Wienen IT in neuen Räumen

Aus Zahnarztpraxis und Apotheke wird IT-Dienstleistungszentrum

Glückwunsch zum Umzug: Wirtschaftsförderer Manfred Jungbeck gratuliert Sandra und Martin Wienen gemeinsam mit OB Thomas Herzog (von links).

SCHRAMBERG (him) – Nach drei Mona­ten Umbau sind aus der ehe­ma­li­gen „Schwarz­wald-Apo­the­ke“ das Laden­ge­schäft und einer ehe­ma­li­gen Zahn­arzt-Pra­xis die Büro­flä­chen von Wie­nen IT Busi­ness Solu­ti­ons in der Sul­gau­er Stra­ße 2 gewor­den. Zur Eröff­nung kamen am Frei­tag­vor­mit­tag auch Schram­bergs Ober­bür­ger­meis­ter Tho­mas Her­zog und Wirt­schafts­för­de­rer Man­fred Jung­beck.

Wie­nen, sei­ne Frau San­dra und die Mit­ar­bei­ter begrüß­ten die Gäs­te und stell­ten das Unter­neh­men vor. Im Jahr 2000 hat­ten Mar­tin Wie­nen und Hel­mut Wag­ner die Fir­ma als Wie­Wa Com­pu­ter am Kirch­platz gegrün­det. „Damals habe ich noch eine Aus­bil­dung bei Schwei­zer gemacht“, erin­nert sich Wie­nen. 2002 erfolg­te die Umwand­lung in ein Ein­zel­un­ter­neh­men unter sei­ner allei­ni­gen Füh­rung.

2004 zog er vom Kirch­platz in den Eschen­weg und arbei­te­te dort „klas­sisch in einer Gara­ge“, bis er kurz dar­auf erneut umzie­hen muss­te und zwar in die Rott­wei­ler Stra­ße. 2013 wan­del­te er die Fir­ma in Wie­nen IT Busi­ness Solu­ti­ons und jetzt 2016 folg­te als nächs­ter Schritt der Umzug in die Sul­gau­er Stra­ße.

Flä­chen­mä­ßig haben wir unse­re Kapa­zi­tät fast ver­dop­pelt, von gut 150 auf jetzt etwa 300 Qua­drat­me­ter“, so Wie­nen. Der­zeit beschäf­tigt das Unter­neh­men 13 Mit­ar­bei­ter, davon fünf Aus­zu­bil­den­de. Auch er spü­re den zuneh­men­den Fach­kräf­te­man­gel: „Wir suchen seit einem Jahr einen Tech­ni­ker.“

Wie­nen IT sieht sich als IT-Spe­zia­list für Netz­werk­tech­nik, Repa­ra­tur­ser­vice von PCs, Note-Books, Smart­pho­nes, Ser­vern und ähn­li­chem. Der Kun­den­kreis reicht vom Pri­vat­kun­den bis zum Mit­tel­ständ­ler, der kei­ne eige­ne IT-Abtei­lung hat. Wie­nen ist über­zeugt, dass sich „das klas­si­sche IT-Geschäft in Rich­tung Cloud ändern“ wer­de.

Bei der Betreu­ung von IT sei sei­ne Devi­se: „Nicht erst löschen, wenn es brennt.“ Wenn der Kun­de es zulas­se, über­wa­che sein Team die IT lau­fend und kön­ne recht­zei­tig fest­stel­len, ob bei­spiels­wei­se eine Fest­plat­te schwä­chelt. „Wir arbei­ten pro­ak­tiv, bevor der Kun­de über­haupt merkt, dass er ein Pro­blem hat.“

Martin Wienen. Fotos: him
Mar­tin Wie­nen. Fotos: him

Sein Unter­neh­men ent­wi­ckelt auch „eige­ne Soft­ware-Lösun­gen, die den Kun­den­be­dürf­nis­sen ange­passt sind”, so Wie­nen auf Fra­ge von Wirt­schafts­för­de­rer Jung­beck.

OB Her­zog inter­es­sier­te sich beson­ders für die Sicher­heit der Daten und wun­der­te sich: „Einer­seits sind die Leu­te sehr emp­find­lich, wenn sie Daten an Behör­den geben sol­len, ande­rer­seits stel­len sie die pri­va­tes­ten Din­ge ins Netz.“ Wie­nen bestä­tig­te die Sorg­lo­sig­keit vie­ler Leu­te und warn­te: „Was ein­mal im Netz war, geht nie wie­der raus.“ Er gehe des­halb auch in Schu­len, um Kin­der auf die Gefah­ren im Inter­net hin­zu­wei­sen.

Mit Blick auf sei­ne bald 16 Jah­re als Unter­neh­mer mein­te Wie­nen: Ich habe kei­nen Tag bereut, mich als 20-Jäh­ri­ger selb­stän­dig gemacht zu haben.“ Er habe ein tol­les Team auf­ge­baut. Denn: „Ein star­ker Kun­de braucht ein star­kes Team“, so der 35-Jäh­ri­ge.