Sulz: Sechs Entenküken geborgen

Einsatz am Neckarwehr

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Sechs Entenküken im Alter von zwei Wochen, lösten am Mittwochabend einen Feuerwehreinsatz in Sulz aus, wie Hartmut Polet der NRWZ berichtet.  Der Naturschutzwart, der Nabu, die Stromwerke und die Feuerwehr waren im Einsatz.

Sulz. Ein aufmerksamer Spaziergänger hatte beim Überqueren des Laufsteges am Oberen Stauweiher in Sulz bemerkt, dass sechs Entenküken im Einlaufbecken der Förderschnecke schwammen. Das Entenpaar flog verzweifelt am Beckenrand umher. Peter Friedschulke aus Bochingen, der die Entenküken entdeckt hatte, alarmierte den Naturschutzwart Ludwig Schrägle, der mit zwei Fangkeschern nach Sulz gefahren ist.

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Missliche Lage.

Gemeinsame Rettungsaktion

Schrägle seinerseits informierte vom Einsatzort aus sofort Nabu Storchenbetreuer Hartmut Polet. Bei vielen Einsätzen sind die beiden ein eingespieltes Team. Polet machte sich sofort mit seinen Fangeinrichtungen auf den Weg zum Stauweiher der Stromwerke Sulz. Die beiden konnten zunächst nur ein Küken einfangen. „Wir haben dann die Notrufnummer der Stromwerke angerufen und gebeten, dass die Transportschnecke abgeschaltet wird.“

Der Notdienstbeauftragte der Stromwerke Sulz, Frank Plocher war schnell zur Stelle. Er schaltete die Schnecke sofort ab, damit die Küken nicht in Gefahr geraten. Anschließend ließ er den Neckar am Stauweiher ab, damit der Wasserpegel sinkt und die sechs Küken durch das Einlaufloch des Beckens schwimmen können.

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Ludwig Friedschulke am Einlaufkanal.

Die Feuerwehr kommt

Weil es nicht gelang, die Entenküken in Fluchtrichtung zu bewegen, haben die Tierretter die Feuerwehr Sulz alarmiert. Die Feuerwehrleute kamen sehr schnell mit einem Einsatzfahrzeug und Blaulicht unter Leitung ihres Stadtkommandanten Markus Gnirß und zwei Maschinisten an den Einsatzort. Doch sie mussten nicht mehr aktiv werden.

„Alle sechs Küken hatten sich zwischenzeitlich aus dem Becken befreit, indem sie durch das Loch getaucht sind, und wurden von den Enteneltern am Ufer eingesammelt“, berichtet Polet. „Ente gut, Alles gut!“ Um 19 Uhr war die Rettungsaktion beendet.

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Drei zufriedene Tierretter: Peter Friedschulke, Ludwig Schrägle und Hartmut Polet (von links).
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Martin Himmelheber (him)
... begann in den späten 70er Jahren als freier Mitarbeiter unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Schramberg. Mehr über ihn hier.