Vom 21. bis zum 24. September stellt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg mit ihrem Außenwirtschaftsforum zum vierten Mal den Ex- und Import themenaktuell in den Fokus und lädt über die Region hinaus zum Informationsaustausch ein. Coronabedingt fänden die Vortragstage online statt, wie die IHK in einer Pressemitteilung berichtet.

„Es sind viele Aspekte, mit denen sich die Unternehmen im weltweiten Handel oft aufwändig befassen müssen und die individuellen Länderanforderungen, um Waren einzuführen oder ins Ausland zu exportieren, nehmen sichtlich zu“, beobachtet Ingrid Schatter, Referentin für Zoll- und Außenwirtschaftsfragen in der IHK.

In kompakter und praxisnaher Weise würden die Teilnehmer nach der Begrüßung durch IHK-Vizepräsident Steffen P. Würth innerhalb der vier Termine über die Fallstricke internationaler Handelsbeziehungen informiert. So sei seit 1. August das neue Freihandelsabkommen der EU mit Vietnam in Kraft. Dieses Abkommen, deren individuelle Details von denen mit Südkorea, Kanada oder Japan erneut abweicht, werde ebenso vorgestellt wie eine mögliche exterritorial gültige Exportkontrolle, die China noch für dieses Jahr plant.

„Diese Regelungen betreffen den Handel und die Produktion in Europa unmittelbar“, so Ingrid Schatter, „sie betreffen komplexe innerbetriebliche Sachverhalte und sind von hoher außenwirtschaftsrechtlicher Bedeutung“. Die Online-Reihe beginnt deshalb mit der generellen Frage, wie sich die Außenwirtschaftslandschaft gerade digital auch verändert und ob sich firmeninterne Abläufe gegebenenfalls vereinfachen lassen.

Export ist ein maßgeblicher Faktor in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg: Im vergangenen Jahr erzielten die regionalen Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes mit mehr als 50 Mitarbeitenden Auslandsumsätze in Höhe von fast neun Milliarden Euro. Das sind gut 47 Prozent des Gesamtumsatzes dieser Unternehmen in der Region – Dienstleistungen oder Exportgeschäfte kleinerer Unternehmen sind hierbei noch nicht einmal mit erfasst. „Diese Zahlen machen deutlich, wie wichtig der Export für die regionale Wirtschaft ist und wie wesentlich gute Kenntnisse rund um das Thema für den geschäftlichen Erfolg sind“, so Schatter.

Wie bisher geben auf dem Außenwirtschaftsforum ausgewiesene Fachleute, Verantwortliche von Zolldirektionen und -ämtern sowie namhaften Unternehmen interessierten Teilnehmern in den Vorträgen ihr Fachwissen weiter.

Bernd Seemann, Vorsitzender des IHK-Außenwirtschaftsausschusses und Vorsitzender des Arbeitskreises Zoll, betont, „Das Außenwirtschaftsforum Schwarzwald-Baar-Heuberg gilt in Süddeutschland bereits als etablierte Tagung zu konkreten Themen des Außenhandels. Es bietet Import- und Export-Verantwortlichen der unterschiedlichsten Branchen eine Plattform, Neues im internationalen Handel zu erfahren, Themen und Entwicklungen zu diskutieren und überschaubar zu halten und zudem sich zu vernetzen und untereinander auszutauschen.“

Weitere Informationen zum Programm sind abrufbar über die Webseite des Außenwirtschaftsforums unter www.aussenwirtschaftsforum-sbh.de. Über diese Seite sind auch noch Anmeldungen möglich.