Stuttgart/Rottweil. Die Urlaubsmesse CMT 2026 in Stuttgart ist mit großer Resonanz gestartet und bestätigt damit erneut ihren Anspruch als zentrale Plattform für Tourismus, Caravaning und Freizeittrends. Bereits am ersten Wochenende strömten rund 72.000 Besucherinnen und Besucher auf das Messegelände. Insgesamt präsentieren sich 1.570 ausstellende Unternehmen auf 125.000 Quadratmetern in zehn Hallen – ein deutlicher Beleg für die ungebrochene Reiselust und die anhaltende Bedeutung der Messe für die Branche.
Neben internationalen Destinationen und einem breiten Freizeitangebot zeigt sich auf der CMT 2026 auch, wie stark regionale Projekte an touristischer Strahlkraft gewinnen können. Besonders die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg nutzt die Bühne: Rottweil ist in diesem Jahr auffällig präsent – vor allem durch die neue Hängebrücke „Neckarline“, die kurz vor ihrer Fertigstellung steht.
Messe als Tourismusmotor – von der Weltreise bis zum Kurztrip in der Region
Die CMT versteht sich auch 2026 als Schaufenster für Urlaubsideen aller Art: von Fernreisen bis hin zu Zielen „vor der Haustür“. Die Messe läuft vom 17. bis 25. Januar 2026 und vereint Tourismusangebote, Caravaning-Neuheiten sowie mehrere Themen-Tochtermessen, etwa für Fahrrad- und Wanderreisen, Kreuzfahrten oder Selbstausbau von Campern.
Gerade der Caravaning-Bereich bleibt Publikumsmagnet. In Stuttgart werden rund 1.200 Fahrzeuge präsentiert – ergänzt durch Ausrüstung, Technik und Zubehör. Messe Stuttgart-Direktor Alexander Ege berichtet von einer weiterhin hohen Nachfrage, insbesondere im mittleren Segment zwischen 70.000 und 90.000 Euro.
Internationales Flair: Angola und Katalonien als Partner
Auch der internationale Anspruch der CMT zeigt sich deutlich: Als Partnerland steht Angola im Mittelpunkt, flankiert von der Partnerdestination Grand Tour de Catalunya. Messe-Geschäftsführer Roland Bleinroth bezeichnet die CMT zum Auftakt als „Marktplatz der Inspirationen“ und betont die Rolle der Veranstaltung als Innovationsmotor.
Rottweil auf der CMT: „Neckarline“ wird zum touristischen Aushängeschild
Während internationale Aussteller Fernweh wecken, richtet sich der Blick vieler Messegäste auch auf touristische Großprojekte in Baden-Württemberg. In Halle 6 am Stand des Landkreises – und zusätzlich an einem eigenen „Brückenstand“ – spielt in diesem Jahr ein Projekt die Hauptrolle: die im Bau befindliche Hängebrücke „Neckarline“ in Rottweil.
Wie der Schwarzwälder Bote berichtet, ist das Interesse an der Brücke groß – auch deshalb, weil die Region lange Zeit nur vage Perspektiven nennen konnte. Inzwischen ist die Lage eindeutig: Die Brücke kommt. Spätestens seit dem Spatenstich im Februar ist das Projekt auf Kurs, und auf der CMT kann nun erstmals ein konkreter Termin kommuniziert werden.
Die Eröffnung der Neckarline soll vom 24. bis 26. April mit einem großen Fest gefeiert werden.
Für die Region bedeutet das: Rottweil wird künftig nicht nur als historische Stadt mit Tradition, sondern zunehmend als Standort eines modernen Freizeit-Highlights wahrgenommen – und kann damit neue Zielgruppen ansprechen, etwa Tagesgäste, Wochenendtouristen und Outdoor-Reisende.
Fazit
Die CMT 2026 zeigt schon zum Start, wie eng internationale Reisetrends und regionale Tourismusentwicklung inzwischen zusammenhängen. Während Stuttgart die Welt nach Baden-Württemberg holt, nutzt Rottweil die Messe, um sich selbst als neues Reiseziel zu positionieren. Mit der Neckarline bekommt die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg ein weithin sichtbares Projekt, das nicht nur touristisches Potenzial entfaltet. Es ist auch ein Symbol für den Wandel hin zu erlebnisorientierten Angeboten – genau passend zu dem Trend, den die CMT in diesem Jahr besonders deutlich widerspiegelt.






























