Weiterentwicklung der dualen Ausbildung im Blick

IHK-Berufsbildungsausschuss tagte

Zu den Kernaufgaben des IHK-Berufsbildungsausschusses zählt, die Weiterentwicklungen der Technik und des Berufsalltages in die Ausbildung zu übersetzen. Foto: pm

REGION (pm) – Der Berufs­bil­dungs­aus­schuss (BBA) der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg hat die Qua­li­tät der dua­len Aus­bil­dung ste­tig vor­an­ge­trie­ben und neue beruf­li­che Ent­wick­lun­gen ziel­füh­rend in den jewei­li­gen Lehr­plä­nen auf­ge­nom­men. Die­ses posi­ti­ve Fazit zog das Gre­mi­um jetzt laut einer IHK Pres­se­mit­tei­lung wäh­rend der abschlie­ßen­den Sit­zung der lau­fen­den, vier­jäh­ri­gen Wahl­pe­ri­ode.

Der BBA zählt zu den weni­ger bekann­ten Ein­rich­tun­gen der IHK, aber sicher zu den wich­tigs­ten, betont Mar­ti­na Furt­wäng­ler, Geschäfts­be­reichs­lei­te­rin Aus­bil­dung und Qua­li­fi­zie­rung. Es han­delt sich um ein Pflicht­gre­mi­um nach dem Berufs­bil­dungs­ge­setz. Neben jeweils sechs Ver­tre­tern der Arbeit­ge­ber- und -neh­mer­sei­te sind auch die Berufs­schu­len ver­tre­ten. „Es war ein gutes Mit­ein­an­der, das immer kon­struk­tiv und fach­ori­en­tiert um die bes­te Lösung gerun­gen hat“, waren sich Cle­mens Boog und Hans-Die­ter Men­ger einig.

Cle­mens Boog, Aus­bil­dungs­lei­ter bei Con­ti­nen­tal in Vil­lin­gen, und Hans-Die­ter Men­ger, DGB-Sekre­tär in Tutt­lin­gen, waren zu Vor­sit­zen­den in den ver­gan­ge­nen vier Jah­ren beru­fen wor­den. Anfang kom­men­den Jah­res wird ein neu­er Aus­schuss in der kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung bestellt. Da sich vie­le der jet­zi­gen Mit­glie­der bereit erklärt haben, wei­ter zur Ver­fü­gung zu ste­hen, hof­fen die Vor­sit­zen­den dar­auf, dass das frucht­ba­re gemein­sa­me Han­deln fort­ge­setzt wer­den wird.

Im Rück­blick wur­de das immense Pro­gramm der ver­gan­ge­nen vier Jah­re deut­lich. Als wich­tigs­te Neue­rung bezeich­ne­ten die Vor­sit­zen­den die Ein­füh­rung des Fra­ge­bo­gens zur Qua­li­tät der Aus­bil­dung. Die­sen Fra­ge­bo­gen erhal­ten die Aus­zu­bil­den­den wäh­rend der Zwi­schen­prü­fung. So sei es mög­lich, beson­ders gute Aus­bil­dungs­stät­ten oder sol­che mit Nach­hol­be­darf zu iden­ti­fi­zie­ren, so die Vor­sit­zen­den. Die Ein­füh­rung habe sich aus­ge­spro­chen bewährt.

Lei­den­schaft­li­che Dis­kus­sio­nen habe es in den ver­gan­ge­nen Jah­ren auch um das Berichts­heft zur Aus­bil­dung gege­ben. Ist es noch zeit­ge­mäß, soll­te es ver­schlankt, elek­tro­nisch basiert oder auf ande­rem Weg fort­ent­wi­ckelt wer­den? Nach einem lan­gen Abwä­gungs­pro­zess kam man über­ein, alles zu belas­sen wie gehabt. „Wir wis­sen jetzt aber sehr genau und wohl­be­grün­det, war­um wir wei­ter am Berichts­heft fest­hal­ten“, so Boog.

Zu den Kern­auf­ga­ben des Aus­schus­ses zählt, die Wei­ter­ent­wick­lun­gen der Tech­nik und des Berufs­all­ta­ges in die Aus­bil­dung zu über­set­zen. Hier gab es eine Rei­he von Initia­ti­ven. Als beson­ders wich­tig emp­fin­det Men­ger die Ein­füh­rung des Lehr­gan­ges zum staat­lich geprüf­ten Indus­trie­tech­ni­ker. Die­ses Berufs­bild mit weit­rei­chen­der tech­ni­scher Kom­pe­tenz, aber ohne Per­so­nal­ver­ant­wor­tung, sei gera­de in Hin­blick auf das The­ma Indus­trie 4.0 gefragt.

Und wenn der Aus­schuss auch gera­de des­halb so erfolg­reich arbei­tet, weil Poli­tik nur eine sehr nach­ge­ord­ne­te Rol­le spielt, hat­te man den­noch in der ver­gan­ge­nen Legis­la­tur­pe­ri­ode poli­ti­sches Enga­ge­ment geübt, indem eine Reso­lu­ti­on für die bes­se­re Leh­rer­ver­sor­gung der Berufs­schu­len in der Regi­on an das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um geschickt wor­den war. IHK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Albiez dank­te den Aus­schuss­mit­glie­dern für deren wich­ti­ge Arbeit: „Sie pfle­gen gewis­ser­ma­ßen die Grund­pfei­ler der dua­len Aus­bil­dung, die welt­weit als ein vor­bild­li­ches Sys­tem geach­tet und zuneh­mend kopiert wird.“