Der Startschuss zum "Stadtradeln" für den Landkreis fällt am 8. September. Foto: red

Meist sind es die ört­li­chen Grü­nen, die sich um die Belan­ge von Fahr­rad­fah­rern in Rott­weil küm­mern. Bei­na­he wöchent­lich tref­fen grü­ne Pres­se­mit­tei­lun­gen zum The­ma ein. Umso über­ra­schen­der, dass sich nun die CDU zu Wort mel­det. Und gleich mit einem radi­ka­len Vor­schlag. Dem­nach soll eine von Park­platz­su­chen­den,  Behör­den­ver­tre­tern und ‑besu­chern viel­ge­nutz­te Stra­ße für Fahr­rad­fah­rer frei gemacht wer­den.

Es geht um die Kör­ner­stra­ße. Sie ist die Ver­bin­dung von den Sport­stät­ten und dem Aqua­sol am Stadt­rand zur Innen­stadt bezie­hungs­wei­se zur Marx­stra­ße. 

Die Kör­ner­stra­ße. Fotos: gg

Die CDU will nun wis­sen, ”ob und mit wel­chen kon­kre­ten Maß­nah­men es mög­lich ist, die Kör­ner­stra­ße … zu einer Stra­ße umzu­nut­zen, die halb­sei­tig aus­schließ­lich dem Fahr­rad­ver­kehr zur Ver­fü­gung gestellt wird.” Einen ent­spre­chen­den Prüf­an­trag hat der Spre­cher der CDU-Stadt­rats­frak­ti­on, Gün­ter Pos­selt, am Mor­gen bei Ober­bür­ger­meis­ter Ralf Broß ein­ge­reicht.

Die Begrün­dung: Die zuneh­men­de Nut­zung von E‑Bikes füh­re zu einer Ver­än­de­rung des Rad­fahr­ver­hal­tens vie­ler Ein­woh­ner und mache das Fahr­rad zu einer umwelt­freund­li­chen Alter­na­ti­ve für Fahr­ten im Nah­be­reich, argu­men­tiert Pos­selt. Dabei kom­me es zu Kol­li­sio­nen zwi­schen den Inter­es­sen von Auto­fah­rern und Rad­fah­rern. ”Um die­ser Ent­wick­lung gerecht zu wer­den und eine bes­se­re Sicher­heit zu errei­chen, ersu­chen wir die Ver­wal­tung um Prü­fung, wie die Ver­keh­re bes­ser getrennt und somit geför­dert wer­den kön­nen”, so Pos­selt im Namen der CDU-Stadt­rats­frak­ti­on.

Als ers­ten Ansatz sehen sie die Kör­ner­stra­ße. ”Die­se bie­tet sich nach einer ers­ten Sich­tung ide­al an, um Rad­fah­rer aus dem Bereich Rott­weil-Büh­lin­gen sowie Sportstätten/Freibad/Aquasol an die Innen­stadt anzu­bin­den.”

Die CDU bean­tragt des­halb kon­kret die Prü­fung, ob die Kör­ner­stra­ße mit einer Fahr­bahn als Ein­bahn- und/oder Anlie­ger­stra­ße aus­ge­stal­tet und die ande­re Fahr­bahn aus­schließ­lich als Rad­weg aus­ge­wie­sen wer­den kön­ne.

”Wir erhof­fen uns durch die Tren­nung der Ver­keh­re eine Ver­bes­se­rung der Sicher­heit, einen bes­se­ren Kom­fort somit eine För­de­rung des Rad­ver­kehrs und dadurch einen Bei­trag zur wei­te­ren Ent­las­tung der Innen­stadt vom Kraft­fahr­zeug­ver­kehr.” Ein Satz, der von Fahr­rad-Freund Frank Sucker stam­men könn­te. Von den ört­li­chen Grü­nen.