REGION (pm) – Um aktu­el­le Ent­wick­lun­gen im Strom­netz­aus­bau sowie die Ver­sor­gungs­si­cher­heit in Baden-Würt­tem­berg und der Regi­on dreht sich die Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung, zu der die Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg ihre Mit­glieds­un­ter­neh­men am Diens­tag, 4. Juli, 14 Uhr, in die IHK, Romäus­ring 4, VS-Vil­lin­gen, ein­lädt.

Zu Gast sind laut IHK-Pres­se­mit­tei­lung unter ande­rem Ver­tre­ter des Umwelt­mi­nis­te­ri­ums, des Zen­trums für Ener­gie- und Was­ser­stoff­for­schung (ZSW), des zustän­di­gen Über­tra­gungs­netz­be­trei­bers Trans­netBW sowie der Stadt­wer­ke Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen (SVS).

Im Zuge der Ener­gie­wen­de fin­det seit eini­gen Jah­ren ein Umbau des gesam­ten Ener­gie­ver­sor­gungs­sys­tems statt. Geplant ist, dass Ende 2022 mit Neckar­west­heim das letz­te Kern­kraft­werk in Baden-Würt­tem­berg vom Netz gehen soll. Anstel­le der Strom­erzeu­gung nahe der Ver­brauchs­zen­tren müs­sen daher immer grö­ße­re Antei­le an erneu­er­ba­rer Ener­gie aus dem Nor­den der Repu­blik her­an­ge­schafft wer­den.

Auch die dezen­tra­le Erzeu­gung von vie­len klei­nen Men­gen an vie­len Orten in Baden-Würt­tem­berg, etwa durch Wind­kraft oder Kraft-Wär­me-Kopp­lung, wird zukünf­tig immer wich­ti­ger – auch, da der Ein­fluss von Elek­tro­mo­bi­li­tät auf die Net­ze zuneh­men wird. Um das alles recht­zei­tig rea­li­sie­ren zu kön­nen, braucht es ver­stärk­te oder neue Strom­lei­tun­gen.

Stromversorgung sichern

Ein­mal jähr­lich unter­su­chen wir im Rah­men unse­res Ener­gie­wen­de­barom­ters die Ein­schät­zung der Wirt­schaft zum Pro­jekt Ener­gie­wen­de. Eine gewis­se Sor­ge sei­tens der Unter­neh­men um die zukünf­ti­ge Ver­sor­gungs­si­cher­heit ist nicht zu über­se­hen. Dabei fußt aber gera­de der Wohl­stand unse­rer Gesell­schaft auf einer gut funk­tio­nie­ren­den Wirt­schaft, die auf eine siche­re und sta­bi­le Strom­ver­sor­gung zu bezahl­ba­ren Prei­sen ange­wie­sen ist“, so IHK-Ener­gie­re­fe­rent Mar­cel Tro­gisch.

Dr. Mar­tin Leon­hard von der Fir­ma Karl Storz  in Tutt­lin­gen sieht das ähn­lich wie der IHK-Ener­gie­re­fe­rent: „Bis­her war eine siche­re Strom­ver­sor­gung für uns selbst­ver­ständ­lich. Wenn heu­te nur der Fahr­plan für den Aus­stieg sicher ist, der Umstieg auf vie­len Ver­spre­chen und Annah­men beruht, reicht das für den inno­va­tions- und wirt­schafts­star­ken Süden nicht.“

Ant­wor­ten auf die­se und wei­te­re Fra­gen sol­len den Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mern aus der Regi­on im Rah­men der kos­ten­frei­en Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung am 4. Juli gege­ben wer­den. Aus orga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den wird um vor­he­ri­ge Anmel­dung gebe­ten: über die Home­page der IHK Schwarz­wald-Baar-Heu­berg, Rubrik „Ver­an­stal­tun­gen“, oder direkt per E‑Mail an trogisch@vs.ihk.de.