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Wirtschaftstag” „Land in Sicht. Wie ländliche Regionen junge Menschen anziehen und halten können“

Rund 90 Gäs­te kamen zur Ver­an­stal­tung der Wirt­schafts­för­de­rung Schwarz­wald-Baar-Heu­berg nach Königs­feld

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Regi­on Schwar­z­­wald-Baar-Heu­ber­g/­­Kö­­nigs­­­feld. Unter dem Mot­to „Land in Sicht. Wie länd­li­che Regio­nen jun­ge Men­schen anzie­hen und hal­ten kön­nen“ tra­fen sich laut Pres­se­mit­tei­lung auf Ein­la­dung der Wirt­schafts­för­de­rung Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg rund 90 Per­sön­lich­kei­ten aus Wirt­schaft, Poli­tik und Ver­wal­tung im Haus des Gas­tes in Königs­feld.

IHK-Haupt­ge­­schäfts­­­füh­­rer und stell­ver­tre­ten­der Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der Tho­mas Albiez begrüß­te die Teil­neh­mer zu Beginn der Ver­an­stal­tung. „Wir müs­sen auf­pas­sen, dass der Begriff ‘länd­li­che Regi­on’ nicht Mit­leids­re­gun­gen aus­löst. Wir sind ein länd­li­cher Raum in einer bären­star­ken Indus­trie­re­gi­on mit pro­spe­rie­ren­der Wirt­schaft. Jetzt kommt die Wirt­schaft in eine Abschwung­pha­se nach einer Zeit der Über­hit­zung. Es ist zu früh, von einer Rezes­si­on zu spre­chen. Wir wer­den jetzt sehen, ob es bei einer Seit­wärts­be­we­gung bleibt.“

Auch Fritz Link, Bür­ger­meis­ter der Gemein­de Königs­feld, begrüß­te das Publi­kum. „Als Tou­ris­mus­ort sind wir ger­ne Gast­ge­ber für eine Wirt­schafts­ver­an­stal­tung in einer der indus­trie­dich­tes­ten Regi­on unse­res Lan­des. Mit dem „Schwarz­wald“ haben wir einen Namen, der inter­na­tio­nal aus­strahlt.“

Jür­gen Guse, Geschäfts­füh­rer der Wirt­schafts­för­de­rung, dank­te Herr Bür­ger­meis­ter Link für die Gast­freund­schaft in Königs­feld. Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg sei die ein­zi­ge Regi­on in Baden-Wür­t­­te­m­berg, die kom­plett aus ”länd­li­chem Raum“ bestün­de. Die Wirt­schafts­för­de­rung hät­te es sich zum Ziel gemacht, die Regi­on zu ver­mark­ten und mit­hil­fe des Wel­co­me Cen­ters auch zuwan­dern­de Fach­kräf­te zu bera­ten.

Danach begeis­ter­te Zukunfts­for­scher Andre­as Rei­ter vom ZTB Zukunfts­bü­ro in Wien das Publi­kum mit sei­nem 50-minü­­ti­gen Impuls­vor­trag zum The­ma „Land in Sicht. Wie länd­li­che Regio­nen jun­ge Men­schen anzie­hen und hal­ten kön­nen“. Im Span­nungs­feld zwi­schen länd­li­chen Raum und Indus­trie kom­me es dar­auf an, ob die Regi­on ein eige­nes Nar­ra­tiv – „eine Geschich­te“ hat, die krea­tiv ist und Gefüh­le nach außen trägt. Laut Rei­ter müs­se man sich fra­gen, wie stark die Regi­on digi­ta­li­siert ist, wie gut Orte mit öffent­li­chen Ver­kehrs­mit­teln erreich­bar sind und wie viel moder­ne Zusam­men­ar­beit wie „Cowor­king“ die Regi­on bie­tet? Neben der Stär­ke von Hei­mat, Gebor­gen­heit und Über­schau­bar­keit müss­ten auch die­se Aspek­te gespielt und getrie­ben wer­den.

Jür­gen Guse bedankt sich bei den Refe­ren­ten. Von links nach rechts: Bür­ger­meis­ter Fritz Link, Jan-Jür­gen Kach­ler, Geschäfts­füh­rer Jür­gen Guse, Harald Küh­ne, Andre­as Rei­ter, Cle­mens Mau­rer.  Nicht auf dem Bild ist Tho­mas Albiez.

Bei der anschlie­ßen­den Podi­ums­dis­kus­si­on, wel­che von Jür­gen Guse mode­riert wur­de, berich­te­ten Jan-Jür­gen Kach­ler (Geschäfts­füh­rer Kach­ler GmbH in Königs­feld und Harald Küh­ne (Geschäfts­füh­rer Küh­ne Druck- & Wer­be­tech­nik) von ihren Erfah­run­gen. Jan-Jür­gen Kach­ler bekommt jedes Jahr eini­ge Anfra­gen bezüg­lich den Aus­bil­dungs­plät­zen.

Lebhafte Diskussion

Anders sieht es bei Harald Küh­ne aus. Er sucht „hän­de­rin­gend“ nach einem Azu­bi als Schil­­der- und Licht­re­kla­me­her­stel­ler. Als Hin­der­nis sieht er, dass der Beruf nicht „modern“ ist. Für die Aus­bil­dung zum Medi­en­ge­stal­ter gab es dage­gen vie­le Bewer­bun­gen. Auch die Teil­neh­mer im Publi­kum brach­ten sich mit ihren Fra­gen, aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen, Vor­ha­ben und ihrer Exper­ti­se ein.

„Zum Glück haben wir vie­le lang­jäh­ri­ge Ange­stell­te, aber etwas schwie­ri­ger ist es, Füh­rungs­kräf­te zu bekom­men. Die­se müs­sen wir von wei­ter her anwer­ben,“ äußer­ten Pau­li­na Hecht und Anni­ka Gru­ber vom Nephrolo­gi­schen Zen­trum  VS.

Mar­kus Aydt von der Sozi­al­sta­ti­on St. Mari­en Raum­schaft Tri­berg lob­te die Regi­on. „Wir kön­nen ruhig mal eine brei­te Brust machen und sagen: ‘Wir sind toll.’ Denn unse­re Regi­on hat viel zu bie­ten, ist stark und super.“

Mawu­li Agbo­li, Bera­ter in Tri­berg ergänz­te: „Mei­ne Frau und ich sind mit unse­ren Kin­dern aus Ber­lin her­ge­kom­men. Die Natur und das Leben, sowie die Nähe zur Schweiz, wo ich Kun­den habe, schät­ze ich hier sehr.“

Han­ne­lo­re Hol­zer, vom Pfle­ge­dienst „Hol­zer Pfle­ge aus einer Hand“ in Spai­chin­gen zog ein posi­ti­ves Fazit. Sie und ihr Mann waren das ers­te Mal dabei und neh­men vie­le Anre­gun­gen mit nach Hau­se. Gut gewe­sen sei die Ver­an­stal­tung auch zum Netz­wer­ken. 

Zum Hin­ter­grund:

Die Wirt­schafts­för­de­rung Schwar­z­­wald-Baar-Heu­berg bie­tet Ser­vices für Unter­neh­men, Kom­mu­nen und Fach­kräf­te in den drei Land­krei­sen Rott­weil, Tutt­lin­gen und Schwar­z­­wald-Baar-Kreis an. Ver­an­stal­tun­gen wie der jähr­li­che Wirt­schafts­tag gehö­ren dazu. Sitz der als GmbH orga­ni­sier­ten und von 24 Gesell­schaf­tern getra­ge­nen Wirt­schafts­för­de­rung ist Vil­­lin­gen-Schwen­­nin­­gen, Geschäfts­füh­rer Jür­gen Guse.

 

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