Zunehmende internationale Herausforderungen

3. IHK-Außenwirtschaftsforum Schwarzwald-Baar-Heuberg in Donaueschingen

Zwar wird auf politischer Ebene versucht, Im- und Exportvorgänge für Unternehmen zu verschlanken, die Materie bleibt aber auf absehbare Zeit hochkomplex: Umso wichtiger waren die Informationen, die rund 200 Teilnehmer bei dem dritten Außenwirtschaftsforum der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg in den Donauhallen in Donaueschingen erhielten. Darüber berichtet die IHK in einer Pressemitteilung:

„Unsere Region ist die Geburtsstätte starker Arbeitgeber und zukunftsfester Ausbildungsbetriebe. Es sind all diese Betriebe, die Spitzentechnologie auf höchstem Niveau schaffen. Um aber diese internationale Spitzenposition halten zu können, sind sie es gewohnt, weltweit rechtliche internationale als auch nationale Spielregeln und Standards zu beachten und Risiken abzuwägen“, sagte IHK-Vizepräsident Dr. Steffen P. Würth bei der Begrüßung. Das zeige aber auch, dass in den Unternehmen eine verstärkte Professionalisierung des Außenhandels gefragt sei: „So einfach nebenher geht das nicht mehr.“

Eröffneten das 3. IHK-Außenwirtschaftsforum in Donaueschingen. Von links: IHK-Geschäftsbereichsleiter Thomas Wolf, IHK-Referentin Ingrid Schatter, Bernd Seemann (Vorsitzender des IHK-Außenwirtschaftsausschusses), Hans-Jürgen Zahorka (Chefredakteur European Union Foreign Affairs Journal), IHK-Vizepräsident Dr. Steffen P. Würth, Carsten Bente (Senior Solution Consultant, AEB SE), Regierungsdirektor Walter Opfermann (Landesamt für Verfassungsschutz, Stuttgart) und Moderatorin Kimsy von Reischach.

Doch dies stelle sehr häufig gerade die kleineren und mittelständischen Unternehmen vor Herausforderungen. „Deshalb müssen unsere regionalen, aber weltweit agierenden Unternehmen hier in der Region stetig am Ball bleiben und nach Alternativen suchen sowie wichtige Neuigkeiten für einen reibungslosen Handelsaustausch kennen.“

Wie bei der Veranstaltung deutlich wurde, scheinen die unkalkulierbaren Risiken aktuell eher zu- als abzunehmen: Sichtbar sei das insbesondere mit der hinausgezögerten Entscheidung rund um den Brexit in den letzten Monaten oder den angespannten Handelsbeziehungen zwischen den USA und China. Und gerade solche Entwicklungen, so Würth, gefährden auch die heimischen Betriebe.

Das IHK-Außenwirtschaftsforum informierte deshalb breit über die gestiegenen Handelsrisiken. Sie ergeben sich zum Beispiel durch neue Handelshemmnisse oder Konflikte in Grenzregionen. „Es sind viele Aspekte, mit denen sich die Unternehmen im weltweiten Handel oft aufwändig befassen müssen und die individuellen Länderanforderungen, um Waren einzuführen oder ins Ausland zu exportieren, nehmen sichtlich zu“, beobachtet Ingrid Schatter, Referentin für Zoll- und Außenwirtschaftsfragen in der IHK.

Themen der Veranstaltung waren zudem die neuesten Freihandelsabkommen der EU mit Japan, die Schaffung sicherheitsrechtlicher Rahmenbedingungen bei internationalen Vertragsabschlüssen sowie die Minimierung von Risiken in der Exportkontrolle. Erstmals informierten Vertreter vom Landesamt für Verfassungsschutz in einem Vortrag und gaben in Einzelgesprächen ihr Fachwissen weiter.

Wie in den letzten Jahren präsentierten sich die Vertreter vom Hauptzollamt Singen und Zollamt Deißlingen den Besuchern der vielen Unternehmen und auch der Schweizer Zoll. Zum ersten Mal mit einem Informationsangebot beim Forum dabei war auch der diplomatische Außenwirtschaftscorps aus Ungarn.

Bernd Seemann, Vorsitzender des IHK-Außenwirtschaftsausschusses und Vorsitzender des Arbeitskreises Zoll, betont, „Das Außenwirtschaftsforum Schwarzwald-Baar-Heuberg gilt in Süddeutschland bereits als etablierte Tagung zu konkreten Themen des Außenhandels. Es bietet Import- und Export-Verantwortlichen der unterschiedlichsten Branchen eine Plattform, Neues im internationalen Handel zu erfahren, Themen und Entwicklungen zu diskutieren und überschaubar zu halten und zudem sich zu vernetzen und untereinander auszutauschen.“

 

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