Wir sind die Bank aus der Region“

Mitgliederversammlung der Volksbank in Schramberg

Vorstandsmittglieder mit den Jubilaren Volksbank Schwarzwald-Donau-Neckar. Fotos: him

SCHRAMBERG  (him) – Ein „gutes Geschäft­s­jahr“ ver­meldete der Vor­standsvor­sitzende der Volks­bank Schwarzwald-Donau-Neckar Jür­gen Find­ek­lee. Bei drei Mit­gliederver­samm­lun­gen im Raum Schram­berg  informiert die Volks­bank Schwarzwald Donau-Neckar über ihre Geschäft­sen­twick­lung nach der Fusion. Zum Auf­takt hat­te die Bank am Dien­stagabend in den Schram­berg­er Bären­saal geladen.

Auf­sicht­srat Her­bert O. Zinell

Die Volks­bank Schwarzwald- Donau-Neckar ent­stand aus der Fusion der Volks­banken aus Tut­tlin­gen und Schram­berg. Nach der Begrüßung und Totenehrung durch  Auf­sicht­srat Dr. Her­bert O. Zinell berichtete Find­ek­lee, die Ziele der Fusion wür­den real­isiert. „Durch die Fusion sind wir eine der großen Banken in Baden-Würt­tem­berg.“ Die Umset­zung laufe gut: „Wir sind schneller unter­wegs als geplant.“ Die  erhofften Syn­ergieef­fek­te wür­den sich bere­its in diesem Jahr mit niedrigeren Ver­wal­tungskosten bemerk­bar machen.

Gute Zahlen trotz Negativzins

Die Bilanz­summe sei um 3,9 Prozent  auf 1.876Millionen Euro gestiegen, das Kun­denkred­it­geschäft habe erst­mals die „Eine-Mil­liarde-Euro-Marke“ über­schrit­ten, so Find­ek­lee. Das Wach­s­tum resul­tiere ins­beson­dere aus ein­er erhöht­en Kred­it­nach­frage sowohl bei den Fir­menkun­den als auch bei Wohn­baukred­iten. Das  Prob­lem der Neg­a­tivzin­sen sprach Find­ek­lee an. Für die Kun­den  sehe er „derzeit“ keine neg­a­tivzin­sen. Er warnte aber, sollte die Neg­a­tivzin­sphase länger anhal­ten, kön­nte es für „hohe Ein­la­gen nicht dauer­haft so bleiben“.

Vor­stand­schef Jür­gen Findeklee.Die Bank werde ihr Ver­sprechen ein­hal­ten und die 32 Fil­ialen und 47 Gel­dau­to­mat­en in den näch­sten Jahren beibehal­ten. Find­ek­lee appel­lierte an die Mit­glieder, dass sie ihre Bank unter­stützen: „Wir sind die Bank aus der Region.“

WLAN in allen Filialen

In ein­er Präsen­ta­tion beschäftigte sich Vor­stand Rain­er Fad­er mit der Dig­i­tal­isierung, die enorm rasch fortschre­ite. Er zeigte eine Grafik von der Entwick­lung  des aufrecht­en Gangs zum „homo sapi­ens“ und dem gesenk­ten Blick des „Smart­phone­men­schen“. In Chi­na gibt es bere­its getren­nte Gehwege für Men­schen  mit und ohne Smart­phone, wie er zur Über­raschung der Volks­bankmit­glieder auf einem Bild zeigte.

Getren­nte Gehwege in Chi­na.

Die Dig­i­tal­isierung könne in Deutsch­land etwa 18 Mil­lio­nen Arbeit­splätze kosten, machte Fad­er auf die neg­a­tive Seite der Dig­i­tal­isierung aufmerk­sam.

Die Volks­bank müsse auf die Dig­i­tal­isierung reagieren und ihre Ange­bote anpassen. So würde heute schon fast die Hälfte aller Bankkun­den online Bank­ing nutzen. Etwa jed­er sech­ste  kann seine Bankgeschäfte mit dem Smart­phone abwick­eln. Die Volks­bank  hat deshalb ein online-Mag­a­zin “Fre­unde des Südens“ ges­tartet. Bis zum Jahre­sende sollen alle Fil­ialen mit WLAN aus­ges­tat­tet wer­den. Die Kun­den kön­nen rund um die Uhr online Ter­mine mit ihren Berater vere­in­baren. Eigens geschulte Mitar­beit­er berat­en per Video. Faders Faz­it: „Nie­mand kommt umhin, sich mit der Dig­i­tal­isierung zu beschäfti­gen.“

Vor­stand Rain­er Fad­er

Auf­sicht­srat und Vor­stand ehrten anschließend zahlre­iche Mit­glieder, aber auch Fir­men und Insti­tu­tio­nen wie „Heco“-Schrauben oder die katholis­che Kirchenge­meinde Lauter­bach für 50, 55 und gar 60 Jahre Mit­glied­schaft.

Dui do on de Sell“ unterhalten glänzend

Nach ein­er Pause unter­hiel­ten die schwäbis­chen Komik­erin­nen Petra Binder und Doris Reichenauer als „Dui do on de Sell“ mit dem Klas­sik­er aller komis­chen Duos: dem Ver­hält­nis von Mann und Frau. Dazu gehörte etwa die Fest­stel­lung über Män­ner: „Schlecht höre dend se guat!“  Eher selb­stkri­tisch auch die Erken­nt­nis, dass Selb­st­ge­spräche eigentlich ja gut sind, nur: „Schlecht isch, wenn‘ D ebbes Neus erfährsch!“ Und schließlich nach ein­er Zugabe der Rat an die Besuch­er beim Heim­fahren doch bitte den Gehweg zu benützen. Warum? „Die meis­chte Unfäll bassiere uff der Schtroß.“

Dui do on de de Selle wis­sen Bescheid über die Män­ner

Info: Die näch­ste Mit­gliederver­samm­lung ist am 14. Novem­ber in der Turn- und Fes­thalle in Dun­nin­gen, die let­zte am 28. Novem­ber in der Wald­mössinger Kastell­halle, jew­eils 19 Uhr.