Weitere Zusammenarbeit vereinbart: IHK-Spitze zu Besuch bei der Gemeinnützigen Vereinigung der Drehteilehersteller


Die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit des Clusters Zerspanungstechnik der Gemeinnützigen Vereinigung der Drehteilehersteller (GVD) mit der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg sowie die wirtschaftlichen Aussichten der Branche standen im Mittelpunkt eines Arbeitstreffens von Vertretern beider Seiten, so die IHK in einer Pressemitteilung.

Ingo Hell, Vorsitzender des Clusters, informierte IHK-Präsidentin Birgit Hakenjos-Boyd und IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez über die aktuelle Situation. Hell, Geschäftsführer der Zetec Zerspanungstechnik in Gosheim, bekleidet seit 28 Jahren das Amt des 1. Vorsitzenden des Vereins. Er sei „Motor, Herz und Gesicht des Clusters Zerspanungstechnik“, dankten die IHK-Vertreter für den beispiellosen Einsatz. Die 1974 gegründete GVD hat sich von der allgemeinen Interessenvertretung zur wichtigsten Informationsplattform für die Zerspanungsunternehmen nicht nur in der Region entwickelt. Das Cluster Zerspanungstechnik steht unter anderem für die Gewinnung von Jugendlichen und Interessenten für die Zerspanungsunternehmen. Die GVD und das Cluster vertritt die Branche bei allen relevanten Themen rund um die Zerspanungstechnik.

„Wir bieten nicht nur Aus- und Weiterbildungskurse an, sondern informieren über die verschiedenen Kompetenzgruppen die Zerspanungsunternehmen über vielfältige Themen wie neue Fertigungstechnologien, Qualitätsanforderungen, Werkstofftechnologien und -entwicklungen, Vertriebs- und Beschaffungsstrategien, HR-Maßnahmen, Reisen zu Technologiepartnern und noch vieles mehr zur Zukunftssicherung der Zulieferunternehmen“, erläuterte Hell.

Durch die stete Nachwuchswerbung über verschiedene Kanäle ist es gelungen, in den vergangenen Ausbildungsjahren jeweils etwa 550 Auszubildende für die Unternehmen in der Region zu gewinnen. Das sind nahezu 200 Azubis pro Jahr. „Darauf sind wir sehr stolz“, so Hell.

Die GVD, das Cluster Zerspanungstechnik selbst, umfasst etwa 130 Mitglieder inklusive Technologiepartner. Angesichts der weiter steigenden Aufgaben und Anforderungen muss eine Professionalisierung der Arbeit erreicht werden. Birgit Hakenjos-Boyd und Thomas Albiez sagten Hell und den Mitgliedsbetrieben die volle Unterstützung bei der Weiterentwicklung zu.

Froh zeigten sich die IHK-Vertreter, dass die Nachfolge bei der Zetec Zerspanungstechnik das starke Engagement der beiden Söhne bestens geregelt ist. Im Markt selber sei aktuell eine Eintrübung zu spüren, informierte Hell, „der Auftragseingang ist rückläufig“. Zetec beschäftigt mehr als 50 Mitarbeiter und beliefert Kunden in der Elektronik-Branche, hinzu kommt die Medizintechnik und der Maschinenbau. Somit sind die aktuellen Verwerfungen im Automotive-Bereich im Unternehmen kein Thema.

Als interessantes Produkt etabliert sich der Emu-Cleaner, den die Drehspezialisten von Zetec unter dem Motto „von Praktikern für Praktiker“ entwickelt haben und von der im letzten Jahr gegründeten Cleantec vertrieben wird. Mit diesem praktischen Gerät werden die Kühlschmierstoffe, und hier vornehmlich die Emulsion, mit der die Werkzeuge und Drehteile gekühlt werden, gefiltert und aufbereitet. Das senkt Kosten, verbessert die Arbeitsbedingungen und hilft der Umwelt durch die längere Nutzungszeit und damit geringeren Ressourceneinsatz. „An diesem Beispiel zeigt sich die hohe Innovationsfähigkeit der heimischen Betriebe“, freuten sich Hakenjos-Boyd und Albiez.


 

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