Wechsel im TechnologyMountains-Vorstand

Mitgliederversammlung im Kraftwerk Rottweil: Wachstum und Projekt-Aktivitäten gehen im Verbund ungebremst weiter  

Mit drei neuen Aktiven im Vorstand, 45 neuen Mitgliedern in den eigenen Reihen und zahlreichen neuen Projekten im Bereich Hochtechnologie setzt die Cluster-Initiative TechnologyMountains (TM) ihre Arbeit ungebremst fort: „Bei ihrer Mitgliederversammlung im Kraftwerk Rottweil erhielten Vorstand und Geschäftsführung einstimmigen Rückenwind der rund 90 anwesenden Mitgliedsvertreter“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins und weiter:

Vorstandsvorsitzender Dr. Harald Stallforth machte in seiner Begrüßung deutlich, dass das „Vereinsleben“ bei TechnologyMountains ganz anders ablaufe als bei anderen Vereinen: „Alleinstellungsmerkmal sind die von uns angestoßenen Projekte“, so Stallforth. Stolze 47 davon hatte TechnologyMountains im Vorjahr begleitet. Auch die weitere Bilanz konnte sich sehen lassen.

Geschäftsführerin Yvonne Glienke und Geschäftsführer Thomas Wolf ließen Zahlen sprechen: Unter anderem schulterte der Technologieverbund 23 Sprechtage mit 90 Beratungen für Mitgliedsunternehmen, 18 Begegnungen an „ExpertTables“ mit rund 450 Teilnehmern, drei Innovationsforen mit rund 630 Teilnehmern, 46 Veranstaltungen mit 2700 Teilnehmern, 16 Messeauftritte sowie 109 Seminare für 293 Unternehmen, die rund 70.000 Arbeitnehmer repräsentieren. Und der Zulauf an Mitgliedern hält ungebremst an: Seit der letzten Mitgliederversammlung im vergangenen Oktober kamen 45 weitere Unternehmen und Organisationen hinzu, sodass TechnologyMountains aktuell 324 Mitglieder zählt.

Die vorgestellten Projektbeispiele legten dar, wie groß das Portfolio von TechnologyMountains ist. Geschäftsführerin Yvonne Glienke berichtete über das Kompetenznetzwerk MedPrint, das sich mit der additiven Fertigung in der Medizintechnik beschäftigt. Marius Fedler, Leiter des Kunststoff-Instituts Südwest, berichtete über Projekte, die sich beispielsweise um das Recycling und Wiederverwenden von Kunststoffteilen, Strategien zum Abdichten von Bauteilen aus unterschiedlichen Werkstoffen und um Forschungsergebnisse rund um Bionik und Leichtbau mit Kunststoffen drehen.

Simon Herrlich von der Hahn-Schickard-Gesellschaft stellte exemplarisch vor, wie eine Projektgruppe einen automatischen Zählmechanismus für die Sterilisierung von medizinischen Geräten entwickelt und wie über eine Innovationsplattform Wissen und Technologie für digitale Anwendungen von Smart Home bis Industrie in Kooperation entstehen. Dr. Sabine Seeliger von der Hochschule Furtwangen verwies abschließend darauf, dass derzeit im Rahmen des Projektrahmens CoHMed (Connected Health in MedicalMountains) eine neue Ideen- und Beantragungsphase für Projekte aus dem Medizintechnik-Spektrum laufe: Jetzt sei die Zeit günstig, eigene Entwicklungsvorhaben mit einer Förderung durch den Staat auf den Weg zu bringen.

Die Vorstandswahlen brachten drei Veränderungen mit sich. Für den ehemaligen Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen Dr. Rupert Kubon wurde Sven Hinterseh, Landrat des Schwarzwald-Baar-Kreises, einhellig als zweiter Vorsitzender bestimmt. Ebenfalls verabschiedet wurden Prof. Roland Zengerle (Hahn-Schickard-Gesellschaft) und Dr. Frank Obergfell (Kundo XT); für sie wurden Prof. Alfons Dehé (Hahn-Schickard-Gesellschaft) und Jürgen Noailles (Stein Automation ) einstimmig in den Vorstand gewählt.

Vorstand und Geschäftsführung von TechnologyMountains (von links): Jürgen Noailles, Sven Hinterseh, Thomas Wolf, Dr. Harald Stallforth, Eduard Steidle, Thomas Albiez, Prof. Alfons Dehé und Yvonne Glienke. Nicht im Bild: Prof. Holger Reinecke und Prof. Rolf Schofer. Fotos: pm

In ihren Ämtern bestätigt wurden Vorsitzender Dr. Harald Stallforth und Schatzmeister Thomas Albiez (IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg) sowie Prof. Holger Reinecke (Schölly Fiberoptic GmbH), Prof. Rolf Schofer (Hochschule Furtwangen) und Dipl.-Ing. Eduard Steidle (Micromed Medizintechnik).

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung lud TechnologyMountains gemeinsam mit der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zu den „Gesprächen zur Zukunft – Gründungskultur und Unternehmertum im Mittelstand“ mit Bundesminister Peter Altmaier ein. Dies war gleichzeitig die zweite Regionalkonferenz der bundesweiten Gründungsoffensive „GO!“, die den Gründer- und Unternehmergeist in Deutschland stärken soll. Im Dialog zwischen Gründerszene, Wirtschaft und Politik wurde erörtert, wie Gründungen und Betriebsübergaben noch besser unterstützt werden können, damit mehr Menschen in Deutschland den Schritt in die Selbständigkeit gehen. „Existenzgründerinnen und -gründer leisten einen wichtigen Beitrag für unsere Volkswirtschaft, indem sie neue Arbeitsplätze schaffen, den Wettbewerb fördern sowie innovative Produkte und Dienstleistungen hervorbringen. Dies gilt insbesondere auch für unsere wirtschaftsstarke Region“, betonte Dr. Harald Stallforth, Vorstandsvorsitzender von TechnologyMountains.

 

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