NRWZ.de, 26. April 2021, Autor/Quelle: Martin Himmelheber (him)

„Wir sind zufrieden“

Zehn Jahre Offshore Windpark „Baltic 1“ der EnBW / Stadtwerke Schramberg profitieren

Der Windpark Baltic 1 der EnBW feiert seinen zehnten Geburtstag. Bei einem virtuellen Pressegespräch am Montag versicherte Georgios Stamatelopoulos, bei EnBW und zuständig für erneuerbare und konventionelle Stromerzeugung: „Wir sind zufrieden mit der technischen Verfügbarkeit und Winderträgen.“

Die Stadtwerke Schramberg sind am Windpark Baltic 1 finanziell beteiligt. Der Anteil der Stadtwerke liegt laut Beteiligungsbericht bei etwas mehr als zwei Prozent. Baltic 1 sei der erste kommerzielle Wind-Offshore-Park Deutschlandes gewesen, so Stamatelopoulos. Als der Windpark am 2. Mai 2011 eröffnet wurde, sei das eine „Pionierleistung“ gewesen. Der Windpark, an dessen Finanzierung sich neben Schramberg 18 weitere Stadtwerke beteiligt haben, liegt 16 Kilometer vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns. Der Park besteht aus 21 Windrädern mit einer Leistung von je 2,3 Megawatt (MW). Die EnBW nannte damals 200 Millionen Euro als Investitionskosten.

Der Windpark werfe bereits Erträge ab, so Stamatelopoulos. Schwierig zu erklären sei allerdings, wann der „Break Even-Point“ erreicht sei, also wann die Erträge auch die Investitionen  erwirtschaftet haben. Die EnBW rechnet mit „ein paar Jahren“.  Bei der Leistung sei man bereits „nahe an den 4000 Volllaststunden“, die man angestrebt habe.

Georgios Stamatelopoulos während der Pressekonferenz. Foto: him

Laufzeit sicher mehr als 25 Jahre

Erfreulich sei, dass es bisher keine größeren Schäden gegeben habe. Auf Nachfrage der NRWZ, wie lange er denn rechne, dass die 21 Windräder sich noch drehen werden, erwiderte Stamatelopoulos, genehmigt seien 20 plus fünf Jahre. Da es sich um eine Pionieranlage handle, habe man aber noch keine Erfahrungswerte. „Wir gehen davon aus, dass sie länger als 25 Jahre betrieben werden können, wenn wir eine Genehmigung dafür erhalten.“

Auch an den bestehenden Windrädern gebe es Verbesserungsmöglichkeiten, erläuterte Stamatelopoulos. Mit optimierten Windblättern ließe sich der Ertrag noch erhöhen. „Wir prüfen, ob wir es machen.“

„Wir sind zufrieden“