Das vierte und letzte Windrad im Windpark Falkenhöhe soll schon Ende März ans Netz gehen. Das hat Lauterbachs Bürgermeister Jürgen Leichtle im Gemeinderat berichtet. Olaf Essig von den Teckwerken bestätigt, dass in den kommenden Wochen die Teile wie Gondel und Flügel kommen sollen.
Lauterbach/Schramberg/Hornberg. Der Windpark befindet sich im Dreieck Lauterbach – Tennenbronn – Hornberg. Drei Anlagen liefern seit 2021 jeweils gut vier Megawatt Strom. Mit der vierten Anlage steigt die Leistung auf 16,8 Megawatt. Die vier Anlagen sollen pro Jahr etwa 40.000 Megawattstunden Strom erzeugen. Etwa 12.000 Haushalte lassen sich damit pro Jahr mit Strom versorgen.
Bereits zum Ende des ersten Quartals 2026 soll die neue Anlage in Betrieb gehen, kündigte Bürgermeister Leichtle im Rat vor Weihnachten an.
„Es geht voran“
Olaf Essig, Vorstand der federführenden Energiegenossenschaft Teckwerke, bestätigt, dass das Fundamente bereits letztes Jahr gegossen wurde. „Es geht mit großen Schritten voran“, so Essig zur NRWZ.
Geplant war, dass die Gondel in der dritten Kalenderwoche (KW), also nächste Woche kommen sollte, Rotorblätter und Kran sollen in den darauffolgenden Wochen auf die Falkenhöhe transportiert werden. „Die Errichtung ist in KW 5 geplant“, so Essig. Allerdings sei das natürlich abhängig von der Witterung.

Wie die Projektierfirma RES mitteilt, sollen die Transporte überwiegend nachts erfolgen, „um den öffentlichen Verkehr so wenig wie möglich zu beeinträchtigen. Insgesamt neun Schwertransporte sind laut RES geplant. Drei für die 67 Meter langen Flügel, die weiteren für die Nabe, das Motorhaus, den Triebstrang und die Turmmodule. Außerdem müssen der 167 Meter hohe Kran und mehrere Hilfskräne auf die Falkenhöhe gefahren werden.
Im Januar Transporte und Aufbau, Netzanschluss im Februar
Die Transporte sollen über die Autobahn bei Donaueschingen weiter über die B 27 auf die B 33 bis Peterzell rollen. Von dort geht es über Kreisstraßen nach Lauterbach und weiter zur Falkenhöhe. es könne vereinzelt zu Verkehrsbehinderungen kommen, warnt RES. (Eine Anfrage, ob die Transporte wie geplant stattfinden, ist unterwegs.)
Die Errichtung des Turms ist in der letzten Januarwoche, der Innenausbau und Netzanschluss sind für Februar geplant, so Essig.

Lauterbach im Stromerzeugungsplus
Einen Punkt hat Bürgermeister Leichtle im Rat noch geklärt: Eine Bürgerin hatte ihn gebeten, er möge erreichen, dass die nächtliche Befeuerung für den Luftverkehr nicht dauerhaft eingeschaltet ist. Leichtle erläuterte laut Amtsblatt, dass „neue Windkraftanlagen heute in der Regel mit einer sogenannten bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung ausgestattet sind“.
Das heißt, die Sicherungsleuchten schalten sich nur ein, wenn in der Nähe ein Flugzeug auftaucht. Das Windrad selbst dreht sich selbstverständlich weiter.
Ansgar Fehrenbacher von der UBL stellte in seiner Haushaltsrede mit Blick auf den Energieverbrauch in Lauterbach fest, dass einschließlich der Windenergieanlage auf der Gemarkung insgesamt mehr Strom erzeugt werde, als man vor Ort verbrauche.



