Grafik: IHK

In der Wirt­schaft der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg haben sich im Früh­som­mer die Geschäf­te auf hohem Niveau sta­bi­li­siert. Das mel­det die IHK in einer Pres­se­mit­tei­lung. Wei­ter heißt es:

Die Stim­mung ist ähn­lich posi­tiv wie zu Jah­res­be­ginn. Rund zwei Drit­tel der Unter­neh­men berich­ten von gut lau­fen­den Geschäf­ten. „Ins­be­son­de­re in der regio­na­len Indus­trie herrscht aktu­ell Früh­lings­stim­mung“, freut sich die neue Prä­si­den­tin der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwarz­wald-Baar-Heu­berg, Bir­git Haken­jos-Boyd, über das Ergeb­nis der aktu­el­len IHK-Kon­junk­tur­be­fra­gung.

Der anhal­ten­de Fach­kräf­te­man­gel sowie die dadurch stei­gen­den Arbeits­kos­ten las­sen die regio­na­len Unter­neh­men jedoch bei der Ein­schät­zung der Zukunfts­per­spek­ti­ven etwas vor­sich­ti­ger wer­den. Ins­be­son­de­re die Dienst­leis­tun­gen sowie das Hotel- und Gast­stät­ten­ge­wer­be lei­den zuneh­mend dar­un­ter, offe­ne Stel­len nicht beset­zen zu kön­nen.

Der nach wie vor gute Finan­zie­rungs­zu­gang erlaubt es der regio­na­len Wirt­schaft, in den kom­men­den Mona­ten wei­ter­hin kräf­tig im Inland zu inves­tie­ren. 37 Pro­zent beab­sich­ti­gen, ihre Inves­ti­ti­ons­aus­ga­ben zu erhö­hen. Dazu zählt bei­spiels­wei­se auch die Fir­ma Hel­mut Uhrig Stra­ßen- und Tief­bau GmbH aus Gei­sin­gen. „Die wirt­schaft­li­che Sta­bi­li­tät des Land­krei­ses Tutt­lin­gen, die Unter­stüt­zung der loka­len und regio­na­len Ver­wal­tung sowie die ver­kehrs­tech­nisch her­vor­ra­gen­de Infra­struk­tur haben uns dazu bewo­gen, unse­re dem­nächst anste­hen­de Betriebs­er­wei­te­rung am bis­he­ri­gen Stand­ort in Gei­sin­gen zu rea­li­sie­ren“, betont Geschäfts­füh­rer Tho­mas Uhrig.

Sor­ge vor Han­dels­krieg  mit USA

Die der­zeit sta­bi­le Kon­junk­tur in wich­ti­gen Han­dels­part­ner­län­dern der Euro­päi­schen Uni­on und die hohe Nach­fra­ge aus Asi­en beflü­geln die Exporter­war­tun­gen des Pro­du­zie­ren­den Gewer­bes. Über 40 Pro­zent der Indus­trie­be­trie­be rech­nen in der nahen Zukunft mit höhe­ren Aus­fuh­ren in die­se Ziel­re­gio­nen. Zurück­ge­gan­gen ist hin­ge­gen der Anteil der Unter­neh­men, der von Export­stei­ge­run­gen nach Nord­ame­ri­ka aus­geht. In die­sem Zusam­men­hang warn­te die IHK-Prä­si­den­tin vor einer sich ver­schär­fen­den Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen den Ver­ei­nig­ten Staa­ten und der Euro­päi­schen Uni­on mit wech­sel­sei­ti­gen Han­dels­re­strik­tio­nen, die „auf allen Sei­ten nur zu Ver­lie­rern füh­ren wür­de“.

Erneut prä­sen­tiert sich der Arbeits­markt in den ers­ten fünf Mona­ten des Jah­res bes­ser als im Lan­des­durch­schnitt. Aller­dings sind die Fir­men aus der Regi­on in ihren Per­so­nal­pla­nun­gen etwas vor­sich­ti­ger gewor­den. Eine Mehr­heit von 64 Pro­zent möch­te künf­tig am gegen­wär­ti­gen Per­so­nal­be­stand fest­hal­ten. Knapp 30 Pro­zent beab­sich­ti­gen jedoch, ihre Beschäf­tig­ten­zahl auf­zu­sto­cken.