eine Asche­wol­ke, ein Käl­te­ein­bruch, ein Unwet­ter. Dann müs­sen wir schnell reagie­ren.“ Man suche nach ande­ren Mög­lich­kei­ten, aus der Regi­on aus­zu­rei­sen, buche vor­sorg­lich Plät­ze auf Schif­fen oder in Zügen. “Unse­re Leu­te arbei­ten manch­mal bis in die Pup­pen…“

OB Her­zog staun­te nicht schlecht dar­über, was da qua­si unter sei­nen Augen in dem eher unschein­ba­ren Rei­se­bü­ro­ge­bäu­de in Schram­berg alles geleis­tet wird. Er dank­te den Fin­kes für ihre Treue zu Schram­berg und wünsch­te dem Rei­se­bü­ro Büh­ler wei­ter­hin viel Erfolg.