Die Delegation aus Schramberg mit Gastgebern in Taicang. Fotos: pm

TAICANG/SCHRAMBERG (pm) – Einen echten Höhepunkt ihrer Ausbildung erlebten die drei “Kern-Liebers” -Auszubildende im dritten Lehrjahr Jannik Waller, Dominik Homuth und Nico Fröder im Oktober dieses Jahres. Darüber heißt es in einer Pressemitteilung:

Gemeinsam mit dem “Kern-Liebers”-Gesamtausbildungsleiter Andreas Bitzer, dem Abteilungsleiter der Beruflichen Schulen Schramberg Tobias Amann und dem gewerblichen Ausbildungsassistenten bei “Kern-Liebers” Yannis Wirth reisten sie im Rahmen eines Austauschprogrammes ins chinesische Taicang.

Die „westlich geprägte Kleinstadt“, mit etwa 800.000 Einwohnern im Osten Chinas gelegen, erlebt aufgrund der mittlerweile rund 270 dort tätigen deutschen Unternehmen seit einigen Jahren einen rasanten Wirtschaftsaufschwung. Den Grundstein für die Erfolgsgeschichte der Stadt legte im Jahre 1993 der damalige “Kern-Liebers” Geschäftsführer Dr.-Ing. Hans-Jochem Steim mit der Eröffnung der ersten deutschen Firmenfiliale in Taicang.

Mit dem 2001 gegründeten Deutschen Ausbildungszentrum für Werkzeugmechaniker Taicang (DAWT) wurde die duale Ausbildung nach deutschem Vorbild vor Ort eingeführt. Pro Jahr werden hier inzwischen etwa 40 Werkzeugmechaniker für die Firmen “Kern-Liebers” und Mubea (Muhr und Bender KG, Attendorn) ausgebildet. Unterstützt wird das DAWT auch von der deutschen Auslandshandelskammer (AHK).

In der Lehrwerkstatt

Die Teilnehmer des Austauschprogrammes erhielten bei ihrem einwöchigen Besuch in Fernost interessante Einblicke in das chinesische Bildungssystem. Die großzügig angelegten und mit den verschiedensten Maschinen bestens ausgestatteten Schulgebäude fielen positiv auf. An der Berufsschule Taicang werden derzeit rund 3500 Schülerinnen und Schüler ausgebildet, davon  etwa 300 in Metallberufen und etwa 100 zu Werkzeugmechanikern.

Wie auch in Deutschland, wird es für die Unternehmen in Taicang immer schwieriger, qualifizierte Facharbeiter zu finden. Das internationale Austauschprogramm von “Kern-Liebers”, welches auch den chinesischen Auszubildenden einen Besuch im Stammwerk in Schramberg ermöglicht, soll dazu beitragen, die Attraktivität einer Ausbildung für die jungen Menschen zu steigern, sowie deren interkulturelle Kompetenzen zu stärken.