Nach einem emo­tio­nal und pola­ri­sie­rend gefühl­ten Wahl­kampf sei der Repu­bli­ka­ner Donald Trump nun zum künf­ti­gen Prä­si­den­ten der USA gewählt wor­den. Regio­na­le Wirt­schafts­ver­tre­ter sehen das mit Sor­ge. So nimmt IHK-Prä­si­dent Die­ter Teu­fel laut einer am Mor­gen ver­brei­te­ten Erklä­rung „Unsi­cher­heit” bei der regio­na­len Wirt­schaft wahr. Und Dr. Chris­toph Mün­zer, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des badi­schen Wirt­schafts­ver­bands WVIB, for­dert Trump auf, „rasch zu den guten Wur­zeln sei­nes Lan­des zurück­zu­keh­ren.”

Wahlergebnis wird noch lange nachwirken”

Dieter Teufel. Foto: pm
Die­ter Teu­fel. Foto: pm

Die Wahl von Donald Trump zum neu­en US-Prä­si­den­ten hat auch mich sehr über­rascht. Er hat einen Wahl­kampf geführt, der mehr von Pola­ri­sie­rung und Emo­tio­nen und weni­ger durch Fak­ten geprägt war. Sicher ist, dass die­ses Wahl­er­geb­nis noch lan­ge nach­wir­ken wird. Es gibt in der regio­na­len Wirt­schaft eine Ver­un­si­che­rung, denn kei­ner weiß, wofür Donald Trump wirk­lich steht.” So lau­tet die Stel­lung­nah­me des Prä­si­den­ten der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg, Die­ter Teu­fel, zum Aus­gang der Prä­si­den­ten­wahl in den USA

Die Glo­ba­li­sie­rung hat natio­na­le Strö­mun­gen welt­weit begüns­ti­ge mit dem Effekt, dass sich vie­le Bür­ger über­for­dert fühl­ten und nach ver­meint­lich ein­fa­chen Ant­wor­ten such­ten, erklärt Teu­fel wei­ter. Die­sem Bedürf­nis sei Donald Trump nach­ge­kom­men.

Die regio­na­le Wirt­schaft habe tra­di­tio­nell enge Bezie­hun­gen zum US-Markt als einem der wich­tigs­ten Han­dels­part­ner welt­weit, sag­te der IHK-Prä­si­dent. Die neue US-Admi­nis­tra­ti­on müs­se nun des­halb „schnell Klar­heit schaf­fen, wel­chen Weg sie in den trans­at­lan­ti­schen Bezie­hun­gen gehen und wie sie die Han­dels­be­zie­hun­gen zur EU gestal­ten möch­te. Pro­tek­tio­nis­mus in einer zuneh­mend glo­ba­le­ren Welt ist sicher­lich der fal­sche Weg.”

Zu den Wurzeln zurückkehren”

Dr. Christoph Münzer. Foto: pm
Dr. Chris­toph Mün­zer. Foto: pm

Zum über­ra­schen­den Aus­gang der Wahl in der USA sag­te dane­ben der Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Wirt­schafts­ver­bands Indus­tri­el­ler Unter­neh­men Baden (WVIB), Dr. Chris­toph Mün­zer: „Trumps For­de­run­gen im Wahl­kampf: Mau­ern gegen Mexi­ko, Mau­ern gegen­über Immi­gran­ten, Mau­ern gegen­über dem Islam, Mau­ern im Außen­han­del, Mau­ern im Kopf. Kein Kli­ma­schutz, statt­des­sen Sozi­al­ab­bau und Frau­en als Beu­te und Tro­phä­en. Ver­lust­ängs­te  statt Hoff­nung. Macht das Ame­ri­ka wie­der „gre­at again?“ In der über 200 hun­dert Jah­re alten ame­ri­ka­ni­schen Unab­hän­gig­keits­er­klä­rung steht ein berühm­ter ers­ter Satz: All men are crea­ted equal! (Alle Men­schen sind gleich erschaf­fen). Ein Prä­si­dent Trump muss rasch zu den guten Wur­zeln sei­nes Lan­des zurück­keh­ren, wenn er nicht als popu­lis­ti­scher Schaum­schlä­ger in die Geschich­te ein­ge­hen will.”