Am Donnerstagmorgen, kurz nach fünf Uhr, ist es in einem Stadtteil von Albstadt zu einer Explosion in einem Wohnhaus gekommen. Das Gebäude stürzte in sich zusammen, berichtet die Polizei. Wie die Stadtverwaltung Albstadt inzwischen erklärte, forderte das Unglück drei Todesopfer.
Update, die Polizei berichtet: Zwischenzeitlich wurden in den Trümmern des Gebäudes drei Personen tot aufgefunden und von den Einsatzkräften geborgen. Die Identifizierung der Verstorbenen steht noch aus, es handelt sich jedoch mit hoher Wahrscheinlichkeit um die Bewohner des Hauses, eine dreiköpfige Familie im Alter von 33 (Mann), 30 (Frau) und sechs Jahren (Kind). Da aktuell keine Hinweise auf weitere verschüttete Personen vorliegen, wurde die Suche vor Ort vorerst eingestellt.
Drei der evakuierten Anwohner wurden kurzzeitig vom Rettungsdienst behandelt, nach derzeitigem Stand trugen sie jedoch keine Verletzungen davon. Zwei der benachbarten Wohnhäuser sind aufgrund der durch die Explosion entstandenen Schäden vorübergehend nicht mehr bewohnbar, die restlichen Gebäude im näheren Umfeld können nach Prüfung durch Statiker und Feuerwehr wieder betreten werden. Die Höhe der insgesamt entstandenen Schäden kann derzeit nicht beziffert werden.
Die Ursache der Explosion ist derzeit unklar. Die Kriminalpolizei hat noch vor Ort die Ermittlungen aufgenommen. Hierbei wird unter anderem geprüft, ob die Explosion möglicherweise in Zusammenhang mit einem Gasaustritt steht.
Unser Erstbericht: In der Josefstraße in Albstadt‑Tailfingen ist am frühen Donnerstagmorgen kurz nach 5 Uhr ein Wohngebäude nach einer heftigen Explosion vollständig eingestürzt. Die Einsatzkräfte hatten zunächst keinen Kontakt zu den mutmaßlich dort wohnenden Personen, weshalb unklar war, ob sich zum Zeitpunkt der Explosion Menschen im Haus befanden. „Über den Aufenthalt der Bewohner liegen nach derzeitigem Stand noch keine Erkenntnisse vor“, erklärte ein Sprecher des zuständigen Polizeipräsidiums Reutlingen am Donnerstagvormittag. Polizei und Feuerwehr sind mit einem Großaufgebot vor Ort und haben den Bereich weiträumig abgesperrt.
Inzwischen steht fest: Die Rettungskräfte haben drei Personen tot geborgen. Demnach kamen zwei Eltern und ein Kleinkind ums Leben. Das bestätigte die Stadtverwaltung Albstadt gegenüber den SWR.
Lage vor Ort
Nach Angaben der Polizei handelt es sich um ein Wohnhaus in einem dicht bebauten Bereich von Tailfingen, dessen Trümmer weit in die Umgebung geschleudert wurden. Mehrere umliegende Gebäude wurden beschädigt, unter anderem durch die Druckwelle und herabfallende Trümmerteile. Anwohnerinnen und Anwohner angrenzender Häuser wurden vorsorglich evakuiert und durch Rettungsdienst und Notfallseelsorge betreut.
Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Rettungsdienst arbeiteten gemeinsam daran, das Trümmerfeld zu sichern und nach möglichen Verschütteten zu suchen. Spezialkräfte mit Suchhunden und Ortungsgerät sind im Einsatz, können jedoch nur schrittweise vorgehen, weil die Trümmer instabil sind und weitere Einsturzgefahren bestehen. Ein Polizeihubschrauber unterstützt den Einsatz aus der Luft, um die Lage zu dokumentieren und die Einsatzkoordination zu erleichtern.
Verkehr und Absperrungen
Die Josefstraße und der unmittelbare Bereich um das zerstörte Gebäude sind derzeit komplett gesperrt. Auch wichtige Zufahrtsstraßen nach Tailfingen, darunter die Heutalstraße und Teile der Jahnstraße, sind für den Verkehr gesperrt, wodurch es zu erheblichen Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr kam. Die Polizei bittet Verkehrsteilnehmer, den Bereich weiträumig zu umfahren und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten.
Ursache und Ermittlungen
Zur Ursache der Explosion liegen bislang keine gesicherten Erkenntnisse vor. Fachleute der Kriminalpolizei und Gutachter sollen das Trümmerfeld untersuchen, sobald der Einsatzleiter die Unglücksstelle als ausreichend gesichert einstuft. Hinweise auf eine akute Gefahr für andere Gebäude, etwa durch ausströmendes Gas, bestehen derzeit nach ersten Bewertungen nicht, werden aber weiterhin überprüft.
Quellen: Polizeipräsidium Reutlingen, SWR, Schwarzwälder Bote, Bild.de



