Die Kantine des Terrassenbau Museums in Schramberg bot die ideale Kulisse für die Veranstaltung „Wirtschaftstag trifft BarCamp“ der Wirtschaftsförderung Schwarzwald-Baar-Heuberg. Foto: pm

Unter dem Mot­to „In Zukunft erfolg­reich – was Unter­neh­men bewegt“ tra­fen sich auf Ein­la­dung der Wirt­schafts­för­de­rung Schwarz­wald-Baar-Heu­berg rund 90 Per­sön­lich­kei­ten aus Wirt­schaft, Poli­tik und Ver­wal­tung im Jung­hans Ter­ras­sen­bau Muse­um in Schram­berg. Dar­über berich­tet die Wirt­schafts­för­de­rung in einer Pres­se­mit­tei­lung:

Neu war die Metho­de „Bar­Camp“, die es den Teil­neh­men­den ermög­lich­te, selbst The­men zu set­zen.  „Ein Bar­Camp ist eine Kon­fe­renz zum Mit­ma­chen,“ erklär­te die Geschäfts­füh­re­rin der Wirt­schafts­för­de­rung Schwarz­wald-Baar-Heu­berg, Doro­thee Eisenlohr, die die Ver­an­stal­tung mode­rier­te. Der Begriff „Camp“ kom­me daher, dass bei den ers­ten mehr­tä­gi­gen Bar­Camps von Soft­ware­ent­wick­lern im Sili­con Val­ley noch über­nach­tet wor­den sei. „Bar“ ste­he in der Pro­gram­mier­spra­che für „Platz­hal­ter“ und wei­se dar­auf hin, dass die The­men der Kon­fe­renz zu deren Beginn von den Teil­neh­men­den selbst ein­ge­bracht wür­den.

Die Qual der Wahl hat­ten die Teil­neh­mer der Ver­an­stal­tung „Wirt­schafts­tag trifft Bar­Camp“ der Wirt­schafts­för­de­rung Schwarz­wald-Baar-Heu­berg: Es gab „Ses­si­ons“ zu 13 ver­schie­de­nen The­men. Foto: pm

Tat­säch­lich brach­ten sich die Gäs­te der Ver­an­stal­tung mit ihren Fra­gen, aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen, Vor­ha­ben und ihrer Exper­ti­se ein. In 24 „Ses­si­ons“ zu zwölf ver­schie­de­nen Schwer­punk­ten wur­de eif­rig dis­ku­tiert, von­ein­an­der gelernt und gemein­sam Lösun­gen ent­wi­ckelt. Das The­men­spek­trum reich­te von Per­so­nal­ge­win­nung über betrieb­li­che Gesund­heits­för­de­rung und Unter­neh­mens­nach­fol­ge bis hin zur Idee der Gemein­wohl­öko­no­mie.

Als „pra­xis­nah und abwechs­lungs­reich“ bewer­te­ten Teil­neh­mer die Ver­an­stal­tung. Wal­traud Flaig von der Schrei­ne­rei Flaig  in Hardt etwa berich­tet: „Ich habe vier Ses­si­ons besucht und konn­te von der Erfah­rung ande­rer Unter­neh­men ler­nen. Das hilft mir viel mehr als ein theo­re­ti­scher Vor­trag.“ Gut gewe­sen sei die Ver­an­stal­tung auch zum Netz­wer­ken. 

Dis­kus­si­on im klei­nen Kreis: Der Han­del. Foto: him

Mutig in drei­fa­cher Hin­sicht“ fand Cle­mens Mau­rer, Vor­sit­zen­der des Bei­rats der Wirt­schafts­för­de­rung Schwarz­wald-Baar-Heu­berg, die Ver­an­stal­tung: Ers­tens sei „Wirt­schafts­tag trifft Bar­Camp“ sei­nes Wis­sens nach das ers­te Bar­Camp in der Regi­on Schwarz­wald-Baar-Heu­berg; zwei­tens ste­he der Jung­hans Ter­ras­sen­bau wie kaum ein ande­rer Ort für die wirt­schaft­li­che Stär­ke der Regi­on; und drit­tens sei­en die Ses­si­ons eines Bar­Camps dazu geeig­net, ihre Teil­neh­mer zu er-mut-igen.

Cle­mens Mau­rer. Foto: him

Auch die­je­ni­gen, die selbst eine Ses­si­on ange­bo­ten hat­ten, zogen ein posi­ti­ves Fazit. So erzählt Bernd Schlen­ker, Geschäfts­füh­rer der Bytes and Buil­ding in Bad Dür­rheim: „Ich war das ers­te Mal dabei, das For­mat hat mich inter­es­siert. Eigent­lich woll­te ich nur teil­neh­men, doch dann habe ich selbst eine Ses­si­on zu Per­so­nal­an­wer­bung in den sozia­len Medi­en ange­bo­ten.“ Schlen­kers Ses­si­on erfuhr regen Zulauf, und die Teil­neh­mer wol­len die sozia­len Medi­en in ihren Betrie­ben künf­tig stär­ker nut­zen.

André Ale­sis The­ma: man­geln­der Schlaf. Foto: him

Prof. Dr. Vera Döring von der Dua­len Hoch­schu­le Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen räumt ein, vor der Ver­an­stal­tung ein wenig unsi­cher gewe­sen zu sein: „Ich wuss­te nicht genau, was auf mich zukommt. So eine Ses­si­on ist kei­ne Vor­le­sung. Aber das Gan­ze war dann sehr kom­mu­ni­ka­tiv! Ich habe jeden gebe­ten, sei­ne Mei­nung zum The­ma preis zu geben, und habe so viel dar­über erfah­ren, was Unter­neh­men von Hoch­schul­ab­sol­ven­ten an ‚digi­ta­len Kom­pe­ten­zen‘ erwar­ten.“

Die Zie­le von Geschäfts­füh­re­rin Doro­thee Eisenlohr für die Ver­an­stal­tung wur­den jeden­falls erreicht: „Wir woll­ten eine Alter­na­ti­ve anbie­ten zur klas­si­schen Fron­tal­ver­an­stal­tung, bei der vie­le Teil­neh­mer irgend­wann gelang­weilt mit ihren Han­dys spie­len. Unse­re Gäs­te waren sehr enga­giert und sagen, sie konn­ten ihre Zeit gut nut­zen. Sicher wer­den wir wei­ter mit inter­ak­ti­ven For­ma­ten expe­ri­men­tie­ren,“ sagt sie.

 

Zum Hintergrund:

Die Wirt­schafts­för­de­rung Schwarz­wald-Baar-Heu­berg bie­tet Ser­vices für Unter­neh­men, Kom­mu­nen und Fach­kräf­te in den drei Land­krei­sen Rott­weil, Tutt­lin­gen und Schwarz­wald-Baar-Kreis an. Ver­an­stal­tun­gen wie der jähr­li­che Wirt­schafts­tag gehö­ren dazu. Sitz der als GmbH orga­ni­sier­ten und von 24 Gesell­schaf­tern getra­ge­nen Wirt­schafts­för­de­rung ist Vil­lin­gen-Schwen­nin­gen, Geschäfts­füh­re­rin Doro­thee Eisenlohr.