Rottweil kann Baustelle“. Dieses Fazit zogen rund 25 Vertreterinnen und Vertreter aus Gewerbe, Gemeinderat und Stadtverwaltung bei einem gemeinsamen Impulsabend zur Innenstadtentwicklung. In den Räumlichkeiten von Intersport Kirsner. Hintergrund waren unter anderem die geplanten Baumaßnahmen am Rottweiler Friedrichsplatz, sowie die geplanten Verkehrsmaßnahmen zur Landesgartenschau.
Neben dem Austausch von Wissensständen und Ideen begrüßte die Runde einen besonderen Gast: Dr. Christian Eckert, Experte für Stadtentwicklung bei der Imakomm Akademie. Er zeigte Praxisbeispiele, um Baustellen und Verkehrsmaßnahmen konstruktiv und gewinnbringend zu begegnen.
Marcus Frank, Intersport Kirsner, zeigte sich in seiner Begrüßung im Namen des Rottweiler Gewerbe- und Handelsvereins (GHV) überzeugt: „Rottweil hat hervorragende Perspektiven: Hängebrücke, Testturm und Gartenschau sind Attraktionen, die uns in den kommenden Jahren noch positiv Frequenz und Zuspruch geben werden.“ Gleichzeitig sei die aktuelle Situation der Gewerbetreibenden nicht einfach, und viele Einzelhändler machen sich Sorgen um ihre Zukunft. Frank: „Der Umgang mit den innerstädtischen Baustellen beschäftigt uns ebenso, wie das weitere Vorgehen bei der Parkraumbewirtschaftung.“ Hier dankte er den anwesenden Vertretern aus Fraktionen und Verwaltungen für das offene Miteinander. „Das Gewerbe hat Gehör in Rottweil: sonst käme so ein Austausch gar nicht zustande. Das ist gut und ein wichtiges Zeichen für die kommenden Maßnahmen.“
„Innenstadt geht nur gemeinsam“, bekräftigte Philipp Hilsenbek, Geschäftsbereichsleiter der IHK-Standortpolitik im Rahmen des Formates. Er bestärkte die Akteure in ihrer Zusammenarbeit und in ihrem Schulterschluss. Hilsenbek: „Rottweil hat ein engagiertesCitymanagement, einen proaktiven Gewerbeverein und eine konstruktive Stadtverwaltung.“ Dieses Rüstzeug sei nicht selbstverständlich und ein Grund für Zuversicht, weil die Stadtgemeinschaft damit auch die Situation bis zur Landesgartenschau positiv gestalten könne.
Konkret bestärkte Dr. Eckert die Akteure in ihrem Austausch: „Etablieren Sie solche Austauschformate. Informiere Sie die Bürger, bespielen Sie das Umland, nutzen Sie die Baustellen.“ Gerade im Hinblick auf den ländlichen Raum bekräftigte er die Notwendigkeit, weiter an den Individualverkehr zu denken. Je klarer dieser beispielsweise auf Parkplätze hingewiesen werde, desto besser. „Gleichzeitig bieten die Baustellen auch die Chance, besondere Formate zu etablieren oder Marketingaktionen zu fahren.“
Alexander Stengelin, Wirtschaftsförderer der Stadt, dankte für die ergänzenden Impulse: „Wir finalisieren aktuell unsere Marketingplanung für 2026: eben mit dem expliziten Fokus, die Baustellen und Projektvorhaben positiv und konstruktiv zu nutzen.“ Er wisse um die momentane Situation der Gewerbetreibenden. Gerade dieser Kontakt sei jetzt zentral, damit möglichst viele Unternehmen in die anstehenden Formate involviert werden können. Stengelin: „Wir wissen: Rottweil lohnt sich! Und diese Botschaft werden wir forcieren.“



