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Samstag, 7. Dezember 2019
Start Wirt­schaft Wirt­schafts­la­ge­be­richt: Kon­junk­tu­rel­le Abküh­lung im Früh­ling

Wirtschaftslagebericht: Konjunkturelle Abkühlung im Frühling

Kon­junk­tur­be­fra­gung der Indus­trie- und Han­dels­kam­mer

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Nach der aktu­el­len Kon­junk­tur­be­fra­gung der Indus­­trie- und Han­dels­kam­mer (IHK) Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg pro­fi­tie­re noch knapp die Hälf­te der regio­na­len Unter­neh­men von gut lau­fen­den Geschäf­ten, so die IHK in einer Pre­se­mit­tei­lung. Wei­ter heißt es:

Beim Ver­gleich mit den Ergeb­nis­sen zu Jah­res­be­ginn und zum Vor­jahr wird jedoch deut­lich, dass sich die Stim­mung in der regio­na­len Wirt­schaft kon­ti­nu­ier­lich ein­ge­trübt hat. Das Kon­junk­tur­kli­ma hat sich sogar stär­ker als im Lan­des­durch­schnitt ver­schlech­tert. Dies bekommt auch der regio­na­le Han­del zu spü­ren. Wäh­rend sich vor einem Jahr noch knapp 70 Pro­zent der Händ­ler über eine gute Geschäfts­la­ge freu­en konn­ten, ist ihr Anteil aktu­ell auf 30 Pro­zent zurück­ge­gan­gen. Dar­über hin­aus hat der Han­del mit bran­chen­spe­zi­fi­schen Pro­ble­men zu kämp­fen.

„Fai­rer Wett­be­werb im Han­del ist wich­tig“, so Tho­mas Weis­ser, Vor­sit­zen­der des IHK-Han­­del­s­aus­­schus­­ses. „Der­zeit haben regio­na­le Händ­ler, wel­che die vor­ge­schrie­be­ne Umsatz­steu­er abfüh­ren, noch erheb­li­che Wett­be­werbs­nach­tei­le im Ver­gleich zu inter­na­tio­na­len Händ­lern. Zusätz­lich ver­ur­sa­chen die wach­sen­den Kon­sum­aus­ga­ben im Online­han­del eine Dyna­mik, die den gesamt­wirt­schaft­li­chen Wachs­tums­trei­ber ‚Han­del‘ vor Her­aus­for­de­run­gen stellt. Die vor­ge­se­he­ne EU-Rich­t­­li­­nie gegen Steu­er­be­trug ist daher löb­lich, weil Chan­cen­gleich­heit für uns ent­steht. Wün­schens­wert sind wei­te­re poli­ti­sche Signa­le, die unse­ren welt­wei­ten Han­del stär­ken und Geschäf­te ins­be­son­de­re dar­in unter­stüt­zen, auch vor Ort erfolg­reich zu blei­ben.“

Die Auf­trags­bü­cher sind nicht mehr so gut gefüllt wie noch zu Jah­res­be­ginn. Den­noch rech­net eine Mehr­heit der Unter­neh­men aus der Regi­on mit künf­tig gleich­blei­ben­den Geschäf­ten. Die Exporter­war­tun­gen haben sich jedoch ange­sichts der nicht gerin­ger gewor­de­nen Außen­han­dels­ri­si­ken wei­ter ver­schlech­tert. „Neben dem unge­ord­ne­ten Bre­x­it und dem ver­schärf­ten Han­dels­kon­flikt zwi­schen den USA und Chi­na hän­gen nun auch die US-San­k­­ti­o­­nen sowie wei­te­re Han­dels­re­strik­tio­nen der USA gegen­über der Euro­päi­schen Uni­on wie ein Damo­kles­schwert auch über unse­rer Wirt­schaft“, so IHK-Prä­­si­­den­­tin Bir­git Haken­jos-Boyd.

Die Bereit­schaft, künf­tig im Inland zu inves­tie­ren, ist ange­sichts der wei­ter­hin guten Finan­zie­rungs­be­din­gun­gen nach wie vor hoch. Als Haupt­mo­tiv geben 68 Pro­zent der befrag­ten Fir­men jedoch an, damit den Ersatz­be­darf decken zu wol­len. Ins­ge­samt hat die Unsi­cher­heit über die wei­te­re wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung zuge­nom­men, so dass ledig­lich 35 Pro­zent beab­sich­ti­gen, in die Erwei­te­rung ihrer Kapa­zi­tä­ten zu inves­tie­ren. Knapp zwei Drit­tel der Fir­men aus der Regi­on gehen künf­tig von einer sta­bi­len Beschäf­tig­ten­zahl aus.






 

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