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Donnerstag, 12. Dezember 2019
Start Wirt­schaft „Wett­be­werbs­vor­tei­le durch Ener­gie­ef­fi­zi­enz sind rie­sig“

„Wettbewerbsvorteile durch Energieeffizienz sind riesig“

KEFF-Inno­va­ti­ons­fo­rum in Tros­sin­gen


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„Die Wett­be­werbs­vor­tei­le durch Ener­gie­ef­fi­zi­enz sind rie­sig“, so das Resü­mee von Ener­gie-Pro­­­fes­­so­­rin Clau­dia Kem­fert. Sie war neben Pro­fes­sor Peter Rad­gen Haupt­red­ne­rin beim zwei­ten KEFF Inno­va­ti­ons­fo­rum Ener­gie­ef­fi­zi­enz im ehe­ma­li­gen Kraft­werk der Hoh­­ner-Wer­ke in Tros­sin­gen. Dar­über berich­tet die IHK in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Tros­sin­gen: Der Ort hät­te pas­sen­der nicht sein kön­nen. Im Kes­sel­haus, in unmit­tel­ba­rer Nähe eines alten Dampf­kes­sels, der frü­her mit fos­si­ler Ener­gie eine Dampf­ma­schi­ne antrieb, dis­ku­tier­ten Ener­gie­ex­per­ten und Unter­neh­mer beim „Inno­va­ti­ons­fo­rum Ener­gie­ef­fi­zi­enz“ über die Tech­ni­ken der Ener­gie­ver­sor­gung und ‑anwen­dung von mor­gen und die Zukunft des Kli­mas.

Ein­ge­la­den hat­te die KEFF, die Kom­pe­tenz­stel­le Ener­gie­ef­fi­zi­enz Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg. Begrüßt wur­den die Gäs­te von Bet­ti­na Schuler-Kar­goll, Unter­neh­me­rin und Vize­prä­si­den­tin der Indus­­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg. Die IHK ist Trä­ger der KEFF-Kom­pe­­ten­z­stel­­le.

„Der Count­down für die Begren­zung der glo­ba­len Tem­pe­ra­tur­er­hö­hung läuft. Neben dem Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gi­en oder der Sub­sti­tu­ti­on von fos­si­len Ener­gie­trä­gern bil­det die Ener­gie­ef­fi­zi­enz das größ­te Poten­zi­al, um Treib­haus­gas­emis­sio­nen zu redu­zie­ren“, sag­te sie. Vie­le der hei­mi­schen Betrie­be wür­den sich schon lan­ge mit die­sem The­ma beschäf­ti­gen. Die regio­na­le KEFF habe in den ver­gan­ge­nen Jah­ren rund 200 Betrie­be unter­stützt und beglei­tet. Und immer wie­der sei­en Pro­jek­te dabei, die Stan­dards setz­ten und Bei­spie­le für ande­re Unter­neh­men böten. „Unse­re Unter­neh­men zei­gen heu­te schon, dass sie die Ener­gie­wen­de mit­ge­stal­ten und anpa­cken wol­len“, so Schuler-Kar­goll und for­der­te sta­bi­le Rah­men­be­din­gun­gen von der Poli­tik.

Minis­te­ri­al­di­rek­tor Helm­fried Mei­nel vom Minis­te­ri­um für Umwelt, Kli­ma und Ener­gie­wirt­schaft Baden-Wür­t­­te­m­berg sprach sich für Zwi­schen­schrit­te bei der Umset­zung der Kli­ma­zie­le aus. „Wir sto­ßen in unse­rem Bun­des­land an Gren­zen, da wesent­li­che Ent­schei­dun­gen in Ber­lin und Brüs­sel getrof­fen wer­den. Der Gebäu­de­be­reich jedoch ist ein wesent­li­cher Fak­tor für das Gelin­gen der Ener­gie­wen­de, da müs­sen wir drin­gend ran­ge­hen.“ Schließ­lich fal­le gut ein Drit­tel des Ener­gie­ver­brauchs auf die­sen Bereich. „Die Arbeit der KEFF ist erfolg­reich und aus unse­rer Sicht das Schlüs­sel­pro­jekt, über das sich die Unter­neh­men sich mit dem The­ma Ener­gie­ef­fi­zi­enz und Ener­gie­ein­spa­rung aus­ein­an­der­set­zen“, mach­te Mei­nel deut­lich.

nno­va­ti­on statt Depres­si­on for­der­te Pro­fes­so­rin Clau­dia Kem­fert, Ener­gie­öko­no­min am Deut­schen Insti­tut für Wirt­schafts­for­schung (DIW) aus Ber­lin in ihrem span­nen­den Vor­trag. Sie gehört zu den zehn ein­fluss­reichs­ten Öko­no­men in Deutsch­land. Um den Kli­ma­wan­del ein­zu­däm­men, müss­ten die moder­nen Volks­wirt­schaf­ten es schaf­fen, die Kli­ma­ga­se dras­tisch zu ver­min­dern und zudem fos­si­le Ener­gi­en durch alter­na­ti­ve Ener­gi­en erset­zen. „Erneu­er­ba­re Ener­gi­en aus­bau­en plus Ener­gie­ef­fi­zi­enz, das ist genau der Schlüs­sel zum Errei­chen der Kli­ma­zie­le“, mach­te sie deut­lich.

Pro­fes­sor Peter Rad­gen vom Insti­tut für Ener­gie­wirt­schaft und Ratio­nel­le Ener­gie­an­wen­dung an der Uni­ver­si­tät Stutt­gart sprach über „Ener­gie­ef­fi­zi­enz – Dekar­bo­ni­sie­rung auch bei Dun­kel­flau­te“. Ener­gie­ef­fi­zi­enz sei eine gro­ße Her­aus­for­de­rung, da man es zum einen mit einer gro­ßen Anzahl ver­schie­de­ner Pro­zes­se und Quer­schnitts­tech­no­lo­gi­en habe. Zum ande­ren wir­ke eine gro­ße Anzahl an Sta­ke­hol­dern mit, von Unter­neh­men bis zu Umwelt­grup­pen. „Man hat es auch mit einer gro­ßen Unsi­cher­heit tun, wann denn der rich­ti­ge Moment zum Han­deln gekom­men ist.“

 

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