Fassanstich geschafft: OB Dorothee Eisenlohr ist sichtlich erleichtert, während Brauereichef Carl Glauner schaut, dass nichts daneben läuft. Foto: him
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Schramberg.  Bei traumhaftem Sommerwetter hat Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr kurz nach 14 Uhr heute das diesjährige Schramberger Stadtfest eröffnet. Nach zwei kräftigen Schlägen war das von der Alpirsbacher Klosterbräu gestiftete Fass angestochen und – assistiert von Brauereichef Carl Glauner – konnte Eisenlohr Freibier ausschenken.








„Endlich ist es soweit, dass wir wieder ein Stadtfest feiern können“, hat die Oberbürgermeisterin von der großen Bühne herab erklärt. “Darauf haben viele Menschen sehnsüchtig gewartet.“ Sie bedankte sich bei allen, die dazu beigetragen haben, mit einem Stand, mit Angeboten oder Programmpunkten. Eisenlohr dankte auch dem Team der Stadtverwaltung, das seit gut einem Jahr mit den Vorbereitungen beschäftigt sei. „Sie haben zwischendurch auch am Rad gedreht“, so Eisenlohr „aber jetzt ist alles gut, und wir freuen uns auf zwei sonnige Tage.“

Neben den Programmen auf den Bühnen am Rathaus und bei der St. Maria Kirche empfahl Eisenlohr auch den Bildungsmarktplatz der Kitas am Sonntag sowie den ökumenischen Gottesdienst am Sonntagmorgen im Park der Zeiten. Auch die Blaulichtfamilie werde am Sonntag Fahrzeuge ausstellen, lündigte sie an.

Spektakulär oder normal?

Zum Fassanstich erzählte Eisenlohr Brauereichef Glauner habe sie vorab gefragt ob sie einen spektakulären oder einen normalen Anstich wolle. Das Fassanstechen gehöre zu den „schlimmsten Aufgaben, die sie als Oberbürgermeisterin habe, deshalb habe sie für normal plädiert. Und so geschah es.  Anschließend verteilte sie Bierkrüge „mit viel Schaum drin“. Es bildete sich eine kleine Schlange Bierliebhaber, die die Abkühlung genossen.

In den frühen Nachmittagsstunden war der Strom der Gäste noch etwas verhalte,n doch gegen später füllte sich die Hauptstraße, und an den Ständen hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut zu tun.

Ohne Erlaubnis kein Grill vor der Kneipe

Zu einem Streit kam es mit einem Wirt in der Innenstadt. Als der am späten Vormittag seinen Grill aufbauen wollte, haben ihm die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ortspolizeibehörde dies untersagt. Der Wirt erklärte, er habe viele Würste gekauft und Bier besorgt. Er war sauer über das Verbot. Auch mehrere Stadträte, die von der Geschichte erfahren hatten, waren verärgert.

Ein lesbar erzürnter Gastwirt hat seine Gaststätte während des Stadtfests dicht gemacht. Foto: him

Anne Müller vom Organisationsteam der Stadt machte deutlich, dass der Wirt den Außengrill nicht beantragt hatte, In mehreren Telefonaten habe die Verwaltung ihm zu Beginn der Woche vorgeschlagen, den Grill zu beantragen, dann könne er noch eine Genehmigung bekommen. Das hatte er versäumt.

Außerdem, so Müller, sei eigentlich im November 2022 die Frist für die Anmeldung zum Stadtfest gewesen. Für das Stadtfest habe ein umfangreiches Sicherheitskonzept erstellt werden müssen. Da müsse eben auch ein solcher Außengrill integriert werden.

 

Volle Buden, Plätze  und Straßen am Abend

Partystimmung in der Innenstadt bis in die späte Nacht. Auf den beiden Bühnen und an vielen Ständen  gab es Programm beim Stadtfest. Showtanz, Rock und Pop-Musik waren angesagt. Kinder konnten sich am Bullenreiten testen oder als kleine Königinnen und Könige auf einem Thron Platz nehmen. Die Besucher genossen den milden Abend und die entspannte Stimmung.

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