3.2 C
Rottweil
Donnerstag, 20. Februar 2020

Wienen IT in neuen Räumen

Aus Zahnarztpraxis und Apotheke wird IT-Dienstleistungszentrum

SCHRAMBERG (him) – Nach drei Monaten Umbau sind aus der ehemaligen „Schwarzwald-Apotheke“ das Ladengeschäft und einer ehemaligen Zahnarzt-Praxis die Büroflächen von Wienen IT Business Solutions in der Sulgauer Straße 2 geworden. Zur Eröffnung kamen am Freitagvormittag auch Schrambergs Oberbürgermeister Thomas Herzog und Wirtschaftsförderer Manfred Jungbeck.

Wienen, seine Frau Sandra und die Mitarbeiter begrüßten die Gäste und stellten das Unternehmen vor. Im Jahr 2000 hatten Martin Wienen und Helmut Wagner die Firma als WieWa Computer am Kirchplatz gegründet. „Damals habe ich noch eine Ausbildung bei Schweizer gemacht“, erinnert sich Wienen. 2002 erfolgte die Umwandlung in ein Einzelunternehmen unter seiner alleinigen Führung.

2004 zog er vom Kirchplatz in den Eschenweg und arbeitete dort „klassisch in einer Garage“, bis er kurz darauf erneut umziehen musste und zwar in die Rottweiler Straße. 2013 wandelte er die Firma in Wienen IT Business Solutions und jetzt 2016 folgte als nächster Schritt der Umzug in die Sulgauer Straße.

„Flächenmäßig haben wir unsere Kapazität fast verdoppelt, von gut 150 auf jetzt etwa 300 Quadratmeter“, so Wienen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen 13 Mitarbeiter, davon fünf Auszubildende. Auch er spüre den zunehmenden Fachkräftemangel: „Wir suchen seit einem Jahr einen Techniker.“

Wienen IT sieht sich als IT-Spezialist für Netzwerktechnik, Reparaturservice von PCs, Note-Books, Smartphones, Servern und ähnlichem. Der Kundenkreis reicht vom Privatkunden bis zum Mittelständler, der keine eigene IT-Abteilung hat. Wienen ist überzeugt, dass sich „das klassische IT-Geschäft in Richtung Cloud ändern“ werde.

Bei der Betreuung von IT sei seine Devise: „Nicht erst löschen, wenn es brennt.“ Wenn der Kunde es zulasse, überwache sein Team die IT laufend und könne rechtzeitig feststellen, ob beispielsweise eine Festplatte schwächelt. „Wir arbeiten proaktiv, bevor der Kunde überhaupt merkt, dass er ein Problem hat.“

Martin Wienen. Fotos: him
Martin Wienen. Fotos: him

Sein Unternehmen entwickelt auch „eigene Software-Lösungen, die den Kundenbedürfnissen angepasst sind“, so Wienen auf Frage von Wirtschaftsförderer Jungbeck.

OB Herzog interessierte sich besonders für die Sicherheit der Daten und wunderte sich: „Einerseits sind die Leute sehr empfindlich, wenn sie Daten an Behörden geben sollen, andererseits stellen sie die privatesten Dinge ins Netz.“ Wienen bestätigte die Sorglosigkeit vieler Leute und warnte: „Was einmal im Netz war, geht nie wieder raus.“ Er gehe deshalb auch in Schulen, um Kinder auf die Gefahren im Internet hinzuweisen.

Mit Blick auf seine bald 16 Jahre als Unternehmer meinte Wienen: Ich habe keinen Tag bereut, mich als 20-Jähriger selbständig gemacht zu haben.“ Er habe ein tolles Team aufgebaut. Denn: „Ein starker Kunde braucht ein starkes Team“, so der 35-Jährige.

 

Mehr auf NRWZ.de