Jochen Isensee aus Deißlingen rettet als leitender Notarzt im Kreis Rottweil Leben und produziert im Hauptberuf Filme. Am 7. Januar ist sein abendfüllender Dokumentarfilm „Hope“ nun auch im Rottweiler Central-Kino zu sehen.
Deutschland-Premiere hatte die Produktion, wie die NRWZ berichtete, im November im Arthouse-Kino „Harmonie“ in Freiburg. Als „überwältigend“ beschreibt Isensee die Resonanz. „Es war ausverkauft und die Diskussion danach wollte nicht enden“, erzählt Isensee im Gespräch mit der NRWZ.
Das spricht für die Macher des Dokumentarfilms und nicht zuletzt für dessen fesselndes Thema: „Hope“, zu Deutsch „Hoffnung“, zeigt, wie ein junges Flüchtlingsmädchen namens Gloria Akello im kriegs- und krisengeschüttelten Südsudan ihr Leben in die Hand nimmt und sich aufmacht, Rechtsanwältin zu werden. Es ist eine authentische Geschichte von Resilienz und Hoffnung inmitten einer scheinbar ausweglosen Situation.

Isensee hat die damals 15-jährige Akello 2020 bei einer Mission des Hilfswerks CDH Stephanus BV Trossingen e.V. kennengelernt. Heute studiert das Waisenkind, eine von Millionen Flüchtlingen, in Kampala, der Hauptstadt Ugandas, tatsächlich Jura – wie sie es sich 2020 vorgenommen hatte. Mit dem Ziel, als Rechtsanwältin für Gerechtigkeit und Frieden streiten zu können.
Bei der Premiere in Freiburg war eine weitere Protagonistin des Films mit dabei: Susan Grace Duku. Sie konnte die Geschichte beglaubigen, was dem Abend noch eine zusätzliche Dimension verlieh. In Rottweil können weder Duku noch Akello anwesend sein. Aber Jochen Isensee ist vor Ort und gespannt auf das Gespräch, das sich an die Vorführung anschließt.
Info: Die Vorstellung von „Hope – beyond rape, murder and war crimes“ am 7. Januar im Central-Kino (Hauptstr. 59) beginnt um 19 Uhr. Am 5. März ist der Film auch im „Capitol“-Kino in Schwenningen zu sehen.



